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gärten herum, die sie in unterschiedlichen kleinen bächleindurchfliessen, und sich also durch den gantzen wald zertheilen ;also daß nicht ein einiger garten ist , so nicht durch seine eigenefliesscnde bächlein benetzet wird. Der Überrest dieses flussessammlet sich an einem ort, snd-ost von der stadt, zusammen,und ergeußt sich drey oder vier Meilen von bannen in einen Mo-rast , allwo sich diese wasser, ohne in das meer zu fliesten, ver-lieren. Die Griechen, und nach ihnen die Römer, nennendiesen fluß Chrysorrhoas. Der gelehrte reisende, so uns diesebeschreibung mitgetheilet, sagt, er habe betreffend Abana undPharphar, wovon 2. Leg. V. 12. geredt wird, nicht die ge-ringsten merckzelchen, ja nicht einmal die nahmen entdeckenkönnen; dennoch glaubet er, solche seyen nichts anders alsarme des flusses Barrady gewesen, und scheine es, als ob ei-ner dieser alten flüssen derjenige arm gewesen seye, so heutedurch den Lgrum Damascenum , und gerade in die stadt fleußt.Maundrell , voyage , &c. p. 20}. &c.
Barrafranca , ein städtgen in dein Sicilianischen stift Ca-tanea, so an. 1564. den titul eines Marggrafthums empfangen.
* Barranca, (Rio äella) ein fluß in dem mitternächtigentheil von Peru , welcher bey seinem ausfluß einen sehr beque-men Hafen machet, den die Svanier Puerto de Barranca nen-nen. Die schiffe sind allda vor allen winden gesichert. Es liegtdieser Hafen einen grad und 3,0. Minuten nordwärts von Lima entfernet. Groß allgem. Holl. Leric.
Barraut, ein Marquisat in der Französischen provintz Gui-enne.
Barraut, (Johann Robert de ) war ein söhn Emrichs,Grafens von Barraut, der unter Ludovico XIII. als Gesand-ter nach Spanten geschickt wurde. An. 16,2. wurde er inRom zum Äischoff von Bazas in Guienne geweyhet, und nach-mals zu einem Groß - Almosenircr bey der Königin in Engel-land bestimmet; weil er aber bey den Protestirenden sehr ver-haßt ware, gieng solches zurück. An. 1631. gab er ein werckheraus unter dem titul: le Bouclier de la Foi contre les here-tiques , und nahm auch in selbigem jähre von seinem Ertz-Biß-thum Arles besitz. An. 1635. präsidirte er bey der Versamm-lung der Französischen Geistlichkeit zu Paris , und starb dar-auf an. 1643. den 30. jul. Sammarth. Gall.
Barray, siehe Barra.
La Barre, siehe Barriere. (Peter)
* Barre, (Franciscus Poullain de la) war im jul. an. 1647.zu Paris gebohren, und machte in kurtzer zeit grosse progressenin den studien. Er ware mit bey den Unterredungen über dieCartesianische Philosophie, welche sich von tag zu tag mehrausbreitete. Weil er nun dieser Philosophie sehr ergeben war,so fände er keinen geschmack an der Schul-Theologie, welcheer zu eben der zeit aufgäbe, da er sollte bey der Sorbonne Li-centiam erhalten, um zu seiner zeit den voickor - grad anneh-men zu können. Doch beflisse er sich auf die heil. Schrift,und die traditionen der Römischen kirche. An. 1680. nahm erdie Pfarrey zu Flamangrie in dem Bißthum Laon an dengrentzen derPicardie an. Da er aber in verschiedenen Mey-nungen von der Römischen kirche abgieng, verließ er an. 1688.seine Pfarrey, und begäbe sich nach Genf , allwo er sich an.1690. verheurathete, und anfänglich fremde in der Französi-schen spräche unterwiese, bis ihm an. 1708. eine der erstenclassen der schul anvertrauet wurde. Man schenckete ihmhierauf an. 1716. das buraer-recht, und im may an. 1723.starb er. Da er noch in Franckreich war, gab er folgendeschriften aus : Traitd de l’egalite des deux sexes. Ferner Traitede l’education des Dames. Desgleichen de l’Excellence deshommes &c. Diese wercke wurden verschiedene mal in Franck-reich gedruckt. Zu Genf aber gäbe er an. 1720. heraus: LaDoctrine des Protestans iur la liberte & le droit de lire PEcri-ture S. ; für le Service divin en langue entendue; für l’In-vocation des Saints; für le Sacrement de l’Eucharistie, justi-fiee par le Nickel Romain, & par des refiexions &c. Me-moires du tems.
