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fcött

«mee dieses Hertzogs die trouppen von Ptcardie , und würd in dekschlacht bey Azincourt , den as oct. an. 141s gefangen. Er mustelange zeit in seiner gefangenschafft verbleiben, weil er die geforder-ten ;ooo pfimd nicht erlegen kuute, biß er endlich, gegen Versetzungdes bey seinem geschlecht verwahrten stücks von der hirn-schale desheiligen Maugvilli, weyheit erlangte, aus Engelland nach Franck-teich zu reisen, und die begehrte summa zu auslöfung seines Unter-pfands zu überschicken. Sein söhn war Petrus > i. den Philippus,Hertzog von Burgund, als Ambaikadeor abschickte, den frieden mitCarolo V» zuschliessen. Er nahm an. 1449 die stadt Gerberoy weg, begleitete den Konig Ludovicum xi. als er sich die Norman»die unterwürffig machte; das fahr hernach war er bey ihm in derkroderung von Falaise und vielen andern Unternehmungen. Rächrndigung dieses krieges that er dem Hertzoge von Burgund widerdie Genrer gute dienste. An. 145 5 nahm er Jsavellam von Neuf-ville, eine tochter Iohannis von Neufville, zur ehe, mit welcher erviele linder gezeuget. Iacobus, ein söhn Petri u. war an. 1456 ge-dvhren. Ludovicus Xl überließ ihn an. 146; an Carln, Hertzog vonBurgund, als einen braven Lapirain. Es ist von ihm merckwürdig,daß er niemals aus einem gläsern geschirr getruncken, davon ihmnicht die lippen geschwollen und er grossen schmertzen empfundenhatte. Von Peronne, Frau von Ponches und Lizecourt, zeugte erUnter andern Johannen» II. welcher bey Ludovico Xli und Fran«Cisco I in grossengnaden war. Sein vater vermahlte ihn an. 1497mit Francisca d'Encre, stauen von Rouverel, »nd sahe er noch vorseinem lode 7 seiner linder,davon der älteste,Adrianus i.sich in allenkriegen vortrefflich hielt,aber 0.1524 mit Francisco 1 in der schlachtbey Pavia gefangen ward. Er hinterließ 4 söhne, davon der ältesteLudovicus der starcke ums jähr i; 50 gebühren, und bey Johannevon Bourbon,Hertzoge von Anguie», einem briider Königs Antoniivon Navarra,als feinem anverwandten, auferzvgen wnrde. Er ton-te ein Hufeisen mit den Händen in stücken reissen, ein pferd ziemlichweit tragen, und einen ochsen, wo er hin wolte, schleppen. Hierbeywar er sehr geschickt, indein er mit einem steinwurff die thiere mit-ten in dein lauff tödetc, gantz gewaffnet aufein pfero springen, unddemstlben im iauffen zuvor kommen kunte. Er that auch alles wasman an Milvire und anderen vormals so berühinten Griechischenatnietis so sehr bewunderet, als an einem ort stehen, wovon ihne nie-mand wegbringen oder stosscn konnte,den arm so starck ausstrecken,daß ihne niemand mochte biegen, einen finger vor die stirne setzen,welchen es niemanden müglich wäre von dar zu bewegen, rc. Manmachte sich dannenhero von ihm grosse Hoffnung, welche aber dertod unterbrach, indem er in attaquirung der brücke von Nonne inder blute seiner fugend unverheyrathet erschossen ward, als er ebenüber einen grabengesprungcn, und hernach zu allem unglück seinenHelm geöffnet hatte, um die soldatcn zur tapfferkeit zu vermahnen.Seine; brüder haben die; äste ihres Hauses geinacht.Denn Adria-nus n fuccedirte ihm,von dem hernach.Der andere,Johannes,Herrvon Rouverel, war gelehrt, und that viele reisen. Denn er besähedas heilige land, Griechenland, ein theil von Asien und Astica,Ita-lien, Deutschland »nd Engelland,und stifftete den stamm der Herrenvon Rouverel und Caigu, davon der letzte an. 168° gestorben, hin-terlassende einen söhn und ? löchter. Der dritte war Adrian der jün-gere , von welchem die linie der Herren de Laval und Remiencvurtentstanden. Der ältere Adrianus i l. Herr von Bouffers, Caigni,Harcourt und Beauvais , Ritter des Königlichen ordens, war in derschlacht bey 8 .Dmys und Montcontour,schrieb auch unterschiedenefachen, wo 1 nler sonderlich ein werck, darinnen er die neuen und al-ten geschichten gegen einander gehalten.Der Adel in seiner provintz,welcher ihn sehr hoch hielt, schickte ihn an Henricum in, welcher ihnzum Groß-lj»>»ik von Beauvais machte, welche wurde auch bey sei-nen nachkommen geblieben. In den bürgerlichen kriegen hielt er sovest bey diesem Könige und dessen Nachfolger Henrico iV, daßsemhauß und lander durch die von der llgue verwüstet wurden. Er hin-terließ Francifcum 1. Grafen von Boosters , Herrn von Cmgm undHarcourt,G^oß-vLiiiit' von Beauvais und Staats-Rath,der bey Lu-dovico Xiii auf der reise nach Bayonne war. Der Ade> in seinerprovintz schickte ihn anfalle Versammlungen der Stande ab , undan.i 6 ;s befand er sich in der berühmten belagerung vor Casal, wreauch vor Trier . Mit Louise de Henneguin, so er an. 16 ir gehey-rathet, hat er Francifcum I» bezeuget, der sich an. 1640 mit Louisevon Bergueur vermählet, aus welcher ehe Franciscus tii und Ludo-»icus Franciscus (von welchem hernach) gebohren worden. Fran-ciscus tii war Stadthalter von nie de France,und Großmeister vonBeauvais , der aber in der besten blüte seiner jähre den 15 febr. an.1672 starb, und einen einigen söhn, Henricum hinterließ, der ihmaber gleichfals an. 1696 im tobe nachgefolget. Monfireiet, chron.t ’arpeniier hift. du Cambrelis. ßeäejcreß. hist. de France. Leisetmemoires des Beauvaisis, U Merliere antiq· d’Amiens &C. *

