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ausstechen ließ. Als sich aber der alte Alexius bey annäherung beS.V.?^nValdums von bannen fort machte, fand Murzuphilus ge-gleichfalls zu entrinnen. Hierauf irrere er eine zeit langverkleidet herum, ward aber endlich ergriffen und nach Constanti»Sir · geführt, daselbst wegen deS schändlichen mordS, den er anF^tto begangen, zum tobe verurlheilet, auf die spitze der hohen^nastastichen faule (darzu man inwendig vermittelst einer treppenhinauf Itejgen konte) gebracht, und von bannen herunter aus denplatz unter das volck zu todegestürtzet. Mcetas. Gregorm. Lege·tbet*. Maimburg. hiltor, de la croisade 1.8. Besold.

f&aav in Rußland .

Alexius Michaelowiz / folgte seinem vater, Michael Fe-drowitz, an. 164; m der regierung, und bekam gleich anfangsmit einem falschen Demetrio zu thun, dem er aber bald das Hand-werck legte. Hieraufbegaben sich die Cosacken mehrentheils unterseinen schütz, darüber er mit Polen zerfiel, doch so glücklich war,daß er unter andern Smolensko eroberte, und es durch den an.

geschlossenen frieden behielt. Weil nun inzwischen die Schwe-den in Pohlen thaten, was sie wollen, konte dieses der Czaar.nicht vertragen, sondern fiel mit 120000mann in Lieflandein,und verursachte unsäglichen schaden. Ob nun gleich an. '602 einfriede erfolgte, so konte der Czaar doch nicht ruhen, sondern fiengmit Pohlen aufs neue. an, mit denen er aber endlich gleichfallsnicht ohne grossen Vortheil frieden schloß, welcher ihm um so vielnöthiger war, weil der redell, Stepyanus Nadzin, bereits die 2Königreiche Easan und Astracan unter seine bottmäßiakett gebrachthatte. Er starb an. 1676. An. 1647 vermahlte er sich mit MariaJlliavna, der ältesten tochter Jlia Damlowitz Miloslawsky, wel-che ihm 4 Printzen und 3 Printzeßinnen gebohren,darunter zu wer-rken i)Alex,«s Alexowitz, gebohren an. 16;;, welcher an. -667, alsKönig Casimirus in Pohlen die kröne niederlegte, mitunter denCandldaten hierzu in verschlag kam,er starb an. i67o;2)Theo-dorus, welcher in Moscau succediret; 3) Johannes oder IwanAlervwitz, der zwar seinem bruder Theodors an. 1682 succediret,aber wegen dlödsinnigkeit sich an. 1633 der regierung begeben, undau. 1696 gestorben, und 4) Sophia, welche, nachdem sie mttdem Feldherrn Gallyzin eine conspirativn vorgehabt, an. 1688ins kloster gestoffen worden. Als diese gemahlin gestorben,hat ersich an. 1671 mit NathaliaKiriliowna,des Kinl Poli«ghtowitzNariskin tochter, vermählet, welche den 4 Febr.an. 1694 dieseszeitliche gesegnet, nachdem sie an. lü/rPetrum Alexowitz gedoh-ren, der nach seinem bruder Johanne zur regierung gelanget.

Qlear. reifet), Vifib, Lieil, chron, Kerbii diar, itin, m Molcov,

Andere diests namens.

Alexius / gebohren zu Rom an. war ein söhn Euphe-miani, eines der vornehmsten Rathsherren dieser stadt, und derAglais, so gleichfalls aus vornehmen adelichen geschlechte. Ersoll am tage seiner Hochzeit seine braut, eitern und unverwandtenverlassen, und an ftemden drtern in freywilliger armuth gelebthaben; daher von seiner Heiligkeit und einigen sonderbaren bege-denheiten viel erzehlet wird. Mctapbr*ßes in v,ta Aiexii. Petr.

de Natalibus Baren, in raartyrol.

Alexius, ein Patriarch zu Constantinopel, wurde nach Eu-stachio an. i°r; erwählet. Die biichöffe, welche unter ihn gehdr-ten , wollen ihn verstoßen, und an seine stelle des Kaysers Paphla-qonii druder einsetzen; welchen er aber antwortete, daß, wennseine wähl nicht richtig wäre, so kdnte auch ihre, als welche von,hm herrührte, den klrchen-gesatzen nicht gemäß seyn; wodurcher ihnen das maul stvpffte. Er hat biß an. 104; regiert. Bann,

Zenaras. Curepalat, »

Alexius/ aus ©teilten / wolle sich zum Kayser in Constanti-nopel aufwerffen, zu der zeit, als Murzuphilus den Kayser Ale-rium Angelum hatte lassen umbringen. Er ward aber gefangengenommen; und wegen seiner Verwegenheit zur straffe gezogen.

