chomene geweyhet worden, und worein sich, nach der Poetengetichte, die Gratien zu baden pflegten. Serv. in Virgil.
)fcidalius, (Valens) gebürtig aus Wittstock in der MarckBrandenburg. Sein vatter war ein guter Mathematicus , ihmaber frühzeitig durch den tod entrissen. Weil er von jugend aufeine sonderbare liebe zu der poesie hatte, fo verfertigte er unter-schiedliche Lateinische gctichte in feinem 17. und 18. jähre/ da-von man einige in dem 1 . theil der deliciarum Poetarum 6er-manorum findet. Hiernächst war er dem Studio Critico fehr zu-gethan/ und hat fchön im 17.jähre fleiß angewandt/ den Plautumzu emenäiren. Fast um diefelbe zeit hat er auch angefangen denApulejnm auf gleiche art durchzugehen. In welchem jähre ereigentlich die Oration de Vera carrninis Elegiaei natura & consti-tutione gemacht / kan man nicht gewiß fagen / doch halt mandavor / daß sie in den jähren, da er sich zu Rostock , Helmstadt und auf andern Academien aufgehalten, von ihm geschriebenworden. An. i zyo. reifete er mit Daniel Rindfleifch oderBu-cretio, einem gelehrten Breßlauer, nach Italien / und hielt sichdafelbst in die3. jähre auf. Ob er nun gleich allda zum östern/und sonderlich in Rom kranck war / hinderte ihn dieses dochnicht / mit vielen Gelehrten, als dem Io. Vinc. Pinello, An-tonio Riccodono, Hier. Mercuriali und andern bekanntschafftzu machen, ingleichen auch notas criticas in Senecam Tragi-cum, Tacitum', Symmachum, Manilium , Arnobium, Te-rentium , Ausonium , und noch andere authores classicos zuverfertigen. An. 1591. gab er dergleichen notas in VellejumPaterculum zu Padua heraus, welche, ob sie gleich von anderngerühmet wurden, gefielen sie doch ihm selbst nach diesem garnicht, und noch weniger, als sie im folgenden jähre in Franck-reich nachgedruckt wurden, da er an statt valens, vincen-tius genennet ward. Nachdem er an. 139;. aus Italien wie-der zurück kommen, hielt er sich bey Bucretio zu Breßlau auf,machte feine Animadversiones in Curtium, welche an. 1594.zu Franckfurt ans licht traten, er dedieirte sie dem Breßlaui-schen Bischoff Andrea von Jerin, der ihm diese mühe mit einergüldenen kette belohnete. Nach diesem ergriff er den Plautum,bekam aber wegen der bekannten im ansang des 1393. iahrs zuFranckfiirt edirten Dissertation : daß die weider keine menschenwären, viele verdrüßlichkeit, weil er vor den authorem dersel-ben angegeben ward. Worinnen ihm aber zu viel geschahe,indem er sie nur zum druck befördert, und dem Verleger feineranimadversionum in Curtium deswegen gegeben hatte, ihm denan diesem Verlag erlittenen schaden zu ersetzen. Jedoch dessenungeachtet kamen viele theologische schriften wider ihn heraus,und bey einer gasterey soll ihn das frauenzimmer mit den kellernso lange geangstiget haben, bis er die erklarung gethan: daß siekeine menschen waren, weil sie unter die Engel gehöreten. In-dessen da er keine beförderung finden konnte, nahm er die Catho-lische religion an, und erhielt in der schule zu Neisse das Recto-rat. Hier arbeitete er zwar fleißig an herausgebung des Plauti,es überfiel ihn aber der tod in eben demselben 1393. jähre den23. may, da er 28. jähr alt war. Sind also die divinationesund interpretationes Rautime , die Gruterus dem VI. theilseiner Lampadi criticae inseriret hatte,ein opus posthumum. Vonder art seines todes sind unterschiedene meynungen; einige mel-den , er sey bey dem Umgang einer proceßion in wahnsinnigkeitverfallen, und solle kaum nach Hause seyn getragen worden, alser verschieden. Andere machen ihn zum selbst-mörder, so aberbeydes falsch; sinteinal er mit gutem verstände auf dem betteverstorben, wie sein bruder Christianus Acidalius in der vorre-de zu den raren episteln des Valentis Acidalii, die zu Hanau an.1606. gedruckt sind, berichtet. Thuart. lib. CX1II. TeiJJier,eloges tom. I. p. 230. Barthii advers. lib. L. c. 9. Placcius ,de anonym. Baillet , jugement für les Poetes, n. 1346. & desenfans celebres. Bayle.
