woselbst er hernach Bürgermeister gewesen, und an. i;86. den-4. jan. gestorben ist. Sandrarts Teutsche Academie, P. II.üb. III. c. 4. Freher. &c. *
Cranaus, ein König zu Athen, succedirte dem Cecrops A.M. -546. und regierte 9. jähr, ihm folgte Amphictyon A. M.
2555. Eusebius , in chron. Julius Afneanus.
Cranborne, oder Lramborn, ist der nähme i.) einesgrossen und schönen waldes in dem nord-östlichen theile der En-gelländischen Grafschafft Dorset ; 2.) eines in derselben gegendliegenden Hundreds oder landstrichs; 3.) einer kleinen stadt,welche in dem jetztgedachten Hundred gelegen ist. Der KönigIacobus I. hat an. 160$, Robertum Cecil, Baron von Men-don , zum Vice-Grafen Cranborne erklärt , welche würde,nebst dem höhern titul eines Grafen von Salisbury , auf dessennachkommenschafft fortgepflantzet worden. Cambdms Britann.
Beevereü, delic. de l’Angl. p. 681.
* Cranbrouk, eine kleine stadt und marckt in der GrafschafftKent, wo die gegend Surrey-Lath heisset, bey dem Ursprung desPuffes Meedway, 44>Engl. meilen von Londen . Dißim.Angloh.
Cranenburg, eine kleine stadt in dem Hertzogthum Eleve,1. meile von der Haupt-stadt dieses nahmens westwärts gelegen.Sie soll der Alten Burginalium seyn , allein Sanson setzet die-sen ort, wo jetzo Schenckenschantz liegt , welchem auch Altin-gius beypsiichtet.
* Cranendonck, eine alte Baronie, nebst einem schlösse,in dem Holländischen Brabant, an den grentzen des StiftsLüttich, nahe bey der kleinen stadt Hamont und eine starckemeile von Weert gelegen. Ehemals hat sie den Herren vonCuyk, und hernach denen von Schoonvorst zugehöret, welcheletzter» sie über 200. jähr besessen. Von diesen kam sie an.1460. durch kauf an Jacobum , Grafen von Hornes. Des-sen söhn gleiches nahmens überließ sie an. 1482. an Fridcri-eum von Egmont, Herrn von Jsclstein, worauf sie endlichAnna von Egmont , Maximiliani, Grafen von Äüren undLeerdam , tochter, ihrem gemahsWilhelmo, Grafen von Nas-sau, zugebracht. Nunmehro gehöret sie, vermöge des an. 17;2.mit dem Könige in Preussen getroffenen Vergleichs , dem Für-sten von Nassau-Dietz. Butkens , troph. de Brab. tom. II.p. 97. supplem. tom. II. p. 9.
Craneveld, (Franciscus) Rath im grossen Rath zu Mecheln ,war gebohren zu Niemägen aus einer adelichen familie inGeldern. Nachdem er das Jus Civile studiret, wurde er DoÄorzu Löven, hierauf Penbonarius zu Brügge , und endlich mach-te ihn der Kayser zum Rath zu Mecheln , woselbst er den 4. oct.an. 1564. starb. Als er schon über 60. jähr alt war, erlernteer noch die Griechische spräche, und begriff selbige so begierig,daß er des Procopti 6. bücher de iEdificiis Justiniani Imp.; dreyHomilien St. Bastln, rc. aus dem Griechischen ins Lateinischeübersetzte. Mir aus , in elog. Belg. Adam. in vit. JCt. Germ.Andr. bibl. Belg. &c.
Cranganor, ein Königreich in der Indianischen halb-insuldisseit des Ganges an den küsten von Malabar, nebst einer stadtgleiches nahmens. Vor diesem gehörte es den Portugiesen ,als welche fast das gantze land unter sich gebracht hatten. An-jetzo ist die stadt in Holländischen Händen, welche sie den 15. jan.an. 1662. erobert. Die grosse vestuna ist starck und bequemgenug, und liegt eine viertel stunde den fluß hinauf, an dermündung des flusses aber ist eine kleine schantze Palipost ge-nannt. Das Königreich Cranganor aber, welches südwärtsan Cochim und nordwärts an Calicut grentzet, ist dem Königevon Calicut unterworffen, hat aber einen eigenen König, wel-cher nicht weit von der vestung seinen sitz hat. Unter den ein-wohncrn sind viel Thomas-Christen, und hat man seit an. 1607.darinnen in der stadt Angema ein Ertz-Bißthum aufgerichtet.
