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den benachbarten Alpen Aipgovia, oder von den Akewanniern,nach etlicher meynung, Aiimngovia heissen soll, liegt zwischender Donau , dem Lech und dem Costnitzer- oder Dodensee , unddegreifft in sich die stadte Kempten , Biberach, Memmingen ,Kauffbeuren, Wangen rc. Der vornehmste fluß , so hindurch
« , ist die Jler. Das land ist rauh und bergicht, tragt aberviel Winterkorn und gersten, zeuget auch viel vieh und fische,sonderlich gute Pferde. Crusü paraüp. Suev. p. g 4 . Mutier. Ber-uus. Zeiler. Huner in des Aljöws beschreibung,
Alctvazil/ bedeutet in Spanien ein gerichts-diener, und bend:n Ärabern oder Mauren, von welchen dieses wort herrühret,bedeutet es fast auf gleiche art einen justitz-beamten, dem es zu-kömmt, der Obrigkeit befehle zu vollstrecken.
Algucr/stehe Algen.
Alhama / eine stadt im Königreiche Granaba, am fusseeines berges, so zwischen den stadten Granada, und Malaga lie-get , und wegen der warmen bäder sehr berühmt ist. Man haltdiese stadt vor des Ptolemäi und Plinii Artigis.
P. Alhama/ lat. Phornacis, eine kleine stadt in Andalusien ,zwischen Cordons und den grantzen der Neu - Castil,änlichen pro-vintz, la bdsncba, gelegen. Es liegt auch ein dorff, namens Al-hama , in Arragonren an dem flusse Talon, zwischen Calatajudund den Alt-Castilianischen grantzen, allwo sich gesund-bäderfinden. Colmemr, delic, del'Esp, p, 656.
Alhambra / das Königliche schloß zu Granada , worinnendie alten Morischen palaste von porphir, iaspis und marmorsteinprächtig erbauet zu sehen ; die wände, kühnen und tafel-werck,so mit golde überzogen, und mit Egyptischen bierogiyphicis undArabischen duchstaben bemahlet, zeugen von der Mohren vor-rnaligen Pracht und reichthum. Es wird solche zierlichkeit nochHeutiges tages von den Christen mit fieiß erhalten, und da etwasschadhafft worden, bald wieder ausgebessert. Aus diesem schlösseist ein sehr angenehmer prvspect über die gantze stadt Granada unddie fruchtbaren herum liegenden selber, ingleichen den thier-gar-ten und das hohe schnee-weisse geburge. Auch ist darinnen einePforte, wodurch der gefangene Mohren-Konig, llEeebico.alser sich samt der stadt und schloß Granada dem Könige in Spanien Ferdinands ergeben, hinaus marschieret, und gebeten, daß sel-bige, zum ewigen gedachtnuß solches sieges und Überwindung desKönigreichs Granada , stets verschlossen gehalten werden möchte;. .... K-N,,nii,pt,urrh von derzeit an ist
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von ihm auf feinem todt-bette an. 6; i zum Nachfolger erkläret/ ...ansehung, daß er ein heiliger mann und von prophetischem ge-schlechte entsprossen wäre. Allein Abubecker, Omar und Osman,oder Othman, zogest das recht der succeßion an sich, und Ali mu-ste in Arabien, worüber er von Mahomet zum Gouverneur gesetztworden, entweichen. Da verfalle er die lehre Mahomets in einbuch, und ließ vielmehr dinge frey als Abubecker und seine gesellen,wodurch er einen grossen anhang bekam. Omar und Osmanschrieben hingegen wider diese auslegung des Ali; und entstundalso ein stetiger Krieg und zwiespalt zwischen den Caliphen vonbevden theilen. Nachdem Osmann gestorben, trachtete Ali sichauf den thron zu schwingen, gestalt er dann auch, nachdem er denMahomet, Osmans söhn, überwunden, durch die Saracenenund Agarenen öffentlich zum Caliphen erkläret wurde; aberMoavia, des Osmans General, sehte sich ihm entgegen, undließ ihn, als er in der Mosquee nahe bey Cufa, an den grantzendes wüsten Arabiens, seine andacht verrichtete, a. c. 659 meu-chelmörderisch umbringen. Wiewol andere melden, daß er voneinem Juden, mit dessen eheweid er zu thun gehabt, aus demwege geräumt worden. Diesem Ali folgen die Perser und Ara-ber in der auslegung des Mahometanischen gesetzes. Sonst hatauch Ali einige bucher geschrieben, welche noch aufbehalten wer-den. siehe Abubequer. Marmel. 1 . 2 . Olenr. reise.beschr. d' Her-holet. p, 89· keg.