* Acidalus, ein brunnc in Campanien, mit welchem sichdie leuthe an ihren äugen zu curiren pflegten. Unh. Lexic .
* Acidula, der nähme eines gewissen Wassers, in der land-schafft Lynccstis in Macedonien, welches die trafst soll gehabthaben, diejenigen, so darvon zu sich genommen, betrunckenzu machen. P'.inim , H. N. 11 . 103.
Aciero, siehe Acerno.
Acila, ein vorgebürge und eine stadt in dem glückseligen Ara-bien , beym Plinio Ocila, und beym Ptolemäo Ocelis ge-nannt ; anietzo heisset es Capo Celi, und liegt 40. Spanischemeilen von Mecha.
* Acila, ist der nähme desjenigen orts in der insul Sicilien,allwo Marcellus den Generalen Hippocratcs auf das Haupt ge-schlagen hat. Plutarck. in vit. Marcell.
* ACILIA LEX, wäre ein von Manio Acilio Glabrione,als sslibuno Plebis A. U. C. 652. wider die des Peculats schuldi-ge , gemachtes Römisches gesetz, trafst welches die beklagte, ineinem sitz, entweders sollten losgesprochen oder verdammet wer-den , ohne daß ihnen einige Hoffnung übrig bleibe, die fach auf-zuschieben oder besser zu untersuchen. Eden dieses gesetz erlau-bete denen anklägcrn alle briese, es möchten solche in öffent-lichen oder sonderbaren angelegenheiten geschrieben worden seyn,wann sie nur einige beweisthümmer wider den beklagten enthiel-ten, gültig auszuweisen. Cicero in Verrem, action. 3.
tirilier, ACILIA GENS, war eines von den Römischenbürgerlichen geschlechtcn, welches zwar seinen Ursprung gleichvielen andern aus Troja und von Aenea wollte herleiten, als
wovon uns Herodianus in der Historie des Kaysers Pertinax be-richtet ; indessen aber später als alle andere Römische geschlcch-ter, die sich gleichen Ursprungs rühmeten, zu ehren kam, wel-ches jedoch dadurch ersetzet,ward, daß es hernach in nicht vielmehr als 100. jähren 5. Bürgermeister und einen Triumphato-rem zehlete. Es rheilete sich in 2. linien, in die Glabriones undin die Balbos. Von den Glabrionibus war M. Acilius C. F.der erste, so A. U. 537. A. M. 3787· A.C. 197. CuruletnMagi-ftratum erhielte, und als Bürgermeister A. U. 363. A. M. 3793.A. C. 191. den Syrischen König Antiochum bey dem engen paßThermopyle in Thessalien aufs Haupt schlug, und die Aetolicrbezwäng, triumphierete, hieraufdastemplumRetatiszuRombauete, und seinem vatter die erste vergoldete bild-säule daselbstsetzte. Sein groß-enckel oder ur-enckel M. Acilius AI. P. hat alsBürgermeister A. U, 640. A. M. 387°· A. C. 114. das gesetz depecuniis repetundis gegeben , auf welchen legern Aciliam sichCicero so oft in Verrinis actionibus beruffet. Wir haben vondiesem geschlecht 7. müntzen übrig, alle m der zeit geprägel, daentweder Rom lediglich unter seinen Bürgermeistern stunde,oder da noch ein ziemlicher theil des alten annoch daselbst freyenRömischen standes übrig wäre, (nummos Confulares) welchesalso von dem ansehen der Aeiliorum ein guter beweis ist. Un-ter den Kaysern sind auch 6. Glabriones Bürgermeister gewesen,als unter dem Dvmitiano M. Acilius Glabrio A. C. 91. U. C.844. mit dem M. Ulpio Trajano, welcher auch wegen des an-genommenen Christlichen glaubens A.C. 93. A.C. 848. ein Mär-tyrer worden. Ein anderer M. Acilius Glabrio war mit dem
K. Commodo A. C. 186. U. C. 939. Hürgermeister, und erlan-gete von dem folgenden Kayser Helvio Pertinace das lob, daßer der vortreflichste unter allen Patrieiis sey, und der herrschest!der gantzen weit würdig wäre. Von den Balbis ist M. Acilius
L. E. A. U. 604. A. M. 3834· A.C. 130. zuerst Bürgermeistergewesen. Sonsten soll noch zum unterricht deren, so die Rö-mische fachen etwas genauer verlangen zu wissen, gemeldet wer-den, wie der in diesem geschlecht so gemeine vornähme AI', so wieer aufdenen alten müntzen und stein-schriften erscheinet, keineswegs Marcus, sondern Manius muß gelesen werden. Livm,XXX. XXXI. XXXVI. XXXVII. Herodia ». Cicero in Verr.act. Asconim. Valeriut M. lib. II. c. 1 . Plin. VII. 36. Ant.Augußimu. F. Urßnw. Rieb. Stremius, de famil. Rom . Patin.famil. Rom. ex numm. *
Acilino, oder Acilius, ein fluß in Sicilien bey Marsella,welcher sich bey Capo Coco ins meer ergeußt. Alberti sagt, daßes derselbe fluß sey , welchen Ptolemäus Acithius nennet.Allein andre behaupten, daß es 2. unterschiedene flüsse seyn,welche neben einander fliessen, und daß der letztere heutiges ta-ges Birgt genennet werde.
