* Barili , (Michael) aus Bergamo , trat daselbst in den Do-minicaner-orden, und wurde nach der zeit an verschiedenen ortenVicarius S. Inquilitionis. Er starb ums jähr 1661. Man hatvon ihm Martyrologium SS. & BB. Ordinis Praedicatorum ;UNd Trofei letterarii di tuttc le religioni. Ca,lvus, scenaletter. de scrittori Bergamaschi. Ecbard, script. ord. Praed.tom. II. p. 399.
*Bariliis, (Philippus de) Ertz-Bischoff zu Capna, erwehltvon Innocentio VII. den 19. sebr. an. 1406. Er war aus einerderer vernehmsten adelichen familien zu Neapolis, und Lanoni-cua zu Tropen worden, hatte darauf unter Bonifacio IX. ver-schiedene wichtige Verrichtungen im Neapolitanischen vollbracht,daß also gedachter Jnnocenttus seiner gute kundschafft hatte,und ihn dahero nach seinen Verdiensten zum Ertz-Bißthum er-höbe, welches er denn mit grossem rühm verwaltet, er hatauch den Ertz-Bischöfflichen paüast, so krieg und alters halbergar übel mehr beschaffen war, wieder aufbauen lassen. Er istvor die der Königin Iohannä geleistete treu und glauben insgefängnis gebracht worden, darinnen er fast seinen geist auf-gegeben. Er starb endlich in seinem Bißthum bey hohen jäh-ren und lebens-satt, an. 14;;. Ugbellus, Ital. sacr. wm VI.p. 361.
* Barillon, ein vornehmes geschlecht in Franckreich, wel-ches seinen Ursprung aus Auvergne hat, und daselbst bereits zuLudovici XI. zeiten wegen seines Adels und grossen Vermögensin besonderm ansehen gestanden. Unter Francisci I. reqiernngliesse sich Johannes Barillon, Herr von Murat in Ober-Au-vergne, zu Paris nieder, und verehelichte sich, als Königli-cher Setretarius, mit Claudia du Prat, einer tochter oder en-tkeim des an. 15??. verstorbenen Cantzlers Antonii du Prat.Johannes Jacobus Barillon, President aux Enquetes beydem Parlement zu Paris , hinterliesse bey seinem an. 1648. er-folgten tobe von Bonn « Fayet, des Präsidenten Fayet toch-ter , unter andern folgende drey kinder: i.) N. Barillon, wel-cher ausscrordentlicher Ambassador in Engelland gewesen. 2.)Henrtcum, welcher an. 1639. den 4. mertzen gebohren, und an.i6yy. den 7. may, als Bischoff von Luqon, zu Paris mit tobe ab-gegangen, nachdem er feinem amte 27. jähre mit grossem rühmevorgestanden. 3.) Judith, die an. 1663. mit Casare Phi-lipps , Grafen von Chastelus, verheurathet worden, und an.1721. in dem 71. jähre ihres alters gestorben. Paulus Ba-rillon , Herr von Amoncourt, Requetenister, nahm an.1663. Mariam Magdalenam Mangot zur ehe, und ge-segnete an. 1694. das zeitliche. Antonius Barillon, Herrvon Morangis, so Requeteneister, und nach und nach In-tendant von Metz , Alenqon, Caen und Orleans gewesen,zeugte mit des Cantzlers Ludovici Boucherat tochter, Ca-tharina, die ihren ersten gemahl, Henricum von Nesmond,an. 1672. durch den tod verlohren, unter andern Annam Fran-ciscam Barillon, welche an. 1693. Antonio Lleriado vonEhoiseul, Herrn von Aillecourt, ehelich beygeleget worden.Anj'elme, hiit. geneal. tom. IV. p. 843- tom. VI. pag. 453. 338.& 386. tom. VII. p. 9.
