k
#ß
J t
V
r ,V
amb
Turoncnsi edirt haben, darinnen er Gregorimn von den ankla-gen Flacci Jllyrici defreyet. Mr. Lancrlot, einer von den Unter-Bibliothecariis bey der Mazariniana zu Paris , hat in der neueneditivn des Dictionnaire von Bayle unserm ci'Amboise die ehreder edition von Petri Abelardi »per, du» streitig gemacht, inmastsen in diestr treflichen bibliotheck ein exemplar gefunden, mitdem titul: Petii Abelardi Opera nunc primum eruta ex Msc.Codd. & in lucem edita itudio & diligentia Andrere Querce-tani Turonensis , Paris 1616. 4to. Tbiriotus apud Launojumhist. coll. Navarr. Du Verdier Vauprivas. Bayle.
t Amboise . (Franciscus von) Sein vatter hieß nicht Caro-lus, wie in der ersten edit. des Leric. gemeldet wird, sondernJohannes d'Amboise, und hat bey c. Königen in Franckreich,als bey Francisco I. Henrico II. Francisco II. Carolo IX. undHenrico III. die stelle eines Chirurg,, unter Carolo IX.aber auchdas amt eines Königl. Cammer-Äieners bekleidet. Er selber stu-dirte anfangs auf Königliche Unkosten in dem CoIIegio von Na-varra, gab auch in demstlben bald hernach selbst einen Lehrerab, und ward sodann an. 1572. zum Procurator der Französi-schen nation bestellet. Hierauf sieng er an, den Rechten obzu-liegen, und ivard erstlich Advocat bey dem Parlement zu Paris ,nach diesem aber Rath und folgends Präsident in dem Parie-ment von Bretagne , ferner an. i;86. General-Advocat in dem
Grand-Conseil, an. ,$97. Maitre des requetes , und ein Mit-glied des geheimen Raths, endlich aber an. 1604. Staats-Rath.Henricus III. machte ihn an. 1589. zum Ritter, weiter demsel-ben nicht allein als General-Advocat im grossen Rath, sondernauch schon an.i-:'). anfder reise nach Polen gute dienste gethan.Er starb nur das jähr i6rc>. Bey seinen schriften ist noch anzu-mercken, daß er auch unter dem nahmen Thierri de Timosile,
2. überschungen, als : Regrets facetieux & plaisantes haran-gues funebres für la mort de divers animaux ; ingleichenSialogues & Devis des Demoifelles pour les rendre vertueu-ses heraus gegeben, davon das erstere original von OrtensioLande, das andre aber von Alexandro Piccolomini, in Italiä-nischer spräche verfasset ist.
Amboise , (Adrianus von) ein jüngerer bruder des vorher-aedachten Francisci, wurde, nachdein er seine studia in demLoIIegio Navarreo absolvirt, an. 1 $ 79 · zum Rector der Univer-sität zu Paris erwehlt. An. i;82. wurde er Licentiatus Theo-logia, und als an. 1594. die Universität zu Paris dem KönigeHenrico IV. den eyd der treue leistete, war er Prediger und Äl-mosenier des Königs, und Vorsteher des Navarrischen Lollegü.Um diese zeit bekam er die Pfarre zu St. Andre in Paris , undan. 1604. wurde er Bischoff zu Treguier., Er starb den 28. jul.an. 1616. und soll eine Französische tragödie unter dem titulHvlofernes hinterlassen haben. Tbiriot. apud Launej. in hist.Gymn. Navarr. Bayle.
Amboise , (Jacob von) war einbruder des vorhergehen-den, und legte sich auf die profeßion seines vatters, gieng abernoch weiter, und wurde Doctor in der Medicin . An. 1594.wurde er Rector der Universität zu Paris ; da denn unter fei-nem Rectvrat die Universität Henrico IV. huldigte, auch in denbekannten proceß mit den Jesuiten verfiel, bey welcher gelegen-heit er 2. Lateinische Orationes als Rector den 12. may und iz.jul. gehalten, darinnen er sich sehr heftig wider die Jefuiten be-zeiget. Bayle .
