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* Acra , ein hoher berg in Jerusalem , welcher etwas niedri-ger als der berg Zion lag. Man glaubet,er habe fernen nahmenvon der vestung, (*V-) welche Antiochus Epiphanes dar-auf gebauet, um die ftadt im zäum zu halten, auch zu sehen,was in dem tempel vorgienge. Judas Maccabaus , nachdemeer den tempel wieder eingenommen, fienge schon an , die ve-stung zu bloquiren. Allein Simon eroberte sie, erst lang her-nach , ante Christ. 142. Als die Christen sich Jerusalem bemäch-tigten, bauete man auf diesem berg ein Haus,,oder vielmehreine herberq für die Pilger, welches den Rittern übergeben wur-de , die daher sich, wie einige meynen, Iohanniter von Acragenennet. Re/and. Paltest, lib. 111 . I. Maccab. I. & XIII. Jo-seph. A. J. XII. 7. Prideaux.
* Acra , stadt und vorgebürg Italiens in dem sogenanntengrossen Griechenland , ward sonsten auch Japygium und Sa-jentinum geheißen. Heutiges tages aber wird es Capo dr SänMaria genennet. Siehe Salentini. Übrigens gedencken die al-ten Geographi einer grossen anzahl städte oder vorgeburgen , soden nahmen Acra getragen haben; als inNcgrepvnt,inScythien,in Cypern,in Syrien nähe bey Antiochia,in Acharnaniä,in (stet*lien, in Chersoneso Taurica , in dem Europäischen Sarmaticn,und in Africa . Plin. lib. III. c. 11. Vtolemaus. Strabo , &c.
* Acrabata , eine derer vornehmsten städte im halben stam-me Manasse , von der die gantze gegcnd Acrabatana heisset.
I. Maccab. V.
* ACRABATANUS, ein see in Ethiopien nicht ferne vondem fluß Estamene oder Lastabore. Die einwohnere dieser ge-gend warben von einer unglaublichen menge fcorpionen, fürdenen es unmöglich wäre sich genugsam vorzusehen, gezwun-gen solche zu verlassen ; und dahero ist diese gegend sehr oftdas scorpionen-land genennet worden. Bochartus stehet m de-nen gedancken, es komme dieses Wort her von dem HebräischenWort welches im Hebräischen, Chaldäischen, Syrischen,Arabischen und Ethiopischen einen fcorpionen bedeutet. NachPtolcmäo haben die Griechen sehr oft einen theil Asiens , dasland der fcorpionen genannt, wegen der grossen menge dersel-ben , st) sich da besindet. Stephanies. Ptolemaus. Bochartus , inHieroz. part. post. lib. IV. c. 29.
* Acrabathena , ewe stadt in Iudaa über Samarien hin-aus , im stamme Iuda , zwey weilen von Jerusalem , joje-phus, debell. Jud. Piinius, H. N. V. 14.
* Acrabim, ein grosses gebürgt in der grentze Iuda, soseinen nahmen daher hat, weil ein berg auf dem andern in ge-
f alt eines scorpion-schwantzes liegt. Num. XIII. 4. Hojsmanniex. Univ.
* Acracames, bey andern Anacpndaraxes, ein König inAssyrien , und vatter des Sardanapali. Eusebius , chron.
* Acracanus, oder wie ihn andere nennen Narraga,Baarsares, Maritas, ein arm von dem Euphrat gegen Cu-pha zu, welchen Nebucadnezar verstopfet. Eusebius , prsp.
Evang. IX. Bochart. Phaleg. I. 8-
Acradina, siehe Achradina.
* Acra , welches Ptolemäus , Acreä , AntoninusAgra, nennet, eine stadt Siciliens, denen Syracusanernehemals zuständig. Livius , XXIV. ;6. SUius Italic. XlV.v. 206.Einige sagen, daß diese stadt jetzo Acremont genennet werde.Fazellus aber meynet, es seye Palazzolo. ciuverius, Sicil. ant.x. ???*
* Acraa, eine weibs-person, deren vatter soll der fluß Aste-rion , die schwestern aber Euböa und Prosymna gewesen seyn,sie wird zu denen ;. nmrieibus oder ammen der Junonis ge-rechnet , und soll insonderheit der berg Acräa in Euböa dennahmen von ihr ehemals zu ihrem andencken bekommen haben.