* Barillon, (Joh. Jac.) President aux Enquetes bey demParlement zu Paris , war einer der getreusten und eifrigstendiener der Königin Anna, und hatte in dem Parlement ernstlichdarauf gedrungen, daß die Verordnung Ludovici XIII. wodurchseiner gemahlin gewalt allzu sehr eingeschrencket worden, zer-nichtet werden sollte. Weil er aber hernach nicht so hoch, alser sich eingebildet, geachtet ward, und die Königin allen ge-walt in des Mazarin Hände gab, redete er nicht allein mit allzugrosser freyheit davon, sondern hetzte auch andere glieder desParlements, in welchem er viel vermochte, dahin auf, daß siesich denen Königlichen befehlen zu widersetzen anfiengen. Umdeswillen fand der Hof für gut, ihn nach Pignerol zu senden,allwo er an. 1648. wie gemuthmaffet wird, am gift gestorben.Er war sonst ein ehrlicher mann, konnte aber alle die, so in ho-hen ansehen und bedienungen stunden, nicht vertragen. Mim.
de Motteviöe , tom. I. Mem. de Montglat , tom. II.
* Barillowitzsch, ein vestes grentz-schloß in Croatien, wor-auf ein Kayserlicher Obrister als Commendant wohnet. Univ.
hexicon.
* Baris, (Angelus de) ein Dominicaner-Mönch, von sei-ner valler-stadt in Apulien also zugenannt, wurde zum Bischoffzu Bidetto ernennet, soll aber resigniret haben, und in seinemkloster an. 1407. gestorben seyn. Altamura eignet ihm folgendeschriften zu : Expositionem in Epistolas Pauli ; Conciones detempore & de Sanctis. Ecbard , script. ord. Praed. tom. I.p. 7 so.
* Baris, (Salvius de) ein Dominicaner-Mönch aus Apu lien , von seiner vatter-stadt also zugenannt. Tägius in Mon.Ord. nennet ihn Saulum, wegen seinen vortreflichen gaaben.Urbanus v. setzte ihn den 26. decemb. an. 1364. ins Bischoff-thum Salpi ein, welches er bis an sein ende an. 1374. verwal-tet. Er hat Sermones de tempore & de Sanctis, UNd vielesmehr geschrieben. Aitanmra. Ugbellus , Ital. sacr. tom. VII.Ecbard , script. ord. Praed. tom. I. p. 674.
Barjols , lat. Barjolum, eine stadt in Provence , mit einerbailliage, liegt auf einem sehr fruchtbar« boden , am Ursprün-ge des flusses Argens, und hat eine Collegiat-kirche, so an. 1060.von Rainbaldo, Ertz-Bischoffe zu Arles , gestiftet worden. Sie
ward all. 1362. von den Protestirenden eingenommen, und vonden Ligisten an. 1390. wieder erobert. Suxi Pontis. Arel. Nt*ßrad. Houche , hist. de Prov.
* Bariols, (Elias) ein Französischer Poete äus Provence,ist an. II 80. gestorben, und hat ein Poemade bellis Comit.Raimund. Berenguiers II. III. contra Stephan, de Beaux & fi-lios ejusdem ; ingleichen der Printzeßin Garcene zu ehren einheroisch getichte geschrieben. Verdier,, hihi. Franq. Nnftra*.dämm , vit. Poet. Provincial.
* Bartquicemeto, Bariquicemeta , ist'eine auf vestem landin dem mittägigen America gelegene landschafft. Sie liegtin dem mittäglichen theil des Gudernaments von Venezuola,der länge nach an dem fluß Bariquicemeto, so man auch Variaoder Rio de St. Pietro nennet, welcher sich samt dem Plato,in den grentzen Neu-Andalusiens , in den fluß Orenoco ergeußt.Maty , Diction.
* Baris, ist eine stadt Pamphyliens in Pisidien , einer gegendKlein-Asiens, ohnfern dem Ursprung des flusses Catarachs, umden berg Taurus, dreißig meilen von der stadt Anliochia in Pi sidien auf der abend-seiten gelegen. Es ist allda ein Bischöffli-licher sitz, so unter den Patriqrchen von Jerusalem gehöret.
Moreri.