Alfacqs/ em kleiner ort in Catalonien , an der see nach demKönigreiche Valencia zu gelegen, von welchem ein vorgeburgeden namen führet. ^ ,

Alfanus / Ertzbischoffzu Salerno, siehe Alphanus.

Alfavateo/ ein kleiner ort in,der Portugiesischen landschafftTransmontana, hart an den grantzen der Spanischen provintzEstremadura , bey dem Ursprünge des flusses Coa, gelegen. Erist auf einer höhe, zwischen lauter geburgen, gebauet,und hatzu seiner Vertheidigung ein zimlich gutes fthloß. oimenar deiic. duFortug. p. 719·

Alfeld / siehe Ahlefeld.

Alfenus Varus oder Alphenus von Cremona, ließ sein fchu-ster-handwerck fahren, und begab lich nach Rom , allwo er unterServio Sulpitio in den wissenschafften dermassen zunahm, daßer nicht allein in kurtzem einer der berühmtesten Rechtsgelehrten,sondern auch mit P. Vinicio im 2 jähre nach Christi geburt Bür-germeister wurde. Er hat 40 libros digestorum. derer in demindice pandectarum Meldung geschicht, Und noch einander werckunter dem titul coiiectanea, hinterlassen. Es führen einige nocheinen andern Alfenum an, ein discipui des Papiniani, der zuden Seiten des Kaysers Alexandri Severi soll gelebt haben,gründensich aber aufein zeugniß Lampridii, welches nicht gar zu klar ist.Eines andern Alfeni gedencket Cicero m oratione pro Qumtio,wie denn auch AlfenusVärus/ des Bitellii General und Vrxfe.ctus praerorü , bekannt ist. Donatus erinnert sich in dem leben

als alg

Virgilii eines Alfeni / welcher das land-gut Virgilii von deraufläge, damit die andern Ritter nach der niderlage des Drukibeleget worden, frey gemacht, welchen etliche vor eben denjenigenAlfenum halten, dessen zuerst gedacht, wobey sie zugleich vorge-ben , daß auch Catullus seiner Meldung gethan habe, welches alles

aber Noch Nicht ausgemacht. Fernsten. 1 .2,/. de O. I. Borat. 1 .1.serm, sät. 3. Gellius i, 6 c. HeneL de veter. JCt c. Runliusin vira JCt. c. 38. Bertrand. de Jurisper. 1 .1. Gretius vit. JCt. 1 .1,c. n. Baylc,

Alfeo/ lat. Anapms, ein fluß in ©teilten, im thal diNoto,der sich bey Syracusa ins Ionische meer ergeußt.

^ Alfissah/ eine landschafft in der insul Madagascar, in demsüdlichen theil gegen Äend des landes Manambula. Es gibt vielwein und seide daselbst, tlacmrt tritt, de Madagascar.

Alford / eine kleine stadt in Engelland, in der GrafschafftLincoln, nicht weit von der see-küste.

Alfraganus / siehe Alpherganus.

Alfred / fonsten auch Aelfred genannt, König in Engelland,der.4 söhn Edelwulfs, succedirte seinem bruder Ethelreda an.871, und ward ihm der name des grossen wegen seiner löblichenthaten zugeleget. Er that, so bald er zur regierung gekommen, et-ne reise nach Rom , allwo er vvnAdriano u, gekrdnet ward. Erhatte viel unruhe, ehe er sich auf dem thron befestigte, und stelltenihm die Dähnen so wol öffentlich als heimlich nach, gestalt dann,als er sich einSmals auf einem lust-hause ohnweit Londen aufhielt,und in der nähe herum jagte, die in selbiger Haupt - stadt befindli-che Dahnen einen anschlag auf ihn machten, und ihn mit emcrstarcken rotte überfielen. Er hielt sich aber mit seinen wenigen leu-ten tapffer, und entkam ihnen aus den Handen, worauf er einegute anzahl volcks sammlete, diese verralher^erstreueic, und der-massen in schrecken setzte, daß sie durch abgeichickte um friede ba-ten. Nachgehends fiel ihm König Gitro von Dänemarck inS land,welchen er aber überwand, und dahin brachte, daß er den Chrisi-lichen glauben annahm, und sich in der tauffe Ethelstan nennenueß. Wie er nun ein frommer Herr und liebhaber der gelehneuwar, also stifftete er etliche klöster und die Universität Oxfort, gabdem lande gute gesetze,hielt sehr über Handhabung der gerechtigkeit,und wendete täglich gewisse stunden zum geben, zum lesen undstudwen, und sonderlich zu anhörung der Unterthanen an- Erstarb an. 900, nachdem er 29 jähr regieret hatte. Sein leben ist ineinem buche, welches an. 1678 zu Oxfort heraus gekommen, mit

