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Largum ,1, Lüneburg vermählt wordm, Gertraud aber einesBurggrafen zu Nürnberg gemahlin soll gewesen seyn. Diesöhne waren : 1.) Johannes III. welcher dem »artet in der re-gierung folgte,und Alberto veZsneri wider dessen söhne beystand.Er starb an. 1303. ohne erben von seiner gemahlin einer Gräfinvon Catzenelnbogen zu hinterlassen. 1.) waldemarus I. wel-cher seinem bruder succedirte, und den 7. sept. 1319. mit rode ab-qienq, nachdem ihm Agnes, Marggrafs Hermanni zu Branden burg tochter, Helenam und Catharinam gebohren, davon jene anHenricum .juniorem zu Braunschweig -Grnbenhagen, diese abererstlich an Magnum Torquatum, Hcrtzog zu Braunschweig , undhernach an Albertum, Hertzog zu Sachsen , verinählt worden.3.) Conradus, Ritter in Preussen; 4.) Otto, welcher nach demtobe seiner gemahlin Helenä aus Braunschwetg , ein Tempel-Herr ward, und an. 1308. starb. Obgedachten Conradi kindervon seiner vierten gemahlin waren Henricus und Hermannus,davon der letztere Bischoss zu Havelberg gewesen , der erste aberwurde der Marggraf ohne land genennct, und bekam endlichLandsberg , worauf er an. 1318. starb. Seine mit Agnes vonSangerhausen erzeugte kinder waren : i. > waldemarus II.welcher an. 1319. seinem vetter Waldemaro I. in der regierungfolgte, mit den Mecklenburgern krieg führte, und an. >322. mittode abgieng. 2.) Johannes IV. welcher seinem bruder an.1322. in der regierung und tode folgte. Er hatte fich erstlich mitJngelburga, aus Mecklenburg, und hernach mit Helena aus derLaußnitz vermählet, hatte aber von beyden keine kinder. 3.)Sophia , (Agnes) welche ihrem gemahl Maano Pio zu Brauu-fchweig ihr mütterliches erbtheil Sangerhaustn, Landsberg undPetersberq zubrachte. Also gieng mit Johanne IV. der Afcani-iche stamm der Marggraftn aus, odschon kurtz vorher noch 19.Marggrafen gelebt, und auf einem Convent zu Ratenau sichwegen ihres schmalen crdtheils beschweret Nun wollte zwarAlbertus .Junior, Fürst von Anhalt, in der Marck Brandenburgfolgen, weil er von Alberto Urso herstammte, auch von Wal-demaro I. schon zum nachfolget erklärt worden war , und die«ventual-huldigung eingenommen hatte; aber der Kayser Ludo-vicns Bavarus belehnte damit seinen ältern söhn Ludovicuman. 1329. obschon die wenigsten Fürsten damit zufrieden waren.Die Pommcrifchen Hertzoge hatten die Ucker-Marck an fich ge-rissen, allein es ward ihnen von dem Kayser auferlegt, nicht nurdieselbe wieder zu restiluiren, sondern auch ihr gantz land vonBrandenburg in lehn zu nehmen, worüber es zum kriege kam,darinnen die Bayern etliche mal, sonderlich an. 1334. beydemCremmer-damm, geschlagen worden, und fich an. 13^8. durchden Franckfurtischen vergleich ihrer prätension begeben müssen.Auch hat Ludovicus fast mit allen seinen übrigen nachbarn zuthun bekommen, sonderlich mit Henrico dem Löwen zu Meck-lenburg, der Waldemari eydam, und daher ein kompetent derChur gewesen. Am ineisten aber hatte er Verdrießlichkeit mitdem falschen Waldemaro. Ja er war der fache so üderdrüßig,daß er an. 1349. die Chur seinem bruder Ludovico dem Rö-mer abtrat. Weil dieser nach seines vatkers tode die Reichs-insignien noch in Händen hatte, erlangte er durch deren gutwil-lige übergäbe von Carolo IV. die belehnung und ruhigen besitzdes landcs, und der Ehur-würde. Erstarb an. 1366. ohne kin-der. Sein bruder und erbe Otto, Hertzog von Bayern , verkauf-te an. 1373. das schöne erbtheil an feinen schwäher CarolumIV. vor 200000 Ungarische gülden, womit thm kaum die strickean den glocken bezahlt worden, wie der Bayerische LudovicusBarbatus sagte. Er aber machte sich vor das geld mit einermüllers-frau in Bayern lustig, und so war die Chur zwar