Alt/ein söhn Josephs, der, König zu Marocco , von derlinie der Almoraviden. Als er an. mo zur regierung kam,bauete er die vornehmste mosquee zu Marocco und viel herrlichegebaude; setzte an. m 4 hinüber in Spanien, belagerte Toledo ,verheerte das gantze land, und machte eine grosse menge gefange-ne, konte aber der stadt nicht mächtig werden, und muste wegendes winters die belagerung aufheben, da er sich nach Cordouabegab. Das folgende jähr griff ihn Alphonsus I, König von Ara-gonien , dem Pabst Paschalisli, den creutz-zug vergönnet hatte,mit seiner armee, an, und blieb Ali mit 1°°°° mann auf derwahlstatt. Die fluchtigen retmrten sich nach der Darbarey, all-wo sie des erschlagenen Ali söhn, Brahem,zum Könige machten.
Alt Bassa / Solymanni 11, schwieger-sohn und Admiral derTürckischen flotte. Als er an. i;7-> und im unterschiedliche Ve-netianische insuln ausgeplündert, und in Lepanto der Christli-chen flotte, so von dem Juan ck- Austria commandiret wurde, ei-ne schlackt geliefert, wurde er mit einer musqueten-kugel getrof-fen. Darauf nahmen ihm die Spanier alsobald seine fahste, undrieffen victoria. Welches den Turcken ein solch schrecken verur-sachte, daß sie davon flohen. Zwey von Halt söhnen wurdengefangen nach Rom gebracht, woselbst einer von ihnen starb;
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den andern aber schickte man seiner mutter wieder zu, welches»dann Dom Juan mit prächtigen gejchencken beehrte.
Alt Bassa / einer der grösten Capitaine des -7 seculj imOttomannischen reiche. Er hielt sich unter Amurath IV, gegendie Perser so tapffer, daß er ihm seine schwester zur belohnung ver-ehlichte, und ihn zum General seiner armeen machte; hernachlegte er nicht weniger ehre ein unter Ibrahim und Mahomet JV,so, daß der Groß-Vezier, Mahomet Coprogli, gar eifersüchtigdrüber ward, und beschloß, ihm das commando über die armerin Siebenburgen zu nehmen: aber der tod des Ali kam darzwi-scheu, welcher an. 166; im 7« jähr seines alters erfolgte. Hittor.
der Gross- Vezier,
Ali Beg/ ein obrister dollmetscher des Türckischen Sultansaus dem 17 seculo, welcher 17 sprachen reden konte. Er war inPohlen gebohren, und von bannen durch die Tartarn als einscla-ve weggeführt, an die Türcken verkaufft, und von selbigen in ihrerreligion erzogen worden. Sein rechter name war AlbertusBobovsky. Er konte Frantzösisch, Englisch und Teutsch so gutreden, als wenn er aus diesen landein wäre gebürtig gewesen.Man sagt, daß er dem Ricaut zu seinem buche von dem Türckl-scheu staat vieles beygetragen habe; wie er denn auch selbst ver-schiedene schrifften verfertiget , als de Turcorum lirurgia; pere-
grinatione Meccana ; c rcumcisione; aegrotorum visitatione &c.
welche Thomas Hilde ediret hat. Er hat die bibel IN die Türckischespräche übersetzet, welche annoch zu Leyden aufbehalten wird. a>--->
Ali Muley Alcadurbil / siehe Boabdiles.
Altaco / (Petrus de ) ein Cardinal, siehe Alliaco.Aliadora / eine Afticanische insul , siehe Aliola.
Alian / oder Alton / siehe Apion.