stelß beschrieben worden. Pelyd, Verg . Mattb, Vyejlmehafl. Bakus,Pitfius,

Alfred / mit dem zmamen der bastard / König von Nor-thumberland, war ein natürlicher söhn des OßwinS. Northum-verland war zu der zeit, da er und sein bruder Ecfried regierten,fast gantz verwüstet, daher er sich nach Schottland begab, und da-selbst den studiis und der gottsfurcht oblag. Als er aber von ban-nen zurück kam, bestieg er seines Vaters thron, und regierte mitgrosftr klugheit 20 jähr Einige sagen, erhabe das Reich verlassenund sich »n ein kloster begeben; andere thun hinzu, daß er Bischoffworden sey. Beda meldet, daß er unterschiedene schrifften ver-fertiget habe. Er soll um das jähr 7gestorben seyn. zw*,

Pitseus.

Alfreton / eine Engellandische stadt in der provintz Darby.

^ Alfrid / Bischoff zu Hildesheim , war von den Grafen vonAsnede oder Essen, einer vornehmen familie .des Ertzstiffts Cölln,entsprossen, und in dem kloster Cvrbey, seiner fügenden und ge-lehrsamkeit halber, in solchem ausehen, daß er von dar aus an.848 zum Bischoff nach Hildesheim beruffen wurde. Er hat unterandern löblichen Verrichtungen die Dom-kirche daselbst nebst einemtrefflichen kloster-gebäude innerhalb 26 jähren aufführen lassen,in-gleichen die 2 adelichen jungfer-klöster zu Essen und Aßweden, wieauch das Munchs-kloster zu Saligenstadt gestifftet. Mit HertzogLudolffeu von Sachsen reisete er an. 8s* nach Rom , und setzte sichbey ihm in grosses ansehen.Er starb an. 877 oder nach einiger mey-

NUNg an. 8/6. Lctmer, chron. Corb. PauUini theatr. , 11 . viror,Corbei. lyußi. histor, Virgin, collegii Visbeccenlis.

Alfter , eine Herrschafft am Ardenner walde, denen dcmWevelinghoven vormals zuständig, von welchen dieselbige an dieGrafen von Salm und Reiserscheid gekommen, indem JohannesV Jnngarden von Wevelinghvfen geheyrathet hat. imhcfM.?,

l. 9 c. io.

Alfwold/ siehe Elftvold.

Algarbta / Algarve ein land in Spanien mit dem Königlichentitul, zu Pvrtugall gehörig, erstrecket sich gegen abend und mit-tag an den Ocean. Seine städte sind Faros, Silves , nebst derHaupt-stadt Tavila und LagoS . Das land ist fruchtbar von rosi-nen, ollven, feigen, mandeln, und hat trefflich guten mch-fang;dannenhero es von den Mohren Algarve, das ist, ein sruchtba-bares feld, genennet worden. Wiewol andere noch wahrscheinlichergezeiget haben, daß Algarbia in Arabischer spräche so viel als einland unten an der äussersten ecke liegend bedeute; wie dannauch noch biß dato die ehemahlige Portugiesische vestungenin derDarbarey, als Ceuta, Tanger , Masagan:c. in der Königlichentitulatur unter dem namen Algarbia uirra mare begriffen werden.Wie im übrigen dieses land zu Portugall gekommen, das ist unterdem articul Alphonsus jJi. König in Portugall zu lesen. Vafm·

teUus deic, Lusir. p. ; 95 . Celmenar dehees de lortug. p. zo9.

Algarna, oder die ebene/ von einigen auch Algarica ge-nannt, ein land in Spanien in Reu-Castilien, darinnen sonst