* Bariso, der erste König in Sardinien , war anfangs Kay-serlicher Richter von Arborea, oder Ebonca. Die Genueseraber verlangten von Friderico I. Römischen Kayser, daß die tn-sul Sardinien zum Königreich erhoben, und Bariso zum er-sten König creiret würde. Hingegen sollte es vom Kayser zulehn genommen, und 4000. marck silbers in die Kayserliche Cam-mer bezahlt werden. Ob sich nun gleich die stadt Pijä, welcheauch einen anspruch auf die insul hatte, darwider setzte, sogab der Kayser an. 1164. vor seiner abreise der Genueser bittenstatt, liesse den Bariso durch den Bischoff von Lüttich salben,und setzte ihm den 3. aug. an. 1164. zu Pavia die Königlichecrone selbst auf das Haupt. Weil er aber das von denen Ge-nuesern zu erkauffung des Königlichen tituls aufgenommenegeld nicht bezahlen konnte, nahmen sie ihn an. 1165, gefangen,da sie ihm doch zum Königreiche behulflich gewesen; da hinge-gen die von Pisa , welche ihm vorhero zuwider gewesen, sichnunmehro seiner annahmen; worüber es zu einem kriege kam,der beyden theilen wenig nutzen brachte. Trift. Laich. XI. adan. 1164. & 63. pag. 228. Sigonius , Ital. XIII. p. 316. seq.Acerb. Moren. p. 841. AH. Alex. «N. 1164. §.46. Heinrichs
von Bünau leben Friedrichs I. Römischen Kaysers, pag. I6l.163.179.
* Barisonius, (Albertinus) der 34. Bischoff zu Ceneda,wurde den 24. nov. an. 1633. dazu erwehlt. Er war ein Edel-mann aus Padua , hatte sich in beyderley Rechten wohl geübt,wurde darauf an der Stifts-kirche daselbst Oanonicus , und beyereigneter vacantz Vicarius Lapitularis , nicht lange darnachArchypresbyter , UNd Professor Publicus erst Juris Feudalis ,dann Pandectarum , und zuletzt Philosophiae Moralis , bis erendlich zu obigem Bischoffthum erhoben wurde. Er starb fast80. jähr alt den 13. aug. an. 1667. Ugbellus, Ital. sacr. tom.V. p. 223.
Barkasted, siehe Berkhamfted.
Barkentin, siehe parchentin.
* Barkesdale, (Clem.) schrieb in Englischer spräche vierDecades & memorias illustrium Perfonarum, Londen 1661. in8V0. Oxford 1662. in 8vo ; Recordationes & memorias excel-lentium Virorum , Londen 1670. in 8vo ; Obitus & elogia do-ctorum Virorum ex Thuano , Londen 1640, in 4to , und 1671.in 8. Hendreich.
* Barkiarok, wäre ein söhn des Malek Schah, und dervierte Sultan des Selgiucidischen siammens, und stunde in sei-ner regierung unterschiedliche unglücks-fälle aus. Er wäre derälteste unter allen kindern des Malek Schah, und folgte ihme indem 483. jähr der Hegira , 1092. jähr nach Christi geburt in derregierung nach. Er hatte mit einer stief-mutter sehr viel streit,welche ihren von Malek Schah erzeugten söhn auf den thron er-beben wollte. Er nennte sich Mahmud, und obschon er nichtüber vier jähr alt war: so wurde er dennoch zum Sultan underben aller seinem vatter zugehörigen landen ernannt, zu derzeit da sich Barkiarok zu Jspahan, der damaligen Königliche»residentz der Selgiuciden, befände. Er wurde zwar von seinerstief-mutter allda belagert, fände aber mitte! ihro zu entgehen.Nachgehends hatte er auch mit zweyen seiner oheimen nach ein-ander zwistigkeiten. Dann als er sich mit Mahmud, dessen mut-ier gestorben wäre, verföhnete, und in guter Verständnis mitihme lebte, so ergriffen ihne einige, und uberliefertm ihne sei-nem bruder; und wäre man schon bereit, ihme die äugen zu bleu.den, als Mahmud plötzlich an den kinder-blattern starbe, wor-aus die, so ihne ergriffen hatten, die erstern waren, so ihne nachdiesem tod zum Sultan ausrüsten. Nachgehends erweckte einin seine unqnad gefallener Vezier, einen andern seiner brüdernnahmens Mohammed, der in Adirbeizan seine residentz hatte,wider ihne. Nach unterschiedlichen geführten schlachten kämees endlich zu einem vergleich, wodurch Mohammed von denenprovintzen Syrien , Mesopotamien , Medien, Armenien undGeorgien meister bliebe; der übrige theil des Reichs aber, alsPersten, Erack, oder Parthia, Chorasan, Mazanderan , diejenseit dem Gihon gelegene provintz Kerman ; wie auch ein theil