PauJ'an. Corinth. c. 12.
* ACRiEt, wurden alle diejenigen gottheiten genennet, dieman auf hohen bergen, und auf selbigen gelegenen schlössernverehrete, und daselbst ihre tempel befindlich waren , wiedn^alai , dergleichen göttinnen genennet wurden. Spanhem.ad Caüim. hymn. in Jovem , V. 82.
* Acräpheus, ein söhn des Apollinis, nach dessen nahmendie stadt Acraphia in Böotien genennet worden seyn solle. Stepb.
Byz. V. axgcticpia.
* ACRAGALLIDES, ein boshafftes volck, welches ehe-mals die benachbarte gegend von Athen bewohnet hat. EchH.
cont. Ctesiph.
+ )lcragas, ist der Griechische nähme einer stadt in Sici-lien, auf einem berg und an einem fluß gleiches nahmens gele-gen. Die Lateiner ncnneten sie Agrigentum, und heut zu tagheisset sie Gergenti. Doch wird auch bey Lateinischen ftri-benten der nähme Acragas gefunden , wie bey Virgil. En.III. v. 70;. Die befchreibnng der stadt siehe in Gergentiund den daselbst angezogenen authorm.
* Acragas, ein söhn Iovis, welchen ihm die Asterope, ei-ne tochtcr des Oceani gebohrcn. Von diesem soll die stadt Acra-gas in Sicilicn, von welcher der vorhergehende arkickul han-delt, den nahmen bekommen haben. Stepb. Byzantinus.
* Acragas, ein Griechischer bildschnitzer, welcher inson-derheit berühmt worden durch dasjenige/ so er auf gold und
filber gestochen. Zu zeiten PUnii sahe man noch in der ittfulRhodus in dem tempel des Bacchi, gewisse trinck-schaalen,aufwelchen Acragas Bacchanten und Centauros künstlich vorge-stellet hatte. Man machte auch viel rühmens von einer jagb,welche er auf ein trinck-geschirr solle gestochen haben. Pim.lib. XXXIII. c. 12.
* Acra Spandona, auf Lateinifch Metapon, ist ein indem allen Thracien in bemBosphoro Ihracico befindliches vor-gebürg. Moreri.
Acrat, oder AcratH, eine stadt in dem TingetanischenMauritanien, auf der feite des Spanischen meers, Heute zutage Gomera oder Gomere genannt, gegm der strassc vonGibraltar . Ptoiem.
* AcratopHorus, ein beynahme des Bacchi, dessen tem-pel unter dieser benennung zu Phygalia in Arcstdien befindlichwar. Die oberste helfte seiner stamm war mit zinnober gefär-bet, die unterste aber mit epheu und lorbeer-reisern bedecket.Pausan. Arcad. c. ;9. Den nahmen hat man von -s-ttz-z-r,so klarer wein heisset, und cpitzw, ich bringe, herleiten wollen,weil man vermuthlich in diesem tempel den Bacchum um einegute und reiche wein-erndte angerussen. Gyraidus , syntagm.VIII. p. 282.
Acratus, ein geführte des Bacchi, welches bild zu Athen im tempel dieses gottcs also eingemauert war, daß man nurdas gesichte heraus ragen sahe. Pausan. lib. I. c. 2.
* Acratus, war ein freyaelassener des Ncronis, und zuallen bosheiten angeführet. Der Kayfer schickte ihn einsmälsnach Asien und Ächaja, die kostbaren götzen-bilder und ge-scheiicke, damit diese landschafften reichlich versehen waren,von dar abzuholen. Als er nun zu Pergamo den aufhabendenbefehl gleichfalls vollstrecken wollte, muste er, weil sich die cin-wohner widerfatzten, unverrichteter dinge wieder abziehen. Ta.cit. annal. XV. 45. & XVI. 25.