* Amboise , oder Amboisische tnsultt, sind drey Afticani-sche insuln auf der küste von Guinea , ohngefehr sieben stundenvon dem ffuß Camarones , und ftchs von dem vorgcbürge Am-bvsinc gegen abend gelegen. Die östlichste unter diesen 3. in-suln ist die gröste und am meisten bevölckcrt. Die schisse könnenzwischen diesen insuln hindurch fahren, und legen sie sich bis-weilen bey der grösten insul vor ancker, um allda sclaven, ele-phantcn-zähne, und palmen-wein, der allhier in grosser mengegefunden >vird, einzuladen, obwol die schiffahrt in dieser ge-gend nicht groß ist, dieweil die sclaven meistens anderstwo ae-hvlet werden. Die Schwartzen, welche die mittelste insul be-wohnen, werden für die schlauesten auf der gantzen küste gehal-ten. De la Croix. Dapper.
* Ambon , eine kleine Französifche stadt und Hafen in Nie-der-Bretagne, zwischen der stadt Vennes und dem ausflusse derVillaine.
* Ambota, oder Ambote, ein flecken in Samogitien inPolen , am flnsse Warwita, nicht weit davon, wo er sich in denfluß Wela ergeußt.
Amboule, ein sehr fruchtbares thal mit einer stadt gleichesnahmens, tu dem mittägigen theil der insul Madagascar, wor-mncn allerhand fruchte und trefliche vieh-weide, «ngleicben ei-len - und stahl-minen, daraus die bewährtesten wurf-spiesse ge-macht werden. Auch giebt es dafelbst bey der stadt Amboule ei-nen quell von warmen wasser, so zu erwärmung der kalten undgelähmten glieder überaus nützlich ist. Dieser brunn liegt etwan4. schritte von einem flnsse, dessen wasser zwar kalt, der fand aberauf dem gründe dermassen heiß ist, daß man mit den blossen Nis-sen fast nicht darauf treten kan. Die einwvhner stehen untereines Voadziri oder Negrischen Printzen gebiethe. Ihrer sindetwa bey zvoc>. meistens freche und ungezähmte lentye; inmas-sen auch alle landläuffer sich dahin, als in eine sichere freystadt,zu machen pflegen. Flacourt, hist. de Madagascar.*Ambournay, lat. Ambroniacum, ein flecken benebst einerHjstor. Lexkon I. Theil»
amb
347
Abtey in der landschafft Bugey in Franckreich, nicht weit vom
flusse Dain. Valesius , notit. Gall.
Ambracia , eine stadt in Epiro, wo vor zelten PyrrhusHof gehalten, heutiges tages Larta genannt, am Golfo diesesnahmens, den städten Nicopolis und Actium gegen über. Stra-to, lib.X. Bim. üb. IV. c. i. Curt. üb. I. c. ir. Aul. Gell. üb.VII. Coroneüi descr. Mor.
Ambrasi, ein fluß in Aftica, im Königreiche Congo, sonstauch Ambriflus genannt. Er entspringt im gebürge bey derstadt Tinda, und ergiesset sich in das Aethiopische meer, zwi-schen den flüssen Lelinda und Lofa.
* Ambrax, sein vatter war Thesprotus, und sein groß-vatterLaocoon ; die stadt Ambracia in Epiro, die auch, wie andrewollen, ihren nahmen von der Ambragia soll bekommen haben,Antonms Liberaiis met. c. 4· wird, was die benennung der-selben anlanget, ihm zugeschrieben. Stepbanus Byzmtims V.
’A/ußqa>tia.
Anibresburv, lat. Ambras , VILU8 , eine stadt in Wiltshi-re, z. Englische Meilen westwärts von Salisbury,an dem flusseAvon. Sie hat ihren nahmen von dem Römer, Ambrosio Au-reliano, bekommen. Allhier ist an. 977. ein Concilium, fb $6.Canones ill sich hat, gehalten worden. Cambd. Brit Speed.theatr. Brit.
AMBRONES , alte völcker, so in der gegend Embrun inDauphine, nach Fest! meynung,oder, wie Cluverius will, in derSchweiß um Zürich, Bern , Fribura rc. ihren sitz gehabt, undmit hulffe ihrer Alliirten, der Teutschen und Cimbern, den Rö-mern oftmals grossen abbruch gethan, endlich aber von MarioA. U. 6; 2. in einer schlacht dergestalt erleget worden, daß ihrerbey 200000. auf dem platze geblieben; zu dessen andencken nochein alt stuck von einer Pyramide, so von den Römern aufgerich-tet worden, zwischen Air und St. Martin in Provence zu erse-hen ist. Flor. Plutarcb. Gluver.