Jarric ■ lib. VI. c. 14. Govea , progres de I’Egl. liv. II. c. 29.Ba/dai Malabar.
(sransac, ist ein ort und berühmtes bad bey Villefranche inGuienne, welches im majo und septembri starck besucht wirb.Das Wasser führet schwefel, und dienet wider das magen-undlenden-wehe. Es quillet aus 2. quellen Herfür, welche nur 6.schuh weit von einander sind. Der berg, aus dem sie entspringen,dünstet unaufhörlich. Oben auf der quellen sind etliche hölen,darinnen man zu schwitzen pflegt. Pigauiol de la Force , nouv.descr. de la France tom. IV. p. 452. *
Crantor, ein Griechischer Philosophus und Poet, wurdezu Soli in Cilicien gebohren. Er verließ sein vatterland , wo-selbst er in gutem ansehen war, begab sich nach Athen , undhörete daselbst, nebst dem Polemone, Xenocratem. AlsPole-mon in der Academie im ausgang der CXVI. Olymp. A. M.3668. A. C. 361. folgte, hatte derstlbe die ehre, Crantorem,der sein Mitschüler gewesen, unter seinen discipeln zu sehen. Die-ses war ihm um so viel rühmlicher, weil Crantor von jederinanfür tüchtig gehalten wurde, daß er selbst dociren konnte, sogar, daß als er sich einsmals wegen Unpäßlichkeit nach dem tem-pel des Aesculapii begab , sich viele leulhe bey ihm einfanden,die in der meynung stunden, daß er daselbst eine schule auf-richten würde. Arccsilaus , sein guter freund , begab sich auchzu ihm, aber in der adsicht, eine recvmmendation an Polcmonemvon ihm zu erhalten,welches Crantor so gar nicht übel aufnahm,daß er auch nach wieder erlangter gesnndheit sich selbst vonneuem unter die schüler des Polemonts begab. Im übrigen
war er einer der vornehmsten von der Platonischen secte, auchder erste, der über den Platonem Lommentsrio» geschrieben.Ingleichen hat er einen tractat de Consolatione verfertiget, dervon den Alten hochgeschätzet wurde, aber gleichfalls nicht vor-handen tst. Er starb an der Wassersucht, da er noch nicht garzu alt war, und verlreß seine güther dem Arccsilao. Dioge».Latrt. üb. IV. Cicero, lib. I. & II. Tusc. qusst. de Oratorelib. III. &c. Proclus, in Timaeum Platon. lib. I. Meurfii bibl.Grasca. Bayle.
Crantz, siehe Rranyius.
Craon, eine kleine stadt an dem flusse Qudon, in der land-sthafft Anjou, gegen die grentzen von Maine und Bretagne ,welche an. 1562. in den innerlichen kriegen viel erlitten. Vondiesem orte hat das geschlechte der in der Französischen Historieberühmten Baronen von Craon den nahmen bekommen. Tbum.üb. XXX.
Craon, (Petrus de) war aus jctztgedachtem geschlechte derBaronen von Craon entsprossen. Er hielt es mit Ludovico vonAnjou, von welchem er, als dieser Printz sich in Italien auf-hielte, nach Franckreich geschicket wurde, geld und succurs ihmbringen zu lassen. Allein, an statt daß Craon seine reise hättebeschleunigen sollen, hielt er sich bey dem frauenzimmer zu Ve-nedig aus; und weil Ludovicus von Anjou lange gewartet,ohne einige Nachricht von ihm zu erhalten, starb er von Verdruß.Weil nun Craon hieran schuld war, drohete ihm der Hertzog von Berry feinen Untergang, dem er aber in ansehung seinervornehmen gcbnrt und tzines reichthums entgieng; welches un-ter der regierung Caroli VI. an. 1384. und an. 1392. geschehen.Nachmals verfiel er bey dem Hertzoge von Orleans in ungnade,und weil er dafür hielte, daß der Connetable von Franckreich,Olivier de Clisson , ihn darein gebracht hatte, wollte er ihnan. 1391. den 14. jun. zu Pariserstechen. Es starb aber derConnetable nicht von den empfangenen blessuren, sondernließ dem Craon den proceß machen, da denn seine güther con-fisciret und dem Hertzoge von Orleans eingeräumet, sei» hauszu einem kirchhofgemacht, und seine lust-häuser niedergerissenwurden. Also konnte er sich alleine nur salvtren, da er sich zumHertzog von Bretagne retirirte, welcher ihn auch bey sich be-hielt. Etliche jähre hernach nahm ihn der König selbst aufbittedes Hertzogs von Orleans wieder zu gnaden an. Mezeray , enl’abr. chronol. in Carol. VI.
