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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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drr tapset* moHtoisort/ welcher sich in den kriegen in Pi-

cardie, Bretagne und Italien bekannt gemacht, auch bey den

«öniaen Carolo VIII. und Ludovlco XII. Cammer-Herr gewe-^n Er stardan. Antonius I. Vicomte von Clermontund Tallard, hatte verschiedene kinder, darunter Ludovicus ,der jhm nachfolgete; Bernhardinus, Vicomte von Tallard, vondem hernach; Antonius, der an. 1498. zum Ertz - Bischoff zuVienne erwehiel worden, darinnen sich ihm aber der CardinalFribericus de St. Scverino entgegen setzte. Er starb zu Lvonden 6 nov. an. i?° Ludovicus, Vicomte von Clermont, zeu,qete Äntoiiium II. der an. is;o. starb, und nebst einigen loch-en Claudium hinterließ, welcher aber an. 1540. unverheura-thet starb. Bernardinus von Clermont, Vicomte von Tal.lard , war Rath und Cammer-Herr bey dem Könige LudovicoXU. und hatte viel kinder, darunter merckwürdig AntoniusIII. sein Nachfolger; Gabriel, welcher an. 1*26. Bischoff zuGap ward, weil er sich aber den Protestanten geneigt bezeugte,an. i;;6. abgesetzt wurde; Iulianus, Herr von Toury , (lamm.vatler der Baronen von Toury ; Theodorus Johannes, Bi-schoff zu Sees an. und hernach an. 15?,. Vice-Legat zuAvignon , rc. Antonius III. erster Graf von Clermont, rc. wur-de an. 1^4. Lieutenant-General des Königs in Dauphine, undhernach in Savoyen . An. 1547. erhub der König Clermontzu einer Grafschafft, und an. teer. machte er ihn zum Groß-meister über die waldcr und flüsse in Franckreich. Von seinensöhnen starb Claudius an den blessuren , die er in der schlachtbey Moucontonr empfangen , und Henricus succedirte ihm;dieser wurde Gouverneur von Bourbonnois, Ritter der Kö-niglichen orden, rc. und starb in der belagerung von Röcheltean. i;?;. Sein söhn Carolus Henricus, Grafvo» Clermont,Ritter der Königlichen orden, starb an. 1640. zu Ancy le Franc,und hinterließ verschiedene kinder, sonderlich Franciscum seinenNachfolger, Rogerium, Marquis von Crusy, Carolum Henri,cum, Hertzog von Luxemburg , durch die heurath mit Marga-retha Charlotta, Hertzogin von Luxemburg , mit welcher erzeugte Magdalenam Bonam Charlottam Claram von Cler-mont , Hertzogin von Luxemburg, die an. 1661. an Franci-scum Henricum von Montmorency, de» berühmten Hertzogvon Luxeinburg, Marschall von Franckreich, rc. vermähletwurde, und an. 1701. im 60, jähre ihres alters starb. Fran-ciscus von Clermont, Graf von Tonnerre, General der Kö-niglichen armeen, und Ritter seiner orden, starb den 24. sept.an. 1679. im 79. jähre seines alters. Unter seinen lindern istmerckwürdig Jacobus, welcher ihm succediret, und an. 1632.gestorben ist, nachdem er Franciscum Josephum gezeuget, in-gleichen Franciscum , der an. 1661. Bischoff zu Noyon worden,und an. 1701. gestorben, von welchem unten. Rogerius vonClermont, Marquis von Crusy, der andere söhn Caroli Hen-rici, starb au. 1676. und hatte viele kinder gezeuget, daruntereinige sowol am Hofe als im kriege ansehnliche stellen bedienet,Antonius auch Bischoff zu Frejus gewesen. Ohne diese jetzt«erzehlte ist auch noch berühmt Mainfredns von Clermont, Grafvon Motica , Admiral von Sicilien, ein vatter der Constantia,mit welcher ffch an. 1,90. der König Ladiülaus von Neapolisund Sicilien vermählet: nach dessen absterben fle Andreamvon Capua , Grafen von Altavilla , geheurathet. Es ist auchin Spanien eine familie von Clermont, welche von dieser her-zustammen vorgiebet, gleichwie auch die Barone von Mont St.Jean in Savoyen. Levoir , tablegeneal. de laMais. deClerm.Chorier , hist. de Dauph. Sammarth. Du Cbene. Godefroy.