Ambrosia, ein gewisses fest, welches die Heyden dem Bac-cho zu ehren in dem monat januario, der ihm absonderlich ge-wiedmet war , zu begehen psiegten. c*i. Rbod. Ub.XVIII. c.2$.Pomey , Pantheum mythicum p. 54.
Ambrosio, Ambroise , siehe St. Ambrosio.
St. Ambrosio al Nemo, das ist, zum Walde, ist der näh-me einer geistlichen Congregation, unter der regul St. Augusti-ni, welche der Papst Eugenius IV. um das jähr 1431. bestäti-get. Man,trift die Congregation nur in Italien , und zwar indem Mayländischen an. Ihre haupt-kirche St. Ambrosio alNemo genannt, ist zu Mayland vor dem Comischen thor.
Davity.
St. Ambrosius, Ertz-Bischoff zu Mayland, wurde zu Trier oder Arles an. 333. gebohren. Sein vatter, gleiches nahmens,war von Römischer ankunft, und Land-Voigt in Gallien . Alser noch in der wiege lag, setzte sich ein bienen-schwarm auf fei-nen mund, und zog endlich, nachdem er oftmals aus und ein-geflogen, davon, woraus sein vatter muthmassete, daß aus die-sem kinde etwas grosses werden würde. Nachdem er in den stn-diis wohl zugenommen, begab er sich nach feines vatters todenach Rom , und wurde vor einen der besten Redner und Welt-weifen gehalten. Dannenhero ihn Anicius Probus, des KayfersValentmiani Ober-Hofmeister, zu seinem Rath, und hernachzum Bürgermeister ernennte, auch ihm an. 169. die Statthal-terfchafft über die Ligurische und Aemilische provintzen auftrug.Als er sich wegen dieses amts in Mayland niedergelassen, legteer den streit, welcher an. 374. nach Auxentii tode zwischen denCatholischen und Arianern wegen der neuen Bischoffs-wahl ent-standen war, durch sein ansehen bey, und wurde selbst zum Bi-fchoff erwehlet. Ob er sich nun wohl heftig weigerte, diesesamt anzunehmen, und deswegen gar die flucht ergriff, so fanddoch endlich das inständige bitten des volcks bey ihm statt. Hier-auf ließ er sich, weil er nur ein Catechumenus war, taufen, undder Kayftr Valentinianus , in dessen gegenwart er eingeweyhetwurde, danckte GOtt, daß er diesem mann, dem er die leider dermenschen untergeben, auch die seelen anvertrauen, und da-durch ftine wähl als rechtmäßig bestätigen wollen. So balder das Bischöffliche amt angetreten, verkaufte er seine güther,und theilte sie unter die armen aus; seinem bruder Satyr»aber übergab er das Haus-wesen und die weltlichen geschäffte,und legte sich gantz und gar auf die geistliche wissenschafften,worinnen ihm Simplicianus, ern Römischer Presbyter, an dieHand gieng. Als an. 377 - die barbarischen volcker in das Rö-mische Reich eingebrochen, fluchtete er in Jüyrien; von dargieng er nach Rom , und wurde an. 383. als Maximus den Kay-ser Gratianum bey Lyon umgebracht, von Valentiniano anMaximum abgeschickt, welchen er durch seine beredsamkeit ver-mochte , daß er sich zurück in die provintzen jenseit der Alpen be-gab. Gegen den Römilchen Pmorem , Q. Äurel. Snmma-chum, einen qeschwornen feind der Christen, erwies er sich sehreifrig, und brachte es dahin, daß er ins elend gehen musie. DieAriancr, so sich auf den schütz der Kayscrin Justinä und dersöhne Valentmiani verliessen, trieb er rechtschaffen ein. DenKayfer Theodosium strafte er wegen der an den Thessaloniernbegangenen graufamkeit, und nahm ihn nicht eher wieder in dieChristliche gemeine auf, bis er öffentliche busse gethan hatte.
G g * Er