* Aciltsene, ist derjenige theil des grösser» Armeniens , wel-cher zwischen dem berg Taurus und dem Euphrat , so lang dieserfluß von osten gegen Westen lauffet, gelegen ist. Sa/mas in Solin .
Acilius, (Cajus) ein behertzter soldat unter Iulii Cäsarisarmee, der in einer see-schlacht bey Marjeille, als rhm die rech-te Hand, womit er ern feindliches schiff angehalten, abgehauenworden, dennoch mit der lincken sich auf den schiffs-bord ge-schwungen , und mit seinem schilde alle, die ihm zu nahe ge-kommen , zurück getrieben. Sueto».
. Acilius, (Marios Acilius Aurevlus) ein schäfer aus Da-cien, gieng unter die soldaten, und hielt sich so wohl, daß erGeneral über die reuterey wurde. An. 260. schlug er den In-genuum unter Galliens , warf sich aber unter eben demselbenan. 261. wie Pollio, oder 267. wie Zonaras will, in Illyricnzum Kayser auf. An. 262. schlug er Marcianum, und tödteteihn nebst seinen kindern , worauf dessen gantze arince zu demAcilio übergieng, und das folgende jähr bekriegte er den tnran-nen Postumum, ließ ihn aber mit fleiß entwischen, damit derkrieg noch länger währen möchte. Zu ende des jahrs 267. er-klärte er sich öffentlich wider Gallienum, von den: er folgendesjähr in Mayland belagert ward. AIs es mit ihm mifs äusserstekommen war, schrieb er einen brief unter Gallieni nahmen,und richtete dadurch eine verräthcrey wider denselben an, dar-in» er vor Mayland erschlagen wurde. Als Claudius II. dem-selben nachfolgete, wollte Acilius gerne zum alliirten angenom-men seyn; allein Claudius setzte den krieg wider ihn fort, lindmachte ihn in einer schlacht zum gefangenen; allwo er nachge-hende von den soldaten erschlagen worden, ob sich schon Clau-dius darwider setzte, der ihm auch ein grabinahl aufrichten ließ.
Treb. Pollio , in 30. tyrann. & in vita Gallieni & Claudii . Zo-naräi. Aurel. ViHor. Zosimm , lib. I.
Acilius, ein fluß, siehe Acilinc».
)lcilius, ein Poet, siehe Aquilius Severus.
* 'Acilius Butas , wäre Prassectus Prastorii , und nach-deme er all das seinige aufgezehret hatte, kaine er zli Tibcrio, er-kannte seinen fehler, und entdeckte ihme die grosse noth, in dererer sich befinde. Der Kayser antwortete ihine hierauf nichts an-ders, als: Seriös O Buta experrectus es : C) Butas, du erwa-chest gar zu späte. Scneca stellet in seinem 122. brief dicsinButam vor, als einen mann, welcher das tages - licht flöhe,und nichts als den schein der fackeln und kertzen leiden konnte;dadurch er auf das unordentliche leben des Butä deutet.
* Acilius Glabrio, wäre Quaestor Provincialis , im jährU. C. 352. und Tribunus Plebis A. U. C. 337. Es wäre solches
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