aufden dritten erben gekommen, aber nicht bey ihm geblieben. Ca-rolus IV. nahm also die Marck in besitz, und hielt sich eine gu-te zeit zu Tangermünde und Arneburg auf, welche schlösset erwieder aufgebauet haben soll, und brachte das land in ziemlicheruhe. Bey seinem tode an. 1378. setzte er seinen iüngern söhnSigismundum zum erben der Marck ein, der aber das landwossnicht mit äugen gesehen , und weil er geld nöthig hatte, sichin Ungarn veste zu setzen, wo seine gemahlin Maria, die erbindes Reichs, von den unruhigen Land-Ständen gefangen gesetztworden war, so versetzte er an. 1388. dasselbe an seine vettern,Jodocum und procopium, Marggrafen zu Mähren , welcheden Adel sehr mächtig werden liessen, so daß nachgehends Chur-fürst Friedrich viel mühe gehabt, ihnen die verpfändeten schlöf-fet wieder zu entreissen. Diese Marggrafen führten auch kriegemit den Hertzogen von Lüneburg und Mecklenburg, wodurchdas land sehr verwüstet worden, und etliche örter als Kötzen undSnackenburg gar von der Marck abgekommen, die ob sie schonmitten in derselben liegen, doch Lünedurgisch sind. Mit denMecklenburgern muß sich Jodocus in der güle vertragen haben,indem er Johannein III. zu Stargard , 51» seinem Statthalter inder Marck machen wollen, der aber von dem Grafen zu Rupingefangen genommen, und eine geraume zeit verwahret worden.Worauf denn Jodocus seinem schwieqer-sohn, lvilhelmo demeinäugigen, Marggrafen von Mcissen, das land übergeben, vondem es Sigismundus an. 14, 1. da er von Jodoco Mähren er-erbet, und Kavser worden, wieder eingelöset, und Burggraf Fri.dericnm VI. von Nürnberg zum Statthalter gesetzt, welcher an.1413. die gantze Marck nebst der Chur , theils durch geld, theilsdurch seine Verdienste von dem Kayser erhalten, und auf seinespäte nachkommen gebracht. Dieser Fridericus nun gelangtean. ^417. M Chur-würde, und starb an. 1440. nachdem er
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mit Elisabeth, HertzogS Friderici zu Bayern tochter, 4. föh«und 6. tochter gezeuget. Die töchter waren : r.) Elisabeth,Ludovici II. Hertzogs zu Liegnitz gemahlin ; 2.) Cäcilia, Wil-hetmi Bellicofi Hertzogs zu Lümdurg gemahlin ; 3.) Mazda,lena, eine gemahlin Friderici des frommen, Hertzogs zu Lü-neburg ; 4.) Margaretha, vermählt oder nur verlobt mit Al-berto, Hertzoge zu Mecklenburg, einem söhne Königs Alberti inSchweden , «vorauf sie sich mit Ludovico Gibhofo, Hertzog inBayern , und hernach mit ihrem Hofmeister, Martin von Wel.densels, vermählet. 3.) Dorothea, eine gemahlin HenriciPin-guis, Hertzogs zu Mecklenburg; 6.) Barbara, Johannis desletztern Hertzogs zu Oppeln gemahlin. Von den söhnen ver-gm'lgte sich der älteste, Johannes der Alchymist, mit demBurggrafthum oberhalb gebürges, und starb an. 14S4. nach.dem ihm Barbara, Rudolphi III. Churfürsten zu Sachfen loch.ter, nebst einem söhn Rudolpho, der im 9. monat gestorben,4. töchrer gebohren, von welchen Dorothea an 2. Könige inDänemarck, Christophorum III. und Christianum I.; Barbaraan Ludovicum Gonzagam, Marggrafen von Mantua ; Magda«lena erstlich an Joachimum, Hertzog in Pommern zu Stettin ,und hernach an Wartislaum zu Barth; Agnes aber an Bo-gislaum IX. Hertzog in Pommern , vermählt worden. Einigenennen gedachte Magdalenam Elisabeth, und geben ihr zumandern geinahl, Marggraf Ludovicum zu Mantua . Der an-dere söhn Friderici I. war Fridericus II. mit den eisernenZähnen, welcher fti der Chur folgte, und an. >471. starb,nachdem ihm Catharina, Churfürst Friderici Bellicofi vonSachsen tochter, nebst Johanne und Erasmo, so jung verstor-ben, Margarctham und Dorotheam gebohren, davon jene anBogislaum X. in Pommern , diese aber an Johannein IV.Hertzog zu Lauenburg , vermählet worden. Der