Crapone, ein mit fleiß ausgegrabener canal in Provence ,welcher aus dem fluß Durance, 6. oder 7. meilen von feinemeinflusse in die Rhone , in einen andern arm dieses flusses nichtweit von dem flecken Äiguieres, und endlich in das meer vonMartiguez gehet. Er hat den nahmen von einem Edelmanne,Adam von Crapone, welcher dieses werck angegeben und aus-geführet. Dieser canal dienet aber nicht zu den fchiffahrten,sondern nur zu den mühlen und zur wänerung des landes.
Crapons, ein geschlecht in Franckreich , ist ursprünglichaus Pisa in Italien , und hat es gar sehr mit dein Hause Anjougehalten. Fridericus Crapone folgte dem König Carolo Vlll.da derselbe im begriff war, das Königreich Neapolis unter sichzu bringen, und ließ sich hernach in Franckreich nieder. Seinsöhn Wilhelmus, zeugte Adamum und Fridericum. Jener hatden zuvor gedachten canal an. 15$8. zu stände gebracht. Erwollte auch die beyden meere von Franckreich mit einander ver-knüpfen , daß man ohne umschweif aus einem in das anderekommen könnte, zri welchem ende ihm Henricus II. gewisseCommissarios zuordnete. Allein da diese das werck zu befördernanfiengen, wurde Crapone im 40. jähre seines alters zu Nantes in Bretagne mit gift vergeben, wohin er von dem Könige ge-sandt worden, eine citadell, welche man auf einen üblen grün-de aufzuführen angefangen, zu demoliren. Beucht, hist. deProv. L’Hcrmite , Tose. Franc. &c.
* Erashaw, (Richard) gebürtig von Cambridge , nahm dieCatholifche religion an, und wurde erstlich bey einem Cardi-nal zu Rom Secretarius, hernach aber Canonicus zu Loretto,allwo er a». 1650. gestorben. Er hat Lateinische und Englische,sonderlich aber geistliche getichte, unter dem titul: Stufen zumTempel, Londen an. 1648. in 8. geschrieben. Wood.
* (trasnahorca, Crasnaharcka, ein vestes castcll in Ober-Ungarn , unweit Rosenau, welches an. 1366. von Schwendi erobert worden. Wie denn auch dasselbe an. 1678. die Malcon-tenten eingenommen, und hernach an. 1685. im junio derKayserl. General Schultz es wiederum mit accord erobert; daer denn die garnison , so nicht dienste annehmen wollen, abmar-schiren, diejenigen aber, so sich ergeben, das jurament abstatten
lassen. Zeilltri Hungar. per St übel. II. p. 409.
* Crasnostow, oder Rrasnostoro, Crasnistaro, Cra-nosta, Cranostow, Cranlstaw, tat. CranoBavia, eine stadtin Roth-Reuffen, in der Woywodschafft Chelm, am fluß Vepre.Sie ist mit mauren umgeben, hat einen schönen und gantznach neuer Manier auferbaueten pallast, allwo der BischoffvonChelm jetzo residiret. Nahe bey dieser statt wurde der Ertz-Hcrtzog Maximilian von Oesterreich, den man zum KönigreichPolen bcruffen hatte, von der Zamoislischcn factwn geschlagenund gefangen.
* Craßitius, ( Lucius) von Tarento , nahm den zunah-men Pansides an, und war übrigens aus eurem frevgclas-senen geschlecht, welche man familias libertinas nennete, so sie
kurtz