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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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* Mobrandinus, (Thomas) er lebte an. 1594. und über-setzte des Diogenes Laertli X. dücher de vita Philosophorumin die Lateinische spräche. Kanig. bibl. V. & N.

* Aldorf, eine stadt in Engclland, in der Grasschafft Lin-coln.

* Aldrcdus, Abt von Tavistock , ward zu dem Bißthumvon Worcester erhoben in dem jähr 1046. Er wäre so wohl indenen gunsten Königs Eduardi (^onfettoris, und vermochte soviel bey ihme, daß er ihne mit seinen ärgsten feinden, sonderlichmit ©matte, dem söhn des Grafen Goodwin / welcher sich wi-der ihn empöret hatte, und mit einer armee einen einfall indas Königreich zu thun, gekommen wäre, versöhnete. Rapinsagt zwar, es habe Stigandus, Bischoff von Winchester, dieseaussohntmg zuwegen gebracht. Aldredus erneuerte auch die ei-nigtet! lind freundschafft ztvischen König Eduard und Griffindem König von Wallis . Er unternähme hernach eine reisegen Rom , und nach seiner zurückkunft in Engelland ward erals Bottschaffter an Kavser Heinrich II. gesandt. Er hieltesich ein ganges jähr in Teurschland auf, ward von Herman-ne, Ertz-Bischoffzu Cöln, herrlich bewirthet, und lernete vondemselben vieles, die kirchen-disciplin betreffend, so er hernachin seinem Bißthum auch also einrichtete. In dem jähr 1058.gierig er gen Jerusalem , welches vor ihme kein Ertz-Bischoffnoch Bischoff jemals gethan hatte. Nach zweyen jähren kämeer wieder zurück in EngeÜand, und da Kiusius , Ertz-BischoffvonZorck, den 22. decembr. io6c>. starbe, ward Aldredus andem nächsten darauf folgenden Weyhnachts-kag an seine stelleerwehlet, und ihme zugleich erlaubet, das Bißthum von Wor-cester, gleichwie einige feiner vorfahren auch schon gethan hat-ten , nebst dem Ertz-Bißthum zu behalten. Wilhelmus vonMalmesbury sagt, es habe Aldredus sich der einfalt KönigsEduardi bedienet, und das Bißthum mehr durch die krafft dergeschencken, so er gegeben, als durch den Nachdruck der von ih-me angeführten gewohnheit beybehalten; zum wenigsten könnenfolgende Worte dieses scribenten nicht wohl änderst verstandenwerden: Qui (Aldredus) ümplicitati Edwardi illudens, mo-remque antecefforum magis PECUN 1 A quam ratione alle-gans Archiepiscopatum Eboracensem, non intermifla priori f e-