dritte söhn Fri-derici I. war Albertus Achilles , von dem gleich hernach, undder vierte Fridericus der feiste zu Tangermünde , welcher an.1463. sein leben beschloß, und von Agnes, Hertzogs BarnimiVIII. in Pommern tochter, 2. töchter hinterließ , davon Mag,dalena mit Eitelfrieden IV. (V. > Grafen zu Hohcnzollern, Agnesaber mit Georgio, Fürsten von Anhalt, vermahlt gewesen, wie-wol andere dieses letztere von ihrer mutter berichten. Alber-tus Achilles oder Mysies , folgte seinem bruder Fridcricv II.in der Chur . Er Erwählte sich an. 1443. mit Margaretha,Marggraf Jacobi zu Baden tochter, nnd nach deren an. 1437.erfolgten, tode an. 1438. mit Anna, Churfürst Friderici II. zuSachsen tochter, von welchen beyden gemahlinnen er 19. kin.der gezeuget: Die erste gebahr ihm 3. söhne, von denen Johan-nes der grosse in der Chur gefolgt, Friedrich und Wolfgangaber jung gestorben; und so viel tochter, davon Ursula anHen«ricum, Hertzog zu Oels , und Elisabeth an Eberhardum II. Her.tzog zu Würtemberg, vermählt, Margaretha aber mit Caspar»,Pfaltzgrafen zu Zweybrück, verlobt worden, sie gieng aber zumHof ins kloster, und ward Aebtißin daselbst. Mit der andern ge-mahlin zeugte Albertus 8 . töchter und 3. söhne. Von den töch.tern starben Anna und Magdalena jung, Dorothea ward Aebtis-sin zu Bamberg , Aemilia oder Amalia aber ist an Caspar«,Pfaltzgrafen zu Zweybrück, Barbara an Henricum X. Hertzogzu Glvgau, Sibylla an Wilhclmum III. Hcrtzog zu Jülich, Eli-sabeth an Hermannnm, Fürsten zu Henneberg-Römhild, undAnastasia an Wilhelmnm VI. Fürsten zu Hennebcrg, vermahltworden. Von den söhnen starben ihrer 3. jung, Fridericus Se>nior aber bekam das Fürstenthum Anspach, und nach seines dru.ders Sigismundi tode auch das Fürstenthum Bareuth. Jetzt«gedachter Fridericus Senior, von welchem die ältere Fränckischeund Preußische linie herstammte, zeugte mit Sophia, Königs So*simiri IV. in Polen tochter, 17. kinder, nemlich 7. töchter und10. söhne. Von den töchtern sind Elisabeth und Barbara jung,Margaretha aber unverheurathet gestorben; Sophia ward anFridericum II. Hertzog zu Liegnitz , Anna an Wenceslaum III.Hertzog zu Teschen, Elisabeth an Erncstum, Marggrafen zu Ba-den, und Barbara an Georgium, Landgrafen zu Lcuchtenberg,vermählet. Die söhne waren i.) CasimirnS zu Culmbach oderBareuth, welcher mit Susanna, Hertzogs Alberti IV. in Barerntochter r 3. töchter nnd 2. söhne gezeugt. Don den töchtern starbCatharina jung, Maria ward an Pfaltzgraf Fridericum III. undCurnaunda an Carolum, Marggrafen zu Baden, vermählt. Vonden söhnen starb Fridericus glcrchfalls jung, und Albertus AIci-biades, so dem vatler in der regierung folgte, starb ohne erben,womit also diese linie wieder ausqieng. 2.) Georgius der from-me zu Anspach hat 3. gemahlinnen gehabt. Die erste war Bea-ttix, BernarlsivonFrangipan lochtet, Johannis Hunniadis desUngarischen Königs wittwe, welche an. 1324. in kindes-nothcnstarb. Die andere, Hedwig, Hertzogs Caroli zu Münsterberg tochter, gebahr ihm Annam und Sabinam, davon jene an Chri-stophorum, Hertzog zu Würtemberg, diese aber an JohannemGeorgium , Churfürsten zu Brandenburg , vermählt gewesen.Mit der dritten, Aemilia, Hertzogs Henrici zn Sachsen-Frepbergtochter, zeugte er nebst Barbara, die blödsinnig ward, und Catba «rina Dorothea, einer gemahlin Henrici von Plauen, Burggrafenzu Meissen , Georgium Fridericum , welcher nebst dem gantzenMarggrafthnm in Francken, und Jägcrndorff, auch die admini»strakion von Preussen bekam; er starb aber an. >6«;. ohne er-ben , ob er sich gleich zwey mal, nemlich mit Elisabeth. Margrgras Johannis in Cüstrin. und Sophia, Hertzogs Wilhclmi zuLüneburg tochter, vermählt gehabt. Albertus, von dem
hernach.'