Bouflers / (Ludovicus Franciscus, Hertzog von) Graf vonPouches , Herr der Castellaney Milly, w,e auch unterschiedeneranderer Herrschafften, Groß-llaiilit und Erbstadthalter von Beau-vais , u. s.w. Er war ein sohn Francisci, Grafen von Bouflers,Herrn von Caigny, Groß-i^nkt-, von Beauvais , seine mutier aberhieß Louise de Vergucr. Er erwehlte bald in seiner jugend dieprofesson der Waffen, und erlangte darinnen mit grossem rühm sowol der tapfferkeit als des Verstandes die höchsten ehren-staffeln,nebsteiner gar sonderbaren gewogenheit seines Ionigs, LudovlctXlV.An. 1669 wurde er Oorister von dem Königlichen leib-reglmenrdragoner. An. 1073 ward er über die sämtliche dragoner als Ge-neral Colonel gesetzt. An. 1687 erhielt er das Genera'-vouverne.nrenr in Lothringen, Barr und Luxembourg , wir auch in dem di-ftrict an der Saar . An. 1688 im nov. ernennte ihn der Konig zumRitter seiner 3 orden., An. 1692 ward er Obrister von der Fran-zösischen garde; den r? mart. Rarschalt von Franckreich;

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an. 1694 Gouverneur von Flandern und Hennraall \ äst. t 6 y; irrtfept. Hertzog; m>. 17°; imjul. (durch Philippum V) Ritter desguldenen vliesses; und an. 1704 im oct. Capitain von der lcibgarde»An.iügy commandirte er in dem Trierifchen, eroberte den 2; aug.Eochheim ! und erlangte über die Teutschen emige vertheile. An»- 6 ? 1 ,un * bombardirte er die stadt Lüttig, und das folgendejähr den 19 und 2» oct. die stadt Charleroy. An. 169; den 9 jan.eroberte er die vestung Furnes» An. 1695 den 9 jul. warst er sich ittNamur , und als zwey tage darauf dieser ort von dem Könige vonEngelland und von dein Churfürsten von Bayern belagert ward-defenditte er denselben mit solcher tapfferkeit, daß die stadt erst den4 aug. die citadelle aber den r sept. udergieng. Bey vem auszugewaroer, weil die Frantzosen milder ganzem zu Dennst und Dir-mllyden wider die kriegs- regeln gehandelt, in arrest genommen,nach wenig tagen aber wieder auffteyen ftiß gestellet. An. 169?un jul. hielt er vier unterschiedene conferentzen mit dem Grafen vonPortland , wodurch der gründ zu dem bald daraus erfolgten friedengelegt ward. An. 1693 im sept. commandirte er unter, dem Hertzogevon Burgund das bey Compiegne formirte campement. An. 170»commandirte er unter eben diesem Hertzoge die armee in den Liie--derlanden. An. 1708 beschützte er auseine so rühmliche art die vonben Alllirten belagerte stabt und citadelle zu Ryssel, baß die erstere(welche den 1; aug. rnftstirt worden) sich erst den 2; oct. die letztereaber den y dec. ergab. Zu belohnung besten erklärte ihn der Könignoch m wahrender belagerung zum Pair von Franckreich. An. 1691t>en 17 feyt. er sich init Catharinen Charlotten, einer toch-

