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verschwunden wäre. Plutarchus gedenckt ihres begrabnisses,welches bey dem begräbnis des Rhadamanti gewesen, den sie«ach dem tode ihres ersten mannes geheuralhet. Apoiiodor.
Plutarch, in Lysand. Pausan. lib.lX. Diod . Sicul. lib.V] Bayle.
Ollcmcn« , ward von dem Jupiter unter der gestalt ihresMannes geschwängert, indeß daß dieser wider die Teleboer zuselbe lag; welcher vornehme buhler in den armen dieser schönenso viel vergnügen fand, daß er dieselbe nacht so lange als sonstdrey andere dauren ließ. Amphitryon kam auf den morgennach Hause, ward aber nicht mit solchen freuden empfangen,als er verhoffte, indem die gute Alcmena vermeynte, sie hät-ten einander schon in geheim die vorhergehende nacht gespro-chen , da er auf den morgen seinen öffentlichen einzug in The-ben gehalten; wie sie denn auch aus dem damals genossenenvergnügen gegen ihren mann , der es, ihrer meynung nach,so gut wüste als sie, kein geheimnis machte. Amphitryon sa-he , daß er in die grosse zunft eingeschrieben sey, und consul-tirte darüber den Wahrsager Tiresias , der ihm das geheimniseröfnete, und von der neuen schwägerfchafft umständliche Nach-richt gab. Er stellte sich hierüber zufrieden, es sey nun, daß dieehre, die seiner familie hierdurch zugewachftn, oder die Unschuldseiner frau seinen Verdruß gehoben, und legte sich zu seiner ge-mahlin, schwängerte sie auch von neuem, davon sie den Jphi-clus zur Welt brachte. Als Alcmena einkommen sollte, war«eue noth vorhanden, die wehen hatten schon 7. tage gewäh-ret, und doch konnte sie nicht genesen, weil die Juno Lucinaaus eifersucht getrieben sich an die thüre gesetzet hatte, und mitgeschränckten deinen, in einander geschlossenen fingern, und al-lerhand zauber - gebätgen die geburt verhinderte. Allein derAlcmena junge magd Galanthis merckte endlich, daß es mit dersrau nicht richtig wäre, und als sie einst wieder heraus kam,siellete sie sich freudig und sagte zu der Juno: sie sollte der Alc-mena glück wünschen, sie sey entbunden. Die Juno meynete,-rs sey wahr, und fuhr auf, worüber die Alcmena des Herculisgenas. Sie hat das Unglück gehabt, ihren söhn zu überleben,aber auch das vergnügen genossen, daß sie von Hyllo seines fein-des Eurysthei köpf bekommen, dem sie aus raache die äugenausgeriffen hat. Nach ihrem tode waren die Heracliden zwistig,wo man sie hinbegraben sollte, ob nach Argos oder nach The-ben , das oracul aber sagte nach Megara. Unter diesem streiteließ Jupiter sie aus dem sarge durch Mercurium wegpromovi-ren, weil sie in den Eliseischen feldern Rhadamanthi frau wer-ben sollte, daß also die Heracliden, als sie den schweren sargeröfnet, nichts als einen grossen stein gefunden. Bayle.
Alcobaza , eine stadt in Portugall, in der provintz Estre-madura, zwischen 2. kleinen flüssen Coa und Baca, davon sieden nahmen hak. Sie ist wegen zweyer stücke sehr merckwürdig.Erstlich wegen der Königlichen begräbnisse, die aber heut zu ta-ge zu Bellen» zu geschehen pflegen. Hernach insonderheit wegenber reichen Cistercienser - Abtey, welche Konig Alphonsus I. ge-stiftet hat. Die Aebte sind meistens Königliche Printzen, odersonst die allervornehmste Personen, sie haben ;o. stadte mit dervölligen geist- und weltlichen jurisdiction unter sich: sind desKönigs beständige Räthe und Almosenier, und haben den rang«ach den Bischöffen vor allen andern Geistlichen, tragen aucheinen Bischöfflichen ornat. Colmenar , delices de Portugal .Manrique 3, in annal . Cisterc. tom. II. ad an. 1147. c. 17.
