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«enennet wird. Herodotus hält Cnidus für eine cvlonie der
Lacedämonicr. Heroä. üb. I. &c.
iniost , König der Gothen oder Scythen, gieng unter derregierung des Decii über die Tanais oder Donau , verwüstetedjc Thracischcn acgenden, und griff mit einer armee von 70000.mann die stadt Eustherium in Nieder - Mösien an. Nachdemer von dem Gallus, der hernach Römischer Kayser ward, zu-rück getrieben worden, schlug er mit dem jungen Decio, den eran. 250. in die flucht jagte, und Philippopolis einnahm, wonach Ammiani bericht tooooo. menschen umgekommen. DerKavstr Decius kam diesen provintzen zu hülffe, schlug die Go-the», und nahm ihnen alle den gemachten raub wieder ab, wardaber von ihnen, da er ihnen den weg über den Donau - strömabgeschnitten, und sie also zum treffen genöchiget, woran sei-nes Nachfolgers Galli verratherey viel schuld soll gewesen seyn,überwunden und nebst seinem söhn erschlagen ; wiewoi die ge-schicht-schreiber wegen der umstände und des orts von diesemtreffen sehr von einander unterschieden sind. Sonderlich willJornanbes, der einige, so des Cniva mit nahmen gedencket,daß die beyde Decii, vatter und söhn, in einer schlacht vonden Gothen seyen erschlagen worden. Eben dieser Jornan-des thut auch Meldung eines Cnividas, der König unter denGothen, und des Geberichs uranherr gewesen, Zoßmus, lib. I.cap. 2;. Ammianus Marcel ], lib. XXXI. cap. 5. JornemA.rcr. Gothic. *
* (knöffelius, (Andr.) gebürtig aus Bautzen , war Kö-nigl. Polnischer Rath und ßeib^Medicus, wie auch Bürgermei-ster zu Marienburg, und starb an. 16;8. den 24. dec. im lagervor Thoren. Man hat von ihm Methodum medendi febrcs;Arcana & ipeciosa Remedia Antarthritica ; Epistola de Podagracurata &c. ingleichen viele sonderbare Oblervationes, welchejn den Ephemsridibus Xaturse Luriosorum stehen. GelehrtesPreussen, II. 4.
* ssnolleniu s, (Adam Andr.) war zu Wirfchnitz an. 1Ü74.den ir7 fept. gebohren, und studirte zu Rostock , Coppenhagenund Jena , worauf er an. 1701. Diaconus zu Fürth bey Nürn berg worden, und an. 1714. den 18. febr. gestorben. Er hatin manuscript unterschiedene zu den Hebräischen alterthüm-mern gehörige lchsdiastnata Hinterlassen. Man findet auch inden Unschuldigen Nachrichten viele feine excerpta von derRabbinischen literatur , welche von ihm herkommen.
ssnophius, (Andreas) oder Rnopff, war zu Cüstrin inder Marck Brandenburg gebohren, und stund anfangs derschule zu Treptow in Pommern nebst Johanne Bugenhagio vor.Als aber an demselben orte wider die Meß - Priester zu St. An ton ein tumult entstanden, und solches der Bischoff sehr übelempfand, begab sich Cnophius nach Riga zu seinem bruder Ja-cobs , der ein Canonicus daselbst war , und wurde gar baldzum Prediger an der kirche St. Petri bestellet, da er denn son-derlich die lehre von der rechtfertigung allein durch das verdienstChristi triebe, doch die alten ceremonien damals noch beybe-hielte. Dieses geschahe an. 1522. Im folgenden jähre aberfieng Sylvester Tegetmeyer , der von Rostock nach Riga gekom-men war, an, in der kirche St. Jacobi heftiger wider die bil-der in den kirchen und dergleichen zu predigen; dannenhero dasvolck nicht lange hernach selbige aus den kirchen heraus schaffte,auch so gar die leichen-steine nicht mit frieden ließ. WoraufLutherus an die zu Riga geschrieben, und sie von der freyheitund dem gebrauche der äufferlichen ceremonien unterrichtet. Esist also Cnophius der erste gewesen, welcher die Lutherische lehrezu Riga gcprcbiget. Er war sonst auch ein guter Poete, undhat sowol einige Psalmen als andere geistliche gesänge in Teut-sche verse gebracht, und selbige mit geschickten melodeyen bele-get. Cbytraus , ehr. Saxon. lib. X. f. 381. leg. Adam. vit.Theol. Germ. p. 17. Sculteti annal. Evang. p. lrZ. 129. Se-ckendorffii hist. Lutheran,. lib. 1 . §. 110. 139. &c. Freher.theatr'. p. 102.