de, suseepit. Kurtz nach seiner erwehlung gienge Aldredusgen Rom , um das PaUium von dem Papst zu empfangen;Tostv Graf von Northumberland , Giso Bischoff von Wellsund Walther Bischoff von Hereford , begleiteten ihne dahin.Der Papst empfienge Tostonem sehr höflich, und gab ihm ei-nen sitz neben sich in dem Svnodo , welchen er wider die Si-monisren hielte. Giso und Walther erhielten auch von demPapst was sie begehret hatten , weilen sie ziemlich gelehrt wa-ren , und sich der Simoney halber nicht verdächtig gemachethatten. Aldredus hingegen , welcher nicht nur in seinen ant-worten seine ungelehrtheit an den tag gäbe, sondern auch derEimoney schuldig erfunden worden , ward von dem Papst al-ler seiner würden beraubet, und ohne das Pallium wieder zu-rück geschickt. Auf der heimreise ward er und seine drey reise-gefehrten durch einige räuber angegriffen, welche ihnen alles,so sie bey sich hatten, wegnahmen. Sie muffen also wiedernaher Rom, allwv der Graf von Northumberland dem Papstsagte, daß wo er ihnen nicht alles dasjenige, so ihnen von de-nen räubern wäre abgcnoinmen worden, ersetzen würde, so müs-se er daraus schlieffen, daß er selbsten mit ihnen ein cheimli-ches Verständnis habe; er thäte hinzu, wann der König inEngelland vernehmen werde, daher Aldredo das PaUium ab-geschlagen habe, so werde er ins künftige den venadum Petridem Papst nicht mehr bezahlen. Hierauf erhielte Aldredus dasPallium, muffe aber das Bißthum von Worcester aufgeben.Dieweilen aber das Ertz-Bißthum von Zorck durch die ver-schiedenen einfälle fremder völckern fast gäntzlich wäre ruini-ret worden, als behielte Aldrcdus dennoch zwölf dorfschaff-ten von dem Bißthum von Worcester, in welchem er durch er-laubnis des Papsts sich selbst einen Nachfolger ernennen konn-te. Als Ednardus Confeffor in dem jähr 1066. gestorben wä-re,, hatte Aldredus die ehre, Haraldum seinen Nachfolger zuuonon. Er crönte auch Wilheunum Conquestorem , nachde-me er ihne folgenden cyd hatte schwören machen : daß, erdie kirchen und ihre vorftehere schützen, gute gesatzegeben und selbst auch halten, und allem raub und Un-gerechtigkeit in denen gerichten ftcuren wolle. Aldre-vus wäre solcher mästen in gunsten bey Wilhelmo Conquesto-re, daß er von demselben als ein vatter angesehen ward , wel-chem er, obwolcn er sonst sehr herrschjuchtig wäre, sich mit ge-horsam unterwarft. Thomas Stuöbs erzehlet hievon folgen-des erempel. Als einst der Ertz-Bischoff zu Yorck wäre, trügees sich zu, daß der Gubcrnator dieser stadt, als er unter einemgrossen geftlg zur stadt hinaus gienge, des Ertz-Bischoffs leu-the antraf, welche mit vielen beladenen wägen und Pferden,indie stadt kamen. Der Gubcrnator fragte sie, wem sie zugehor-tm, und als sie ihme antworteten, ste seyen in Aldredi dien-lich, befahl er ihnen alle aufhabende Provisionen in des Kö-nigs vorrath-hause zu führen. Der Ertz-Bischoff sandte als-bald einige Geistliche zu dein Gubcrnator, welche forderten,daß das weggenommene wieder ausgeliefert, und also dem H.Petro und seinem Vicado dem Ertz-Bischoff, wegen der ihnenzugefügten beleidigung sadsfaction gegeben werden möchte; siesetzten hinzu, daß, wann er hierinn nicht willfahren sollte, soHistor. Lexicon 1. Theil.

