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* Alderisius, (Albertus) ein Dost. Juris von Gaetta ausdem Neapolitanischen, schrieb in dem XVII. feculo tracta-tum de Allistentia ; de Symbolicis Contractibus. Toppi bibl.Napol.
Alderman^, oder Lalderman , ifi auf Angel-Sächsisch so viel als ein alter oder bejahrter. Vor Zeiten wurden alle Gou-verneurs und Statthalter der provintzicn, auch Ober-Richterin den ftadten also genennet, und man findet viel Luden Engel-jändischen archiven von dem Alderman des Königs, welchen erals einen Ober - aufseher der justitz in die länber herum geschickt,daselbst geeichte zu halten. Heutiges tages ist Alderman soviel als ein Ober-voigt, Schultheiß , Amtmann oder Raths-herr. Spelmann. in gioffar.
* Alderman, ein Engelländer aus der stadt Londen , warein berühmter Poet, und hinterließ versthiedene poetische wer-cke ; wann er aber gelebt habe , ist unbcwust. thraki. üb. II.spec. eccl. c. 20. Pits. de script. Angl. in append.
Aldernay, eine insul gegen der küste von Normandie , wel-che nebst den insuln Iarsey und Garnsey, den Engclländerngehöret.
Aldeftan , König in Engelland, siehe Ethclftan.
Aldhelmus, siehe Adelmus.
* Aldhun, oder Aldun, folgte in dem jähr 990. in demBißthum von Lindisfarne auf Elfigum. Da nun die insulLandisfarne dem Überfall der Dänen sehr unterworffcn wäre,flöhe Aldhun mit dem leichnam Cuthberti, und setzte sich zuDurham in dem jähr 995. ohngefehr fünf jähr, nachdeme erzum Bischoff wäre geweyhet worden. Er erbauete zu Dur-ham eine kirche zu ehren St. Cuthberti, und weyhete dieselbedrey jähr hernach ein. Und also ward der auf Äidani ansu-chen auf der insul Lindisfarne durch König Oswald bevestigteBischöffliche sitz, dreyhundert ein und sechzig jähr hernach na-her Durham verlegt, allwo er bis auf den heutigen tag geblie-ben ist. Aldhun hatte eine tochter nahmens Ecgfrida, welcheer an Ucthredum einen tapfern jüngling und fohn WaltheofsGrafen von Northumb'erland verhcurathete, und mit verschie-denen der kirche St. Cuthberti zu Durham gehörigen land-gn-thern mit diesem beding aussteurete, daß Ucthredüs sein weibniemalen verstossen sollte. Es begäbe sich zu dieser zeit, daßMaicolm König von Schottland in die Grafschafft Northum-berland einfiele, das land verwüstete und die stadt Durham be-lagerte. Ucthredüs sammlete so viel volck als ihm möglich wa-re aus Northumberland und Porkshire, zöge wider die Schot-ten ins feld, und schlüge sie aufs Haupt. König Ethelredus be-lohnte diese schöne that, indeme er Ucthredo, ohnerachtet daßsein vatter noch bey leben wäre, den titul eines Grafen vonNorthumberland gab , und ihme noch die Grafschafft Porkshi-re verehrete. Der junge Graf deucbte sich nun ein allzugrosscrHerr zu seyn um nur eines Bischoffs tochter-mann zu heissen ,und schickte deswegen Ecgfridam ihrem vatter wieder nach Haus,nachdeme er mit ihro Aldredum gezeuget hatte, welcher nachdem tod seines ohms Eadulfi, genatint Cadel, seinem vatter inder würde eines Grafen von Northumberland nachgefolgethat. Ucthredüs heurathete hernach Edginam Königs Ethelreditochter, muste aber dem Bischoff Aldhun die von ihme em-pfangene land-güther wiederum abtreten. Ecgfrida schritte zuder zweyten ehe mit einem gewissen Thane genannt Kilvert,der ein söhn Ligulfi Ware, und sie, nachdem er eine tochternahmens Sigrida mit ihr gezeuget hatte, auch wieder ent-ließe. Sie kehrete also abermal zu ihrem vatter gen Durham ,allwo sie sich in ein kloster begab, und bis an ihr end ein hei-liges leben führest. Aldhun starb in dem jähr ioig. der an-las seines todes macht ihm grosse ehre, indeme dieser kein an-derer solle gewesen seyn, als das grosse mitleyden, welchesAldhun mit der grossen anzahl seiner Pfarr-kindern, welchevon denen Schotten waren gelobtet worden, getragen hatte.Sein nähme ist dessentwegen noch immer berühmt. ShnemT>imelm. bist. de Dunelmens. eccles. lib. III. c.EnglischerBayle.