* Clermont, (FrauciscuS von) Bischoff und Graf zuNoyon , Commenthur über die Königlichen orden, und einerder 40. Mitgliedern der Französischen Academie, war einbru-drr Francisci von Clermont Grafen von Tonnere, rc. undzu Mairie-Vignier. Da er zu einem mitglicd der bemeldten Aca-demie aufgenommen worden, verwunderte man sich , daß er,ohngeachtet feines adelichen geschlechts und der gemeinlich ge-haßten hohen einbildung des Adels, wegen der Verdiensten ih-rer grossen Voreltern, (damit derselbe meistens aufgeblasen ist)dennoch den platz eineS abgestorbenen unadelichen Mitgliedsannehmen wollte. Dieses veranlaßte den Abt von Comartin,welcher ihn angenommen hat, folgendes zu ihm zu sagen:Wann die stellen eines Französischen Academici nur nach derwürde derjenigen , die sie besessen haben, abgemessen würden,so hätten wir ihnen den platz, den sie nun angenommen haben,nicht antragen dörfen, und vielleicht auch dieselben selbstennicht so viele bewerbe ihn zu erhalten gezeigt, als sie gethanhaben rc. Er hat übrigens eine stiftung für die Poeten ge,macht. Dieser Bischoff wollte, daß ein Canonicus von seinerkirche ihm den schweif bey den proceßionen nachtragen sollte,das Capitul zu Noyon aber protestirte wider diese Neuerung.Fourcroy redte für das Capitul, und sagte, der schweif desBischvffs zu Noyon sey ein comete, dessen böse ausflüsse sichüber die gantze Gallicanische kirche ausziehen wurde, wannman nicht ein geschwindes Mittel darwider wüßte. Ein Mönch,welcher diesem Prälaten einige Theses dedicirte, besuchte ihn,ehe er sie drucken liesse', und fragte ihn, ob er die titnlaturrecht gesetzet habe? Pater , (antwortete der Bischoff) es ist«in haupt-artickul darinnen vergessen worden , und machte ihnnoch darzu setzen : Viro in Scripturis potentissimo. , Er arbei-tete ncmlich eben damals an einem Commentario über die H.Schrift, und scheuere sich nicht davon zu rühmen, daß er m

diesem werckr Schrift-stellen und streit-puncten erkläre und er-örtere, welche die Alt-vätter selbst niemal recht verstandenhätten. Er wollte auch seiner vermeynten gliten einfallen we-gen bewundert seyn. Da AI. Mascaron, Bischoff von Agen,die leichen - rede Francifco de Harlay, Ertz - Bischoff« vonParis , unter dem vorwand der Unpäßlichkeit nicht thun wollte,sagte der Bischoff von Noyon zu ihm : Mein Herr, sie lagendie rechte ursach nicht, die Materie ist eben etwas unkomm,lich. Einsmals besuchte er den Hertzog von Mazarin ; dieserbegleitete ihn bey seinem abschied bis zu seiner kutsche, und dader Prälat hinein steigen wollte, fiele Mazarin auf die knie,und begehrte den fegen von ihm: der Prälat entschuldigte sichseines kleides wegen, welches nicht Bsschöfflrch wäre, und thätesein möglichstes, um den Hertzog aufstehen zu machen; daaber Mazarin sich nicht wollte abwendig machen lassen, spracher: Nun dann, da sie es so sehr verlangen, so geb ich ihnendann meine compaßion, welches ein abgeschmackter einfail war.Diese familie der Herren von Clermont rühmet sich, daß eingewisser Seboldus von Clermont, welcher Burdinum einenGegen-Papst von Rom verjaget, und den rechtmäßigen PapstCalixtum II. auf den thron gesetzet, von dem Päpstlichen stuhtdeswegen die Päpstlichen schlüssel zur belohnung bekommen ,und ihm und seinen Nachkömmlingen durch eine bulle erla«,bet worden sey, dieselben in ihren gefchlechts-wapen beyzube-halten , und diese denck-zeilen darum zu setzen: Etiamfi opor-tuerit nos mori tecum, non te negabimus. Aber diese bulleist nirgend gesehen worden, und ist auch kein glaubwürdigerscribente da, der davon einige Meldung thut. Die schlüssel, wel-che das Haus Clermont in ihren wapen führet, kommen vondem Delphinatischen Worte Glar , welches einen schlüssel bedeu«tet, her , und man findet in der Chambre des Comptes zu Paris ein document, da das insicqel nur einen schlüssel führet. Ehedie Herren von Clermont die Päpstlichen schlüssel ihrem wapenbeyfügen lassen, führten sie die sonne und einen silbernen bergdarinnen, welches wiederum von ihrem nahmen hergekommen,da die klarheit der sonne die erste filbe, und der berg die zweytesilbe ihres geschlecht-nahmens ausdrücket. Franciscus Clermontstarb an. 1701. seines alters 72. jähr. Amelot de la HouJJdye ,memoires tom. II,