Barreaux, Barraux, eine vestung in Dauphins , an denSavoyischen grentzen, eine meile von Montmetian, wird zurrechten von der Jsere, zur lincken durch einen unsteigbaren fel-sen, und von vorne durch Wasser genugsam bedeckt. DerHertzog von Lesdiguieres eroberte sie an. 1328. innerhalb 2.stunden. Mezeray , in Henr. IV.
Barreaux, (Jaques de Vallee, Seigneur des) wurde zuParis an. 1602. von einem vornehmen adelichen geschlechte ge-bohren. Sein vatter war Jacobns de Vallee, Herr des Bar-reaux , Requeten - meister und Präsident im grossen Rathe zuParis . Er studirte anfänglich bey den Jesuiten , welche, weilsie seine fähigkcit merckten , ihn gerne in ihre Societät ziehenwollten , worzu aber weder er noch seine anverwandten einigetust bezeigten. Er verfiel hernach in eine sehr liederliche lebens-art, daß er auch dadurch sehr bekannt worden. Sein vatterverschaffte ihm, da er noch sehr jung war, die stelle einesParlements-Ralhs zu Paris , diese aber büßte er ein, indem er,wie einige vorgeben, seine maitresse dem Cardinal Richelieu nicht lassen wollte. Er brachte die übrige zeit stines lebcns inaller crfinnlichen Wollust zu, und schrieb viel Französische undLateinische vcrse. Von der religion machte er gar kein werck,ja er wird von vielen unter die Atheisten gczehlet, doch soll er 3.jähr vor seinem tobe sich geändert haben. Wenigst hat er einige
jähre vor seinem tobe ein Französisches Sonnet ausgesetzt, darinnen sich fmtrefliche ausdruckungen und gar schöne buß-gedan'den finden. Da er auch vorher immer von einem ort zum andem gererset, und wo er vermeynte die qröste ergötzlickkitmfinden, sich aufgehalten, begab, er sich nach semer besierunq .mChalons an der «Laone, und führte daselbst eme stille und eugezogene lebens-art, bis er an. 1674. starb. ßayie * Pe '
(Pdorus) ein Portugiesischer Priester des vr-dens Christi, schrieb zu ansang des XVII. feculi ein werck niSpanischer spräche von denen bäumen, pflantzen und blumenderen m der Bibel gedacht wird , ing,eichen lliitoria de£aIna tn Portugiesischer spräche. Anton. bibl. Hisp. m
Barreiro, (Caspar) Canonicus in der Haupt-kirche ru (fnv,ra, war gebürtig von Viseo in Portugall. Er stund beu knitico von Portugall, Cardinal und Ertz - Vischoff von Evora sehr wohl, der sich stiner auch in unterschiedenen ivichuqmVerrichtungen bedienet. An. 1346. wurde er nach Rom g"schickt., woselbst er mit Bembo und Sadoleto in bekanntstbaffcgeneth. Er starb an. 1360. und seine schriften wurden von feiuem bruder Lupo, der auch Lanonieus zu Cvora war, heraus
Weben: als eine beschreibung der städte von Badajo, bisMayland; einen tractat de Regione Ophir, & c .inchron. Ortelius, geogr. Anton. bibl. Henateich.