* Alcoc, oder Alcocus, (Simon) ein Engelländer, Theo-logiie Doctor , ein Prediger und Philosophus , war IN dem XIV.feculo in grossem ansehen. Man begehrte seines raths undhülffe nicht nur um scholastische streitigkeiten zu schlichten, son-dern auch schwere örter der H. Schrift zu erklären. Er hinter-ließ verschiedene wercke, davon annoch viele in den bibliotheckensich befinden, als: De Modo dividendi thema pro materia ser-monis ; Expositiones in Magistrum iententiarum, &c. und hatan. 1380. unter der regierung Königs Richard» II. noch gelebt.
Leland nnd Pilsens, de script. Angl.
* Alcoc, (Johannes) Bischofs zu Ely in Engelland, geboh-ren zu Beverly in der Grafschasst Jorck, war einer der frömm-sten und gelehrtesten Prälaten, weiche in dem XV. feculo in derEnglischen kirche sich hervor gethan haben. Er ward DoctorTheologite zu Cambridge , und Konig Henricus VII. machteihn zum Bischöffen von Ely und Cantzler von Engelland. Erstiftete etliche heilige gebäude, capellen und schulen, und schriebunterschiedliche gerstllche wercke, als: Auslegungen über diesieben buß-psalmen ; Mons perfectionis ; Abbatia SpiritusSanctij &c. Er starb in einem ruff der Heiligkeit an. 1300.Polydor. Verg. bitt. Angl. Pitfeuf , de script. Angl. Eng!. DifL
Alcocer, ein flecken in der Neu - Castilianischen provintz laManch«, von welchem ein ziemlicher strich landes el campo deAlcocer genennet wird.
* Alcoholades, gewisse völcker in dem südlichen America,in der provintz Venezuela , längst dem ufer des sees Macaraido.Don ihnen wird gemeldet, daß sie sehr reich an gold, wie auchfreundlich, gütig und höflich in ihrem Umgang seyen. Sie woh-nen in einer sehr fruchtbaren nnd lustigen gegend, und sind diePocabuyes, ein anderes Americanifches volck, ihre nachbarn.PeLaet , beschreib, von West-Indien .
* Alcolea, (Martinus) hat an. 1669. zu Lyon eine samm-lung von fehlem heraus gegeben, welche er in den IX. tomis derJuridischen wercken Antvnii Dianä angemercket hat. K«mg.bibl. vet. & nov.
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Alton, ein söhn Erichthäi von Athen, des Herculis gefähr-te, war ein so guter »chutze, daß er seine pfeile durch gar kleineund enge rrnge, die andere auf ihre Häupter gesetzt hatten, ohnegefahr durchtreiben konnte; auch erschoß er einen brachen, dereines seiner kmder weggeraubt hatte, ohne das kind zu besthä-dtgen. Serv, in <5. eclog. Virg.
Alcoran, ist das gesetz-buch, welches Mahomet mit hülffedes Bahiras, eines Jacobittschen ketzers, und Scrgii, einesNestorianischen Mönchs, zusammen getragen. Es ist voll vonabgeschmackten fabeln, hat 4. theile, und die capitel derselbenhaben poßirliche titul, oder aufschriften, als: die spinne, diekuh, die «meist, die fliege, und dergleichen. Es ist in zierli-cher Arabischer spräche zum theil versweise geschrieben, und vonMahomet nur stückweise zu unterschiedenen zciten hervor ge-bracht , aber von dem Äbu Becker, der ihn in seiner flucht be-gletter, zusammen getragen, und in eine rechte ordnung ver-faßt worden. Unter andern sind einige Historien aus der Bibeldarinnen begriffen, welche aber Mahomet sehr verfälschet, wieaus der beschreibung der Patriarchen, der geburt Christi undJohannis des Täufers, zu ersehen. Man hält dieses buch beyden Mahometanern so hoch, daß ein Jüde oder Christ, der esnur anrührt, entweder sterben oder seine religion ändern muß;e»n Turcke aber mit ungewaschenen Händen es nicht berührendarf, wo er nicht in gefahr seines lebens kommen will. Obauch gleich dasjenige, was er vorbringt, so ungereimt ist, daßes keiner Widerlegung bedarf, so haben sich doch jederzeit ge-lehrte Christen gefunden, welche darwider zu schreiben sich ha,den angelegen seyn lassen, als unter denen Alten Job. Dama-scenus, Petrus Paschasius, Petrus Cluniacensis, Joh. Can-tacuzenus, der Constanrinopolitanische Kayser, hernach Joh.de Turre Cremata, ein Cardinal, Dionysius Carlhusianus,der Cardinal Cusanus, Hieron. Savonarola und andere; un-ter den neuern sonderlich Lud. Maraccius in den anmerckungen,die er seiner Lateinischen Version des Alcorans hinzu gefugt,welcher auch in der praefation seines prodromi ad refutat. Alco-rani die übrigen anführt, von der Historie des Alcorans aber indem ersten theil des gedachten prodromi p. 213. feg. ausführ-lich handelt. Pfeiffiri Theologm Muhamed. diff. 6. & critig.sacra c. 16. D’Herbelot, bibl.