Aliavtu, wurde ein Mahometaner, um Caliphe in Persien zuwerden, und ließ sich Sultan Mahomet ben-Argon nennen. Erbauete die stadt Sultania, brachte das land Damascus untersich , und starb. ul6.Ze*«r,»l. 2. c. Z 5 .
Aliatan / König der Araber in Spanien , schickte ums jahr790 eine starcke flotte gegen die Italiänische kusten, plünderteMajorca und Minorca , und bemächtigte sich der insuln Cvrsicaund Sardinien. Allein Carolus m. grieff ihn zur see an,nndmachte mit Alphonso H, Könige in Castilien , ein bundmß, woraufsie Lißadon wieder eroberten, und der Barbaren 60000 mann er-schlugen. Ludovicus pms war gleichfalls wider diesen Mohreu-Kdmg glücklich in unterschiedenen treffen. Er starb an. 8-9 an ei-nem fieber, als er im begriffwar, Barcelona zu belägern, und hiu-terließ 12 söhne und 22 chchtern. Marmoi. 1.2. c. 202, 22.
Aliattes / oder Alyattes / König in Lydien , folgte dem Sa-dvattes A. 191 . ;227, a. C. 757, Olymp.; 4 , überwand die Cimme-rier vermittelst einer anzahl grosser Hunde , so er auf sie loß gelas-sen, und sie dadurch in Verwirrung gebracht. Er besiegte auch dieMilesier,und verwüstete ihr land mit feuer und schwerdt. Nachdemer mit den Meden in die; jähr krieg geführt, machte er mit demKönige Cyarares friede, und verheyrathete seine tochrer Arien«an desselben söhn Astyages .. Er hat nach Eusedii bericht -4 jähr re-giert. Htredot. 1 .1. Eujib. in chron.
Alibaluch, ein insul in dem Caspischen meere, der Persischenprovintz Taristan, und dem einfluffe des Araxis gegen über, ander feite der wüsten von Mokan.
Alibinali/ ein FürstenthumJm glückseligen Arabien, vondem Haupt-orte also benahmt, grantzet an das Königreich OrmuS.
Alicante / eine stadt am mittelländischen meer, im Königrei-che Valencia , mit einem berühmten Hafen wegen der commer-cien, sonderlich mit wein, welcher da herum wachst, und zu zeitc«Könms Caroli I, in Spanien unter den Kayseren Car. V, genannt,von Aeter Simon, welcher vom Rheine aus Teutschland wein-rancken bringen lassen, zu erst gepflantzet worden seyn soll. Die-ier haken liegt an dem fusse eines berges, und wird durch ein star-ckes castell beschirmet, auch ist dabey ein aufgeführter Mole, dar-binter die Darquen sicher liegen, und worauf die waaren ausge-laden werden ; denn der Hafen an sich selbst ist nicht allzu tieff, undlieaendie grossen beladene schiffe meistentheilsaufderrhedc. Dieüadt ist nicht gar groß, aber sehr reich, und mit einwobnern er-füllet Man hält sie vor des Ptolemai und Pomponii Alone. An.I706 den 8 Jul. ergab sich die stadt, und den 6 Sept. das castell anden Könia Earolum m. Allein an. 17--8 IM Dec. muste nch diestadt und an. 1709 im Apr. das castell Philipps V wieder unter-
"'^Aiicata / oder Leccata / eine stadt an der küste von Sicilien ,im val di noto , zwischen Terra nova und Gergenti gelegen, wo-selbst ein starcker korn-handel getrieben wird. Einige glauben, daßdie bey den alten berühmte stadt Gela daselbst gestanden.
Alicur / eine kleine insul im Toscanischen meer, wird zu de»Liparischen gezehlet. \
Alienora' sieheEIeonora.
A//ä'/^eine^stadt im Königreiche Neapoli's, mit einem Diß-tbum unter dem Ertzbischoffe zu Denevent ,in der provintz Lavorv.Es ist der alten Alipha, bey welcher stadt , nach Liv» erzek-tüna Q Fabius die SamMiter in einer schlacht erleget'hat Heut zu tage ist Al.ft ssäst gantz ruin.ret , und der Di-schoff so» sich in dem kleinen dorffe Pedemoute aufhalten.