ter Antonii Caroli, Hertzogs von Grammonl, von welcher ihm gc,bohren worden i) Louise Amoinette Charlotte,den i. oct. an. 169442) Antomette Hrppylyte den r; sept. an. 1695; ;) Antonius Caro-lus Ludovicus, Gras und nachmaliger Hertzog von Bouflers, den1; dec. 1696; 4) Charlotte Julie, den 10 jul. an. 1698; s) Cachesnne Berthe , den ri sept. an. 1702 ward an. 1717 vermählet an^oiepyum Cantelmi, Printzen von Pettorano, einen söhn des Nea-politanischen, Hertzogs von Popoli ; 6) Marie Ioftphine; 7) JosephMurre, Graf von Vtilly, und nachgehends Hertzog von Bouflers,den aa may an. 1706, der sich an. 1721 mit einer tochter LudoviciNlcolai, Hertzogs von Villeroi vermählte. Er starb an. 1711 den izaug. zuFontainebleau. Unter den gnaden-bezeuguugen,so er von sei-nem Könige einpfangen,ist auch diese nicht zu vergessen,daß ihm undallen seinen nachkornmen erlaubt worden, die standarten, so die 6«.neral-Colopels von den dragonern,nnd die sahnen,so dieLoioneis vettder Frantzos. garde in ihren ivapen zu füyreir befügt sind - beständigihrem geschlechts-WUpeN beyzufügen. Ktat dela France , Merc.bijsr.*

Bougt/ (Marquis de) siehe Reverend (Johannes de Bougi.)

Bouhrn/oder Lourn/eine Frantzösische rnsul aufdemOceano.zwischen den küsten von Poitu und Bretagne . Sie liegt rinterhalbdem einfluß der Loire , zwischen Garnache lind der tnful Noirmou--stier. Es ist auch ein flecken dieses namens in Franckreich in der pri»vrntz Forets an dem fluß Lignon,da sich gegen morgen die grosse ebe-ne von Forets, gegen abend aber die gebürge von Auvergne gegenThiers befinden. Es ist einer von den besten flecken des landes, derim 16 seculo in den innerlichen kriegen sehr viel erlitten hatt \

Bouhours e (Dominicus) ein gelehrter Jesuit, der sonderlichwegen seiner netten fchreib-art «n der Frantzösisthen spräche bekanntist, wurde zu Paris ums jähr 1627 gebohren, und trat im 16 jährseines allere in die societät. Man vertraute ihm anfangs die unter-ste classe der Parisischen schule, welche verrichtung er aber wegenimmer anhaltenden kopff-schmertzen aufgeben muste. Hierauf stu-dierte er 4 jähr theoiogiam zu Bourges , und kam nachgehends zuden Printzen von Longueville, selbige zu unterrichte», deren vaterein solches vertrauen auf ihn gesetzt, daß er auch in seinen armen ge-storben. Nachgehends wurde er nebst einigen andern Jesuiten nachDünkirchen geschickt,der garnison daselbst als ein Geistlicher vorzu-stehen , auch den einwohnern eine gute Meinung von der Frantzosi-schen nation mit beyzubringen; er kam aber wiederum nach Paris ,indern der Staats - Secretarius Colbert ihn zu austrziehung seinessohns, des Marquis de Seignelai, der im Iestiiter-coiiegio zü Paris studirte, erwehlet hatte. Er that sich auch mit einigen schriffken her-vor , und erlangte dadurch die bekandtschafft der gelehrtesten leute.Unter denselben war sonderlich der damalige Ertzbischoffvon Am-brun, welchem zu gefallen er das leben Petri d'Aubusson schrieb,der aus dem geschlecht dieses Prälaten entsprossen. Mit demP. Maimbourg, mit Menagio, mit den sogenannten Iauje-nisten und andern gelehrten hat er einige streitigkeiten gehabt;da alle theile mit ziemlich harten tind groben schelt-worten um sichgeworffen, die meisten cenfuren aber hat er sich durch seine entretien*d’Ariiie & d'Eugene erweckt, sintemal er in dem gespräch sur iebei efprit nicht allein der Frantzösische» nation den preiß fite allenandern beygelegt, sondern auch von theils der übrigen sehr verächt-lich geschrieben, weswegen nicht allein Johann Friedrich Eramer,Preußischer Regierungs-Rath »m Hertzogthum Magdeburg, »m·

oicias nominis Germanici contra obtre’ctatores quosdam Gallos*

an. 1694 heraus gegeben; sondern es hat auch der autor des senfi-

mens de Cleanthe lur les entretiens d'Ariste & d’Eugene $ Chevreat»

in seinen pensfees ; Johannes Braunius in seinen ielectis sacris bb.;.und andere ihr Mißvergnügen an tag geleget. Da man danngestehen muß, daß obfchon BoUhours ohne einige fattsame erkannt-nuß der fach, und also gewiß falsch aellrtheilet, dannoch nicht allediese autores am wenigsten aber der letztere , lhme recht geantwor-tet. Dann da Bonhours das solide denen verletzten-Nakionen ge-lassen, und nur eine gewisse artigkeit und senk, so die Frantzofeitbrillant nennen, denenselden hat streitig machen wollen; so hatteman denc gantz aus andern gründen dcstreiten sollen, als durchvorwerssuug allerhand künstlicher ersindungen rühmliches thaten^»'tlhcitt Leer 3 «