* ssnopus, stammte aus dem geschlechte des AtheniensischenKönigs Codri her. Als er in dem zug begriffen war, die stadtErythra einzunehmen , und von dem Oraculo befiehl erhaltenhatte, eine Priesterin der Hecate mit sich in das seid zu fuhren,ward ihm eine, nahmens Chrysame, zugegeben. Diese soll diekraffte der trauter wohl verstanden, und einen stier mit solchengefuttert haben, welche sowol das thier selbst, als alle, dievon seinem fleisch essen wurden , unsinnig zu machen fähig wa-ren. Sie vergöldete auch demselben seine Hörner, damit es dasansehen haben möchte, als wenn er zum opfer bestimmet wäre.Als nun der stier aus wüth , die er von seiner nahrung bekom-men , ausriß , und unter die feinde lief, nahmen diese solchesals eine gute bedelitnng an, und opferten denselben ihren göt-tern, äffen auch nach damaliger gewohnhcit von dem opser-fleisch.Aber die schädliche würckung äusserte sich an ihnen bald, indemsie anstatt auf den feindacht zu haben, nichts thaten, als sprin-gen , tantzen zind schwärmen ; daher es denn dem Cnopo garleicht ward, selbige zu überwinden, und die stadt einzunehinen.Dieser Cnvpus ist endlich von einigemseiner Ministern, die dasregiment zu Erythra an sich ziehen wollten, auf einer reise nachDelphis ins meer geworffen, und ersauft worden. Folyanw,
strateg. VIII. 43. Athen aus , VI. 14.
€0, oder £oa, £00$ oder £00 , eine instil auf dem Ar-chipelago in Asien gegen die küsten von Caria zu, welche son-Histor. Lextam II. Theil.
derlich deswegen berühmt ist , weil Hippocrates, Apelles undeme gewzffe jungfrau, nahmens Pamphila, so den gebrauchder seiden-würmer erfunden , daselbst gebohren worden. Vonden einwohnern dieser insul lerneten solche Nutzung gedachterwürmer nachgchends ihre nachbarn, und von diesen die übri-gen völcker. Die Türcken nennen diese insul Stanco oderSlanku , wiewol sie gemeiniglich >mt dem nahmen Longo be-leget wird; wie sie denn auch eme also genannte stadt hat, wel-che Halicarnasso gegen über nahe bey Cnidus und der insulValmosa liegt. Vor alters ist sie wegen ihres reichthums undihres fruchtbaren bodens , auch wegen des weltbekannten tem-pels Aesculapii sehr berühmt gewesen, worinnen eine überauskünstlich ausgearbeitete statue der Venus war, welche zur zeitdes Kaysers Augusti nach Rom gebracht wurde, wofür derselbeden einwohnern dreser insul den Ehrlichen tribut von ioo. mim-ten erließ. Diese msul gehörte vor diesem den Rhodiser-Riltern,anjetzo aber ist sie in Türckischen Händen, und wrrd fast nur vonTürcken bewohnt. Es giebt daselbst eine menge von öl, körn,daumwolle, Honig, citronen und wein, welcher sonderlich ingrossem Überfluß ist. Die einwohner sind gesunde und starckeleuthe, und legen sich nur auf die see-räuberey. Strato, üb.XIV. Arifiotel. hist. anim. lib. V. c. 19. Plin. Ptolemaus. Ro-bert. voi'age du Levant.
* (£0, oder Ti-£o, der sechste König in China , welcher demChuenchiot nachfolgete. Die geschichte melden von ihm, daßer seinen Nachfolgern ein sehr böses beyspiel gegeben, indem ervier weiber genommen , und eben so viel söhne von ihnen ge-zeuget. Er bestieg den thron nach der zeit-rechnung der Chine-ser 243;. rahr vor Christi geburt, und regierte 70. jähr. Mar.
tinius, histor. Chinar. Fault Pezromt antiq. temp.
ssoa, ein fluß in der Portugiesischen provintz Ha los montes,welcher dem Durio seine und des Pinhels unterwegs empfange-ne Wasser gegen der stadt Torrs de Non Gorvo über zustellet.