Barrelier, (Jacob) war zu Paris an. i6os. aus einemedlen geschlechte gebohren. Er beflisse sich der Medicin, dar-innen er jedoch den gradum Doctoris nicht annehmen wolltetsondern an. 1633. in den Dominicaner-orden trat. Doch warseine meiste bemühung in der Botanic, zu deren ausarbe tunaer auf langwierigen reisen durch Franckreich, Spanien und cktacken, die er zum theil auf Verordnung Hertzog Gastons vonOrleans verrichtet, eine grosse menge kräuter sammlete, undüberall her von andern berühmten Lotanicis die besten Nachrich-ten erhielt. Er hat vorgehabt, selbst ein Herbarium herauszu geben, auch schon viele kräuter in kupfcr stechen lassen,noch mehrere aber selbst nach anweisung des Herrn Tournc-forts, entworffen, welcher die blumen , fruchte und saamen je-des besonders zu zeichnen pflegte. Aber er starb über diesemvorhaben zu Paris an. 1672. Doch hat ein Französischer Me.dicus, nahmens Anton, de Jußieu, seine arbeit unter dem titul:Planta: per Galliam , Hifpaniam & Italiam observata, an. 1714,in fol. drucken lassen. Le cv«c,bibl.anc. & mod.T.ii.p.n.p.jit
* Barreme, ist ein fluß Franckreichs in Ober-Provence andem fluß Asse, zwischen der stadt Senez und Digne gelegen,welcher seinen'nahmen einem ohngefehr vier oder fünf weilenlangen, und etwan zwey meilen breiten thal, in welchem er sichbefindet, giebt. Mary , Dich
*Barres, (Johannes des) ein Herr von Chaumont -kur.Nonne, Marschall von Franckreich, wurde indem jähr-zu.mit Anceau von Joinville und Simon von Menou in dem wi-der den Lertzogen geführten krieg in Lothringen geschickel, undlegte in dem monat mertzen 1314. in dem nahmen des Königs,dem Bischoffen von Aurerre wegen dem, dem Grafen von Flan dern zugehörigen, und von Jhro Majestät confiscirten, landDongy die Huldigung ab. In dem ichr 1318. machte ihnedieser Monarch zum Marschalln von Franckreich, und schickteihne den 27. scpl. 1319. mit dem Cantzler und Petro Galml,dem Requeten-meister ab, um Robertum 111 . Grafen von Flau.dcrn zu citiren, in eigener Person zu Paris den künftigen Wcyh-nacbt-tag zu erscheinen. In den folgenden jähren thäte ihmeder König unterschiedliche geschencke, und das letzte den 6. wein-monat i z22. Er vermählte sich mit Hellisane, einer Dame vonChaumont -ckir.Ponne , einiger tochter und erbin Wilhelmi,Herrns von Prunay, welche annoch in dem jähr 1347. lebte,von deren er erzeugte Petrum des Barres, Ritter, welcher einvatter Wilhelmi und Guidonis des Barres ware. ?. Anjelme,hilt. des grands Officiers.
* Barrel, ( Wilhelm) ein Engelländischer JCtus, hat de
Jure Regis, feu de absolute & independenti secularium Princi-pum , & obsequio eis debito, drey bücher geichrieben, Basel 1612. Franckfurt 1617. Lvnden 1618. in 8. Hendreicb.
.* Darretarius, (Sebastianus) ein Jcsuite aus Flvrcntz ge-bürtig , ist an. 1622. gestorben, und hat das leben Iosevhi An-chiettä, wie auch eine kirchen-historie, vom anfange der ivelt bisauf die Apostel, geschrieben. Alegambe.
* Barretus, ( Emanuel) aus Port ä Port, ein Jesuite,wurde als Nickionarius nach denen Japanischen insnln geschickt,und starb zu Naugasacchi an. 1620. den n. may in stillem 37.jähre. Er hat Elofeolos de Virttitibus & Vitiis e Scriptura,Doctoribus & Philosophis geschrieben. Curaofus, inHagiolo·gia. Aleiambe. Anton. bibl. Hisp.
* Barretus, (Franciscus) ein Portugiesischer Jcsuite, istan. 1663. gestorben, und hat Relarionem de iüillionibus &Christianitate in Provincia Malabarica in Italiänischer sprächeheraus gegeben, Rom 1643. in 8. Hinäretcb.
* Barretus, (Melchior Nunnius) ein Jesuite aus einem vor-nehmenPortugiefiscben geschlechte, studirte zu Coiinbra,u. machtesich nachgehends als Nickionarius in Indien bckant. Er starb an.1371. zu Goa , und hinterließ briefe ; einen Catechifinum rc. Aits.
* Barriano, eine kleine stadt in Italien , in der Vcnctiani-schen provintz Bergamasco , an denen Maylandischen grentzen,3. meilen von Creina ; es soll dieses das ehmaligc Barra seyn,darvon oben gedacht ist. Vmvcrjal-Lexkm.