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dielen guten geeichten nicht mäßigen, ward darüber kranck, undstarb. Bayle.
,t Aleander. (Hieronymus) Er war aus dem Friaul ge-bürtig , und studirte zu Padua die Rechtsgelehrsiunkeit. DenCardinal Barberini begleitete er nach Frankreich an. -6r;. daer denn auch seine ohne dem sehr fihwache gesundheit durchangestellte gastereyen vollends verderbet. Indessen kam er dochwieder nach Rom zurück, und starb allda an. 1631. Seinenschriften ist noch beyzufügen: NavisEcclesiam referentis iym-bolum, in veteri gemma annulari insculptum, explicationeillustratum. Ailtozi apes Urbanse p.122. Niceron, mein.t.XXIV.
* St. Aleaume , oder Alealmus, siehe Adeleimus, oderElesmes.
* Alece, ein kleiner fluß in Calabria vüra im KönigreicheNeapolis, fällt bey Reggio ins Sicilianische meer. Vor altcrshieß er Alex, oder Halex, und erzchlen Stmbo VI. p. 599. Pti-mm xi. 27. dieses besondere, daß die Heuschrecken auf der ei-nen seile dieses flusses in der Locrenser gefilde einen thon vonsich gegeben , hingegen auf der andern, in der Rheginer gebie-the, waren die stumm gewesen. Dionyßus V. 365. Tbucy-dtdes III.
Alecto, eine von den Furien, siehe Furien.
* Alector, des,Epei söhn, war König in Elide. Er fitz-te sich aus forcht für dem Pelope noch den Phorbantcm zumReichs-genossen an die feite, nahm auch, um des Phorban-tis freundschasst zu bcvestigen, und desto sicherer zu seyn, desselbentochter, dieDiogeneam,zurgemahlin,milder erdenAmaryn-eeum erzeugte. Lujiach. adhom. 11. L. v. 61;.
Alectryon, ein junger soldat, welchen Mars, wie die Poe-ten lichten , so werth gehalten, daß er ihn fiiner liebe mit derVenus theilhafftig gemacht, und auf die schildwache gestellet,wenn er zu derselben gegangen. Weil er aber einsten auf derschildwache eingeschlafen, und Vulcanus hinter die fache ge-kommen , so hat ihn Mars aus zorn in einen Hahn verwandelt,der sich mit seiner stimme vor anbruch des tages hören läst.
Lucian.
Aledofi, oder Alidosi , (Francifius) ein Cardinal, geboh-ren zu Castel del Rio in Romagna , woselbst Ludovicus Aledosi,sein groß-vatter, die Herrschafft von Imola erhalten hatte. Erist unter dem litul Cardinal von Pavia bekannt. Jovius ge-denckt seiner nicht zum besten. Er hielt es mit dem Cardinal dela Rouere, welcher, nachdem er unter dem nahmen Julius II .Papst worden , ihn zum General-Schatzmeister und BischoffzuPavia , auch an. 1309, im dec. zum Cardinal machte. Hieraufbrauchte er ihn in den allerwichtigsten angelegenheitcn, schickte'ihn als Legaten nach Viterbo und Bononien,und vertraute ihmdie trouppen, welche wider die Venetianer, und bald hernach,als der Papst die parthey änderte, wider die Franzosen solltengebraucht werden. Allein es schlüge ihme zu grossein Unglückaus; dann an. 1311. revoltirte Bononien zum theil wegen ty-rannischer regierung dicfis Cardinals, und nähme das Benti-voglische Haus unter Französischem schütz wieder zu Herrenan, als Julius II. eben nächst dabey zu Ravenna wäre. Ali-dosi , nachdeme er in der emporung der Bononier schlechtetavferkeit erzeigt, und sich zeitlich aus dem staub gemacht,klagte doch, als er nach Ravenna kommen, Franciscum Ma-riam, Hertzogen von Urbin, und des Papstes General an,welcher mit der verbündeten armee bey Bononien gestandenwäre, daß er durch seine Unwissenheit in kriegs-sirchen, undschlechte anstalten, die gröfle ursach des entstandenen Un-glücks sollte gewesen seyn. Julius, der ohne deme seinen Le-gal sehr lichte, glaubte es ohne mehreres nachforschen, undempfienge den Hertzoge mit sehr harten Worten, wollte auch kei-ne entschuldigung von deme annehmen. Worauf diefer als einjunger Herr von 23. jähren, und der auch schon vorher mit Ali-dosi in feindschafft gestanden wäre, seinen grimm zur stund wi-der ihne ausliesse, und da er im widerkehren vom Papst auf ih-ne geflossen, dene auf offener straffen mit vielen stichen entleibte.