Coimertar, delic. p. 713. *
COACTOR , war zu Rom ein bedienter von denjenigen,welche über die auctiones gesetzt waren, und bekam ein gewissses , daß er das geld vor die verauctionirte fachen eintreibest mu-ste. Er wird auch Mit dem Zusatz Coactor Argentarius und Au-ctionarius genannt. Salmaßus , de usuris p. 497. 498. Fi-tifeus.
ssoama £oanza, siehe £uama.
* ssoanginpussao, eine Chinesische gottheit, welche un-ter der figur eines weibes, so ein kind in den armen hat, vorge-stellet wird. Zuweilen geben sie derselben wol bey hundert ar-me , und machen sie gräßlich wie eine fürte aussehen. Insge-mein ist das fundament, worauf sie stehet, eine grosse und of-fene blume, wie eine artischocke gebildet. Die Chinesischen Le-genden lichten von dieser göttin , daß sie eine jungfer sey, undder götter begierde, die sich öfters in sie verliebet, und ihrekeuschheit versuchet haben, niemals erfüllen wollen, sondernsie sev allen Nachstellungen heidenmäßig entgangen. Vor andernhat der unglückliche gott Foe sie lange zeit vergeblich geliebet,und sind beyderseits deswegen vielfältige und seltsame Verwand-lungen unterlauffen. Jn der provintz Fokien ist eine brücke,von welcher man folgende abentheurlichc geschichte erzehlet:Die Wasser (sprechen sie) fielen vor zeiten mit grossem wallenvon den hohen gebürgen in das unten liegende flache land einergewissen gegend , und machten nicht nur die wege unbrauch-bar , sondern die wald - wasser bedeckten zum öftern die selbermit steinen, und nahmen gantze Häuser samt leuthen und viehelender weise hinweg. Die geplagten Unterthanen wollten zwargerne brücken bauen, die wege zu erhöhen, und dämme, die wal-lenden bäche abzuhalten, imd ihre selber zu bedecken, sie bors-ten aber dieses kostbare werck nicht unternehmen, dieweil sie diemitte! nicht hatten, dasselbe auszuführen. In diesem Un-glück rüsten sie ihre gottheiten um rettung an. Coanginpussaoallein ward durch ihre thränen erweichet, erbarmte sich diesergeplagten Menschenkinder , und stiege deswegen in gestalteiner wunder-schönen jungen dirne hinunter auf die erde.Ihre sthönheit war so ausbündig, daß in kurtzer zeit allesumliegende volck von vielen meilen herum davon rühmenhörte, und dieses wunder zu besehen in menge zusammenliefe. Also fand die göttin bald unzehliche anbäter, welche(nicht wissend, daß sie eine göttin wäre) sich an dieselbewagten, und ihre verschiedene absichten auf sie derselben of-fenbarten. Sie aber blieb auf ihrer Hut, und unterhieltedie verliebten sterblichen mit vielerley aufzögerung in ihrer lei-denschafft. Endlich versprach sie, sich demjenigen zum preisedarzugeoen , welcher sie mit einer gewissen gattung kupfernengelbes, so damals den lauf hatte, treffen könnte. Diese be-dingunq schiene allen verliebten zu leichte zu seyn, daß sich nichtein jeder den preis davon zu tragen sollte wagen dürfen. Siewarfen deswegen alle das geld in solcher menge auf sie zu ,daß, so es nicht eine gottheit gewesen wäre, sie unter der gros-sen last desselben unstreitig hätte erliegen müssen. Allein siewußte alle würfe, die unzehlich nach ihr gethan wurden, mitsolcher geschicklichkeit und schneller bewegung auszuweichen,daß sie diesem geld - Hagel nicht nur leichtlich entgienge, son-dern ihre sterblichen liebhaber ihrer einfalt wegen zu verla-chen die freude hatte. Der gute Foe, welcher indessen die-
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