Clermont, ein flecken in der provintz Aniou, davon die indem nachfolgenden artickul beschriebene adeliche familie den nah.men führet.

* Clermont, ein adeliches geschlecht in Anjou, so von ei,nem nahe bey la Fleche gelegenen land - quthe den nahmenfuhrt, und sich in verschiedene äste vertheilt. Robertus vonClermont lebte zu ansang des Xll. ikculi. Ludovicus wardes Königs Renati von Sicilien Cammer-Herr, und starb an.1477. Sein söhn Renatus , Herr von Clermont und Galle -rande , Vicc-Admiral von Franckreich, und Gouverneur vonHonfleur , starb an. i?2;.und verließ: r.) Ludovicum. r.)Renatum, von dem die Herren von St. Georges und Mar-quis von Renel abstammen. ;.) Franciscum, Herrn vonFraves, der an. 1;;;. in Italien umkam, und Helenam,die schöne de Fraves genannt, verließ, welche an Antoniumvon Aure vermählet warb. 4.) Claudium von Toulongeon ,dessen einige tochter Charlotta mit drey gemahlen keine kinderzeugte, worauf ihr vetter und erbe Philibertus, Graf vonGrammout, den nahmen und das wapen von Toulongeonmit dem seinen vereinigte. Ludovicus, der unter Francifco I.Maitre dHötel war, zeugte mit Renata, einer tochter Johan-nis von Amboife , Herrn von Bußi, Georgium und Jaco-bum, von welchem letztern die Herren von Bußi - Ambosseherkommen. Georgins war ein vatter Georgii II. MarquiSvon Gallerande, welcher Henricum I. zeugte. Dieser verließHenricum II. dessen söhn ohne nachkommen verschieden; Geor-gium , Grafen von St. Aignan in Maine, dessen söhn N. derGraf von Clermont genannt, an. 1702. zu Mantua an de-nen in einem gefecht mit den Teutschen empfangenen wun-den verstarb, und X. von Clermont, Grafen von St. Aignan,verließ; und Ludovicum, Baron von Meru, der mit der er»bin des Hauses Loudon X. der Ritter von Clermont genannt,der an. 169;. bey Neerwinden blieb, und Carolum Levnorumzeugte. Dieser starb an. 171*. und verließ Petrum Caspa»rem, Marquis von Clermont und Gallerande, Ritter der Kö-niglichen orden, Brigadier über die dragoner, Baillif vonDole, und des Hertzogs Ludovici von Orleans Ober-Stall-meister , so sich mit Gabriela, einer tochter Gadrielis Claudiivon O, vermählet, und noch an. 17;;. gclebet; inaleichenLudovicum Georgium, Grafen von Clermont, Miesere decamp bey der Infanterie, und X. Ritter von Clermont. Desobgedachten Ludovici von Clermont dritter söhn, Jacobus, be-kam von dem Cardinal von Amboise , seiner Mutter bruder,Bußi und Saxefontaine mit der bedingung , daß er den nah,men und wapen von Amboise-Bußi annehmen sollte. Von fei,nen kindern sind merckwürdig : i.) Ludovicus von Clermonkd'Amboise, Herr von Bußi, le Brave Buifi genannt, wel-cher an. 1579. auf verbotenen liebes-wegen umgebracht ward;2.) Hubertns, Herr von Moigneville, der an. r; 77. bey derbelagerung von Jssoire blieb; ;.) Carolus, von einigen Geor«gius genannt, ein vatter Caroli, der Henricum von Clermonkd'Amboise, Baron von Bußi, verließ, welcher an. 1627. in ei-nem duell von Francifco von Rosmadec, Grafen der Chapelles,

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