Bembo Buonacorsi. Gradenigo. Jovius, in elog. Jubery , bist.des Cardin. Guicciard. lib. IX. hist. Rubel bist. Ravenn. üb.VIII.
Alefeld, siehe Ahlefeld.
Alegambe, (Philippus) ein Jesiiit, war zu Brüssel den22. jan. an. 1592. gebohren. Da er den gründ in seinen studiisgelegt, gieng er nach Spanien , und kam zu dem Hertzog vonOffüna, welchen er auch begleitet, als er Vice-Re in Stelltenwurde. Er begab sich zu Palermo in den Jesuiter-orden, undnachdem er allda, wie auch hernach zu Rom , seine llndia weiterfortgesetzt, schickte man ihn nach Gratz in Steyermarck, daselbstdie Philosophie zu lehren; er wurde aber bald zur theologischenLrofeilion erhoben, und an. 1629. zum Doctor erdet. DerFürst von Eggenberg ließ ihn hierauf mit seinem Printzen reisen,bey welcher gelegenheit er Deutschland, Franckreich, Spanien ,Portugall und Italien besähe. Er kam zwar wieder nach Grätz,muste aber an. 1636. diesen Printzen nach Rom begleiten; däder General der Jesuiten ihn als einen Secretarium, die Lateini-schen schreibe» nach Teutfibiand zu verfertigen, bey sich behielt,welcher Verrichtung er endlich, wegen schwäche des gesichts,nicht länger vorstehen konnte; derowegen ihm die oberste auf-sichk in geistlichen fachen in dem Profeß-hause, und das beicht-amt aufgetragen wurde. Er starb zu Rom den 6. scpt. au.
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1632. und hat sich bey den Gelehrten durch seine Bibliothe-cam Jesuiticam , darum er des Jesuiten Ribadeneira werckum ein merckliches vermehret, bekannt gemacht. Es ist die-ses buch zu Antwerpen an. 1643. gedruckt worden; Sotwelaber hat es an. 1673. mit den additionibus , welche Alegambenoch bey feinem leben zusammen getragen halte, aufs neue auf-legen lassen. Sotixel. Bayle.
Alegranca, eine kleine insul bey den Canarien-insuln ge-legen , mit einem guten Hafen und castell. Grammay. Afric.lib. IX. c. 9.
* Alegre, eine stadt in Franckreich in Auvergne, mit demlitul eines Marquifats, die an dem fuß eines bergs liegt, aufdessen gipfel ein grosses und veftes sthloß sich befindet, aus wel-chem man die gantze stadt beschiessen kan. Oben auf diesemberg ist ein grosser und unergründlicher schlund, und unten andem fuß entspringet ein kleiner fluß, welcher von dar in denfluß Borne lauft. Luise, allgem. Niederl. Dict.