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würde der Ertz-Bischoff seinen Apostolischen gewalt zu gebrau-chen wissen. Der Gubcrnator empfienge diese ungeschliffeneGesandte sehr übel, und ertheilete ihnen eine so hochmütyigeantwort, als ihr anbringen gewesen wäre. Hierauf nun keh-rete Aldredus naher Londen , um seine klage bey dem Königanzubringen: Er thäte aber solches auf eine recht unverfchäm-te weife. Dann als er den Konig in St. Peters - kirche zuWestmünster antraft, redete er ihn folgender weife an: Hö-re , ö Wilhelmda du nur ein fremdling wärest, undGOtt, um die funden dieses volcks zu strafen, zuliesse,daß du solches nach vergiessung vieles blutes beherr-schen solltest, habe ich dich eingeweyhet, und mit an-wunschung vieles ftgens die cron auf dein Haupt geft-tzet. Nun aber, da du es verdienet hast, spreche ichfluch anstatt des ftgens über dich, dann du bist einVerfolger der kirche GOttes und seiner dienern wor-den , und hast den eyd, den du bey dem altar des H.petri geleistet, gebrochen. Der Kömg erfchracke über die-ser anred, siele auf seine knie, und bäte den Ertz-Bisthoffendemüthiglich, er mochte ihme sagen, wordurch er dieses trac-tament sich zugezogen habe. Die anwesende Edelleuthe desKönigs waren so erboset wider den Ertz - Bischoffen, daß siesämtlich schryen, er verdiene den tod, tndelne er den Königauf eine so empfindliche weife beleidiget hätte; sie trachtetenauch den Ertz-Bischoffen durch drohnngen zu bewegen, daß erden König von der erde möchte aufstehen inachen. Allein Al-dredlts liesse sich keineswegs bewegen, sondern antwortete ih-nen gantz kaltsinniger weife: Liebe leuthe, lasset ihne nurda liegen, dann er liegt nicht zu Aldredi, sondern zuSt. petri fussen; er muß den gewalt petri empfin-den , weilen er dessen Statthaltern beleidiget hat.Nach dieser antwort demüthigte sich endlich der Ertz-Bischoffso weit, daß er dem König die Hand reichete, und ihme dieursach seines bisherigen Verfahrens eröfnete. Der König ent-schuldigte sich demüthiglich, und bezeugete, daß er um diesegantze fache nichts gewust habe, bäte anbey seine Edelleuthe,daß sie doch Aldredum dahin bewegen sollten, daß er den aus-gesprochenen fluch in fegen verwandeln möchte. Aldredus lieftfe sich endlich dahin bereden, doch nicht ohne empfang groftser verheissungen von geschencken, und daß der Gubcrnatorvon Porck nach seinem gutachten sollte abgestrafet werden. Vondieser zeit an, sagt ovangezögener scribent, unterstünde sichkein Edelmann den Aldreduin in dem geringsten zu beleidigen.Übrigens ist es billich allhier die frag, ob der Hochmuth einesErtz-Bischoffs, der sich auf eine so unverschämte weise gegenseinem König heraus lasset, oder die einfalt des Königs, dersolches leydet, mehr zu bewundern seye. Als die Danen indem jähr rosg. unter der anführung Haraldi und Canuti dessohns Königs Sucnonis einen einfall in das nördliche theil En-gellands gethan hatten, betrübte sich Aldredus so sehr darüber,daß er den n. septembris besagten jahrs vor grossem leid starbe,nachdeme er GOtt gebäten hatte, daß er den Untergang derkirche und des landes nicht anschauen müste. Rapin setzet den ein-fall der Dänen in das jähr nach dem tod Aldredi, und jagt,es habe dieser Ertz - Bischoff eine solche Hochachtung für Wil-helmum den Eroberer getragen, daß er immer mit gröstemlob von demselbigen geredt; er habe aber seine meynung ge-ändert , als er gesehen, daß dieser König anfange tyrannisch zuregieren, und die Engelländer zwingen wolle eme alte, unterdem nahmen Dane-guelt bekannte, auflag zu bezahlen. Ersagt ferner, es habe der Ertz-Bischoff dem König vorgestellet, wieunbillich dieses beginnen wäre, und was grosser gefahr darauserwachsen könnte; darüber aber seye der König sehr ungehaltenworden auf den Ertz-Bischoffen, und habe ihn fthr ubel tracti-ret. Hierauf nun habe der sanftmüthige Ertz-Bifchoff den Ko-nig und sein gantzes Haus mit fluch zu belegen nicht unterlassenkönnen. Da es" aber wahrscheinlich gewesen, ob konnte dasMißvergnügen Aldredi einige schlimme folgen bey dem volck nachsich ziehen, habe der König deswegen in einiger forcht gestan-den ; doch aber seye er durch Aldredi tod bald davon befreyetworden. Aldredus ward in der St. Peters-kirch.zu Borck be-graben. Thomas Stubbs erhebet Aldredi großmüthige freyge-bigkeit gar sehr, und sagt, er habe verschiedene landereyen auSseinem eigenen geld erkauffet, und an die kirche zu Jorck verschen-cket. Er soll auch verschiedene klöster theils neu erbauet, theilsvöllig in den stand gebracht, und sie mit neuen einkunften be-reichert haben. Aldredus wird auch deswegen geruhmet, daßer die Geistlichen seiner Dioeees , welche als weltliche gekleidetgiengen, dahin angehalten, daß ste ihrem stand gemasse klei-dung tragen , und ein exemplarisches leben fuhren sollten. Al-dredus solle nach der meynung Lhom. Stubbs der letzte ge-bohrene Engelländer gewesen seyn, der zu dem Ertz-Bißthumvon Dorck gelanget ist, indeme seine Nachfolger Normännergeweftn. Es ist dieses auch sehr wahrscheinlich, indeme Aldre-dus unter Wilhelmo Oonquestore gestorben, von welchem be-kannt ist, daß er feine landsleuthe aller orten befördert, und dieEngelländer hingegen Übergängen, und so viel möglich unter,drucket habe. Wilh, Matmefbur. de gestis Pontif. Anglor.lib. III. in rer. Anglic. scriptorib. post Bedam edit. ab Henr.Savile. Francof. 1701. Job. Bromton ^ in chron. Thom. Stubbs ,actus Pontif. Eborac. Rapin , bitt. dAngl. tom. II. liv. VI.Englischer Bayle.

Wdreta, (Bernhard) ein Spanier, gchürtig von Malaaa,

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