* Alcora ;, oder Alcaraz, eine stadt in Neu - Castilien inSpanien , welche berühmt ist wegen der Niederlage, so dieMohren an. 1094. daselbst erlitten. Siehe auch Alcaraz.
* Alcoßir, oder Alcaßir, eine stadt an dem Rothen meer,allwo die Europäische kaufleuthe, die von Cairo kommen, undnach Abyßinien zu reiftn willens sind, sich zu schiffe begeben.Engl . Diä.
* Alcossua, (die berge von Alcossua) Alcoflute montes, ber-ge in Spanien, in der kleinen landschafft Alava , welche eintheil des gedürgs sind, so vor zeiten Jdubcda genennet worden.
* Alcovendas, ein kleines städtlein in Neu-Castilien, dreyMeilen von Madrid in einer dürren und unfruchtbaren gegend,allwo wegen des sandichten und steinichten Hodens keinechaumehervor wachsen. Man hält dafür, daß allhier vor zeiten dieCarpetani gewöhnet haben, von denen Madrid in Lateinischer spräche auch Mantua Carpetanorum genennet wird. Das städt-lein ist von geringer Wichtigkeit, und liegt qleichsinn in einemdreyeck zwischen Madrid , Escurial und Guadalaxara. Lei dt-Hces de i’Est. Beschreib, von Spanien und portugall,k. II. p. 2.
Alcoy , eine kleine, aber gar artige auch in etwas bevestigtestadt, an einem flusse gleiches nahmens, in dem Spanischen Kö.nigreiche Valencia , zwischen Fativa und Alicantc gelegen.Nachdem sie sich in dem Spanischen succeßions-kriege vor denKönig Carolum 111 . erklärt, ließ sie zu ausgange des jahrs 1707.Philippus V. belagern, allein die garnison von Alicante entsetztesie. Doch das folgende jähr den 9. lau. muste sie sich an desletzt-gedachten Printzen trouppen nach einer achttägigen gegcn-wehr auf difcrction ergeben. Sie ist insonderheit berühmt we-gen der daselbst befindlichen eisen-bergwerckc, welche an. 1304.zuerst entdeckt worden, inglcichen wegen einer wunderbarenwasserquelle, von welcher man sagt, daß sie allemal 13. bis 14.jähre in grossem Überfluß Wasser gebe, hernach 14. jähr nacheinander gantz trocken bleibe, und nach deren verlaust abcrmalanfange, auf die vorige art 14. jähre reichlich wasser hervorquellen zu lassen. Die einwohner nennen diese Barchel. Col.
menar, delic. de l’Elp. p. 331. Mereure bißorique.
Alcoytin, eine kleine stadt und mittelmäßige grcntz-vestungin dem Portugiesischen Königreich Algarbien, an dem rechtenufer des flusses Guadiana , dem Spanischen ort (Leres de Gua»diana fast gegen über gelegen. Die von Villa Real schreibensich Marggrafen davon. .Colmenar, delic. du Portugal p. 8 ° 9 ·
* Alcozer 1 (Franciscus de ) lebte im XVI. feculo , einFranciscancr zu Sank Jago, und hatte sich in humanioribusund der Theologie wohl geüdet, zeigte auch feine gclehrsamkcitin den von ihm verfertigten büchern, so er benennet, Tratadocontra el juego . Salmantics 1339. und Confellionario breve1572. in 8vo. Antonius, bi()l. Hisp.
* Alcozer, (Hicronymus) ein Spanischer Prediger-Mönch,florirte ums jähr 1314. und schrieb einen tractal decognitioneDel per contemplationem quietam der zu Vatentia 1309. gc»
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