t Alegre, eine edle und alte familie in Auvergne, welchevon vorgemeldter stadt den Marggräflichen und Gräflichen titulführet, und sonderlich wegen Per vortreflichen leuthe, die dar-aus entsprossen, berühmt ist. Sie stammt her von Morinot,Herrn von Tourzel, welcher bey dem König in Franckreich,wie auch bey Johanne, Hertzogen von Berry, Rath und Cam«mer-Herr war. Diesem trat gedachter Hertzog von Berry an.1383. alle sein recht, so er auf Alegre, Chaimelis, St. Justund Auzelles hatte, ab. So brachte Morinot auch von Johan-ne, Grafen von Bologne und Auvergne , die Herrschafften Mil-laud, Viveros und Livrados an sich, und starb an. 1418. Erhatte sich an. 1387. mit Smaragda von Vichy, einer tochterund erbin Wilhelmi de Vichy, Herrns von Busset, Puysegurund St. Priest, verheurakhet, welche ihm, nebst einer tochter,zwey söhne gebahr: 1.) Der jüngste, Petrus von Tourzel, ge-nannt von Alegre, Herr von Precy, blieb an. 1415. in derschlacht bey Azincourt , und hinterließ von Jsabella de la Tre-mouille eine einzige tochter Claudiam , welche Gaudium,Herrn von Apcher,geheurathet. 2.) Der älteste, Hvo von Tvur-zel I. Baron von Alegre, machte an. 1442. den 4. tun. seintestament, als er sich zu der armee bey Tartas begeben wollte.Er wurde auch auf diesem zugc zum Ritter geschlagen, undauf dem rückwege vor der stadt Acqs verwundet, worauf erbald hernach starb. Er hinterließ von Margaretha vonApcher unterschiedliche kinder, von welchen Jacobus und Bcr-trandus inerckwürdig. i.) Der jüngste,Bertrandus von Tour-zel , genannt von Alegre, Baron,von Busset, Puisegur du Tem-ple, und St. Priest, war Königlicher Cammer - Herr an.1474. und zeugte mir fiiner andern gemahlin, Jsabella vonLevis, drey röchter: Margaretham, Frau von Busset, wel-che sich erstlich mit Claudio von Lenoncourt, und hernach mitPetro von Bourbon, dem stamm-vatter der Grafen von Bus-set, vermählet; Catharinam, eine gemahlin Caroli von Bour-bon, Grafens von la Marche und Herrns von Cavency; An-nam, die sich in den geistlichen stand begeben. 2.1 Der äl-teste , Jacobus von Tourzel, Baron von Alegre, Ritter, Kö-niglicher Rath und Cainmer-Herr, heurathete erstlich Gadriellevon Lastic, hernach aber Jsabellam, eine tochter JohannisII. von Foix, Herrns von Rabat . Die letztere gebahr ihm,ausser einer tochter, Francisca, einen söhn, Morinot von Ale-gre , welcher ohne erben abgieng. Mit der crstern zeugte erfünf kinder, von welchen folgende zwey zu mercken. 1.) PvoII. Baron von Alegre, von dem hernach. 2.) Francifius vonAlegre, Graf von Joigny , Baron von Viteaur, Herr vonPrecy, Königlicher Rath und Cammer-Herr, welcher Caro-lum Vlii. auf dem zuge nach Neapolis begleitete, und vondemselben an. 1514. zum Groß-Meister über die flüsse und Wäl-der von Franckreich gemacht wurde. Nach seiner ersten ge-mahlin , Johanna Malet, tobe, verehelichte er sieb mit Char-lotte von Chalon, Gräfin von Joigny , Frau von Viteaur undPrecy , einer wittwe Adriani von St. Maure, Grafens vonReelle, und einer tochter Caroli von Chalon, Grafens vonJoigny, rc. von welcher Heurath nachgchends das Hause Ale-gre seine verwandtschafft mit dem Hause Chalon herleitete,und deswegen sowvl auf das Fürftenthum Oranien, als aufdas Fürstenthum Ncufchatel anspruch machte. Es gebahr aberdiese Charlotte von Chalon ihren: gemahl keinen männlichenerben, sondern nur zwey töchter, welche waren. 1.) Anna vonAlegre, Baronin von Viteaur, Frau von Precy, welche erst-lich Antonium du Prat, von Nantoüillet, und hernach Geor-gium von Clcrmont d'Amboise, Herrn von Gallcranbe, hcura-thete. 2.1 Avoye von Alegre, Johannis von la Beaume, Gra-fens von Montrcvet, andere gemahlin. Obgcdachtcr Pvo II.Baron von Alegre, von welchem dn besonderer artickul fol-get, verehelichte sich an. 1474. mit Johanna, einer tochterGodofredt von Chabannes, Herrns von la Palice, undzeugte mit ihr vier söhne, von welchen Jacobus, Herr vonViveros an. i?i-. in der schlacht bey Ravenna nebst sei-nem vattcr das leben eingcdüssct, Gabriel und Christopho-rus aber ihren stamm fortsetzten. I. Der älteste, Gabriel,Baron von Alegre, Herr von St. Just, Millaud, -c. Ludo-vici XII. Rath und Cammer-Herr, war an. 1509. Rcqucten-meister, und an. 1512. Prevot zu Paris . An. izag. war crBailly zu Cam, cmpficng daselbst an. 1532. König Francu-cum I. und lebte noch an. 1337. Er hatte sich an.
Maria