* Aldilazit, ein Araber, war der Astrologie kundig , undschrieb ein buch unter dem nahmen Archibia. Voßus, deMathem. VI. §. 2.
* Aldimari , (Biagio) war zu Neapolis Staats-Rath vondem König in Spanien , starb an. 171z. im octobr. in sei-nem 75. jähre. Seine schristen sind Historia genealogica dellafamilia Caraffa; Memorie histor. de diverse famiglie nobili &c.Bücher-saal der Gelehrten.
Aldobrandini , (Hippolytus) siehe Cleinens VIII.
Aldobrandini , (Johannes) von Florentz gebürtig, ein söhnSylvestri Aldobrandini, war anfänglich Auditor di Ruota inRom, hernach Bischoff zu Imola , unverlangte endlich an.1,70. von Pio V. den Cardinals-hut. Zwey jähr daraufmu-ste er nebst einigen andern Cardinälen sich bemühen, das bünd-nis wider die Türcken zum stand zu bringen, ward auch daraufGroß-?oenitenriariu 8 , und zuletzt Prarfectus signatura brevium.Er starb zu Rom an. 157;. 'Cabrera. Vißorell. Pttrome.ar,Ugbell. bist. des Cardin. Gamurrim della fam. Toscanevol. V.
)lldobrandini, (Ioh. Franciscus) ein söhn Bernhar-dt Aldobrandini eines Florentinischen Edelmanns, gebohren
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an. 1546. Seines vatters bruder, Clemens vni. hub ihn em-por, machte ihn zum Castellan von der Engelsdnrg, zum Gou-verneur dei Borgo, zum Capitain der Päpstlichen garde, in-gleichcn zum General des Kirchcn-Staats, und sendete ihn an.1,9$. mit 6. oder 8000. mann dem Kayscr Rudolpho II. mUngarn wider die Türcken zu hülffe, nachdem er das jährvorher eine Gesandschafft wegen des Papfts in Spanien ab-gelegt. An. 1,98. veiftte er mit dem Papst nach Ferrara ,und empfieng in dessen nahmen daselbst die Spanische braut,Margaretham, Ertz-Hertzogin von Oesterreich . An. i6ai. zoger zum andern mal mit einem Päpstlichen succurs von -oooo.mann in Ungarn , und begehrte, daß die vestung Canischa,welche die Türcken das vorige jähr erobert, ihnen wieder ent-rissen werden sollte; deswegen man auch die belagerung, wie-wol vergeblich, vornahm. In währender solcher zeit ward eran einem hitzigen fieber kranck, daran er, nach einem ziem-lich langen lager, auf dem schlösse Warasdin an. 1601. (einengeist aufgab. Der Kayscr und dessen Alinistri waren sehr übelmit ihm zufrieden. In eben dem jähr, da er mit tobe abgieng,ward seine tochter, Margaretha, an Rainutium I. Farnesium,
t xrtzog zu Parma vcrheurachet; sein söhn Sylvester aber zumardinal gemacht. Seine übrigen kinder waren Johann Ge-org , Fürst zu Rossano; Hippolytus, Cardinal; Petrus ,Hertzog zu Carpineto; Octavius, Ritter und Prior von Mal-tha; und Helena, Antvnii Caraffa, Hertzogs zu Mondra-aone, gemahlin. Es ist aber das gantze geschlechle Aldobran-dini in der person Olympiä , des jctztgenanntcn Fürsten zuRossano tochter, welche zu erst an Paulum Borqhcse,Printzcn von Sulmvna, hernach aber an Camillum Pamsilio,Innocentii X. enckel, verheurathet gewesen, an. iö8i. erloschen,und sind die Aldobrandinischc gükher und Herrfchafften zumtheil an die Borghesische, zum theil auch, worunter Dclvcderezu Frefcati, an die Pamfilisthe familie von ihr vermachet wor-den. Gamurrmi delle fam. Toscane voi. V. Lehmannsjetzherrschendcs Europa . Lernet d’ ojj'at.