Acre, fönst St. Johann von Acre, Acon, Accon,auch ptolemais genannt, eine stadt in Soria in Asien , anden grentzen der länder Phönicien und Palästinä, an einembufen des Mittelländischen meers , mit einem see-haftnund Bißthum nach Tyco gehörig. Strabo gedencket ihrer alseiner grossen stadt, in welcher sich die Perser in währendemkriege wider die Egypter verschantzet haben. Kavftr Claudius hat eine neue colonie dahin gejuhret, und ihren kauf-handeldadurch sehr vermehret. An. 4”. wurde allhier von dem Bi-schoffdaseldst ein Coneilium'gehalten; hernach ist sie den Maho-metanern in die Hände gerathen. Nachdem sich aber die Chri-sten des heiligen landes wieder bemeistert, nahmrn sie auch Acreden 24. matt. an. 1104. mit hülffe 70. Genueser fchiffe, ein,worauf die stadt wieder in herrlichm flor kam. An. 1187. entrißsie der Sultan Saladin den Christen, und jahres daraufward sie von dem verjagten Könige zu Jerusalem , Guido vonLusignan, belagert, und erst im dritten jähr mit hülffe derEnglischen und Französischen flotten erobert. Also war Acrefast die einige stadt der Christen in Palästina, urtd blieb aller-hand Christlichen nationen gemein, die sämtlich ihre abson-derliche gaffen und quartiere drinnen hatten, welches zu ihremletztern Verlust den meisten anlas gab. Denn weil bey 20. sou-veraine Häupter, deren keines von dem andern depcndirte,ihre trouppen darinnen hatten, so fiel sie endlich an. 1291.den 19. may in des Sultan Mctec- Seraffs Hände. Der Ha-fen ist fehr groß, und war vormals einer von den fthönstenund bequemsten auf der gantzen küste von Snrien; ictzo aber ister ruinirct, und wegen der steinklippen gefährlich, Durch diegantze stadt siehet man mdera von alten und prächtigen pallä-sten; es sind aber anietzo nur 2. gaffen, und der plan, woraufdie Französischen kauffleuthe wohnen,bewohnt. Strabo , lib.XVi.
Tyrius. Vitrius. Sanut. Gejia Dei per Francos. Doubdan gelob-tes land.
* Acre,.(Petrus Sanchez de) ein belesener Spanier vonToledo gebürtig, hat im XVI. ikeulo gclcbet, und unter an-dern eine Ilistoriam rnoralein und philosophicam, wie auchTriangulum trium virtutum theologicar. Fidei, Spei, & Cha-ritatis, geschrieben. Anton. bibl. Hisp.
* Acrias, welcher von einigen vor einen Lacedämonier aus-gegeben wird , soll die stadt Acrias in Laconia erbauet haben.Er hielt bey dem Oenomao um seine tochtcr , die Hippoda-miam, sie zu heurathcn an; als er aber iin wekt-rennen mitdiesem Omomao den kürtzern zog, muste er sein leben lassen.Paujanias , Eliac. post. c. 21. Siehe Hippodamia.
Acridophagi, gewisse völcker in Acthiovien, also gcnennt,weil sie sich von Heuschrecken , die den dm Griechen acrides heis-sen, erhalten. Sie sollen sehr geschwinde lanffen, aber niemals40. jähr alt werden. Plinius setzet dergleichen heuschrcckcn-csserin Parthien, und St. Licronnmus sagt dieses von etlichenvolckern in Lndien und andern Orientalischen provintzen; wel-ches denn auch Augustimm,,Bedam und andere Lehrer veranlas-set, das Wort acrides, so St. Johannes der Täufer i» der wüstengegessen, von den Heuschrecken zu verstehen, wicwol es auch sonstdie spitzen und knospen der fcld-kräuter, nach Isidori Pelusiotäund andrer anmerckung , bedeutet. Diese fach?braucht desto we-niger zwcifel, weil GOtt selbst das essen einer gewissen art roa