t Aldobrandini . (Ioh. Franciscus) Aühier ist anzumcr-cken, daß an. 1684. in der person Olympiä Aldobrandini nichtdieses gantze geschlecht, wie oben gemeldet worden, erloschen scve,sondern nur derjenige äst desselben , aus welchem Papst Cle-mens VIII . und sein Nepot, obiger Ioh. Franciscus, entspros-sen. Das geschlecht Aldobrandini sclbsten aber floriret nochheutiges tags zu Florentz , wie denn der erst an. 1734- verstor-bene Cardinal Alexander Aldobrandini, von welchem folgenderartickul handelt, auch aus diesem geschlecht gewesen.
* Aldobrandini , (Alexander) gebohren zu Florentz, an.1674. wurde den ersten augusti 1707. zum Päpstlichen Nuntionach Neapolis ernennet, und den 20. nov. hernach in der kirchevon St. Johann im Lateran , durch den Cardinal Paoluc-ci, ziim Ertz-Bifchoff von Rhodus eingeweyhet. Da er nochin Neapolis wäre, wurde erden 27.sept. 1712. zum Nuntionach Venedig ernennet. Er hielte daselbst seinen öffentlicheneinzug den 5, may 1714. und blieb daselbst bis den is.scpr.1720. da er von Venedig in gleicher Verrichtung nach Spa-nien reisete. Er langte zu Madrid an den 7. nov. eben die-ses jahrs , und hatte den 9. darauf seine erste besondere au-dientz von dcm Konig und der Königin. Den 8. nov. 1721.hatte er die erste öffentliche audientz , und den n. eben dcssel-bigcn monats taufte er in qualität eines Päpstl. Legatcns dieJnfantin von Spanien. Der Papst Clemens XII. erklärte ihnzum Cardinal den 2. octobr. 17;». und ernennte ibn den n.becembr. zum Legaten von Ferrara . Er empfiengc den Car-dinals-hut zu Seville aus den Händen des Königs von Sva-uien. Er vcrrcisete von bannen den 18. april 17 z i. und kamden 2. jul. zu Rom an. Der Pavst schlösse ihme den mundden 6. augusti, und öfnete ihm solchen wiederum den ;. scvt.und gäbe ihme hierauf den titul der vier heil. Cronen. Erkäme zu gleicher zeit in verschiedene Congre^acionen, darunterauch die de propaganda fide gewesen. Er starb im augusto
17,4. Memoirci du Tems.
* Aldobrandinus, (Petrus ) ein Bischoff zu Sabina, undCardinahaus Italien gebürtig; er starb 1621. den 29. mayund hinterließ Ordines, constitutiones, decreta civitatis & du-catus Ferrariensis ; Apophthegmata de perfecto Principe.Witte diarium biographicum.
* Aldobrandinus , (Sylvester) ein berühinter Mus ausFlorentz , wurde 8ecrerarius bey den Decemviris der Revublickzu Florentz. Er verließ sein vatterland, als die stadt Aleran-drum zu ihrem General bekam, und weil er hierdurch allerehren-ämter beraubet wurde, führte er ein elendes leben inder fremde, und wiewol er wieder zurück beruffen wurde,mit gewisser Versicherung, in seinen vorigen stand geseyet zuwerden, so wollte er doch dieses nicht annehmen, weil er be-schlossen , niemals wieder nach Florentz zu kommen. Er fandhierauf bey Hertzog Urbino, und bald darauf bey dem Cardi-nal Hyppolito Attestino, oder, wie andere wollen, bey dem Car-dinal zu Ravenna , als Assessor seinen unterhalt, wurde end-lich Consistorial - und des Fisci zu Rom Advocatus, in wel-chem amt er auch an. i,,8. gestorben. Er schrieb Annor»-tiones ad universas Institutiones Jnstiniani, ttigkeichen einenCommentarium in lib. I. Institut. Justiniaui. Panctrolius, dedaris legura interpr. II. 192.
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