Buch 
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
JPEG-Download
 

946 b e r

ven zu thun. Endlich starb er zu Corbey an der pestilentz an.ioio. den 9. febr. Chronographus Saxo , ad an. 985. 994 ·Belmoldus , 1 . c. I. 16. 9. L 16. 1. Pfeßngtr ad Yitriar.1 .16. tom. II. p. III. seqq. Luca Fürsten-saal, p. 622. seq.

* Bernhardus II. oder Benno, des vorhergehenden söhn,folgte auch demselben in der regiernng. Heimoidus , chron.Slav . I. 16. 2. Leibnitz , rer. Brunsuic. tom. I. p. 725. 111 . p.2;. Erheurathete Bertradam, Königs Haraldi inDänemarck

tochter. Bucelinus , hist. Agilolf. p. 599. Conradus Boiho, ehr.Pietur. ad an. 1008. Er zeugte mit derselben Ordulphumoder Ottonem und Hermannum. Bucelinus I. e. schreibt, er ha-be auch 2. töchter gehabt, die eine Hildegard sey an Buthue,König der Obotriten , und die andere an Rvbertum Frismm,Grafen von Flandern , vermählt worden, allein man findet inden alten geschicht-schreibern nichts von denenselben. Der an-sang seiner regierung war nicht ruhmwürdig. Er fieng mitdem Ertz-Bischoff zu Hamburg einen krieg an, welcher der kir-chc grossen schaden that, kaum war solcher krieg geendiget, soempörte er sich wider Kayser Henricum II. Gedachter Bischoffaber vermittelte es dahin, daß Bernhard zum Schalcksberg ander Weser dem Kayser suß-fällig eine adbitte thun mufle.Kran'z.Saxon. IV. 30. Er ließ die von seinem vatter mit mühe untersich gebrachten Sclaven so hart regieren, daß sie um das jähr101 j. von der Christlichen religion wieder abfielen, zumal als erseine enckelin des Wendischen Fürstens Mistewoi söhne nicht ge-ben Wollte. Adamut Bretnenßs , hilt. eccl. 50. seqq. HelmnLdw, Slav. chron. 1 .16. 5. Er starb an. 1061. wie Adamus, IV.I. Lambecius, orig. Harnb. §. 60. setzen. In Alberto Stadensi p.128. aber, ingleichen in nistoria Archiepnc. Brem. in Vita Adal-Berti p. 8)- Lindenbrogii chron. Slav . 14. p. 193. Krantzio, Me-trop. IV. 40. und Vielen andern steht das chhr 1062. vfeffingerad Vitriar. 1 .16. T. II. p. 12z. Lucä Fürsten-saal, p. 62;. seq.

* Bernhardus, war Hertzogs Wilhelmi zu Weimar sechstersöhn, gebohren zu Weimar an. 1658. den 21. febr. an welchemtage seines vatters bruder, Bernhard der grosse, die berühmteschlacht bey Rheinfelden erfochten, und alle Kayserliche Gene-rals gefangen bekommen. Tenyel, im Ernestinischen medaillen-cah. p. 70z. Er lag in seiner jugend dem studiren ob, und hatvon an. 1654. an das Rectorat der Universität Jena als Magni-ficentidimus sechs mal verwaltet. Nach diesem trat er die reisein fremde länder an, und läse sich eine gemahlin in Franck-reich aus, nemlich Mariam von Tremouille, Hertzogs Henricivon Thovars tochter, mit welcher er kurtz nach seines vatterstode an. 1662. den 10. jun. zu Paris beylager hielte. MüllersSächf annal. p. 449. keq. Hierauf theilte er sich noch in die-sem jähre den 20. sept. mit seinen noch übrigen ältern brü-dern, Johanne Ernesto,Adolphs Wilhelms und Johanne Geor-gio, in die intraden derer vätterlichen lande, und bezöge nachgetroffener theilung, darinnen ihm schloß, amt und stadt Je­ na , wie auch Burga nebst der stadt Lobda, amt Capellendorf,stadt Buttelstedt samt 2. vogteyen, 2. forwergen und dem dorfDöbrizschen durchs loos zugefallen, Id. ib. p. 491. seine residentzzu Jena . Hierzu bekam er an. 1672. aus der Altenburgischenerbjchafft die 4. ämter, Altstädt, Dornbnrg, Bürge! und Heuß-dorf. An. 167z. den 24. nov. emvfieng er nebst seinen brudernund vettern die lehn am Kayserlichen Hofe über den Altenbur-gischen und Coburgischen anfall. Id. ib. p. 509. An. 167z. den22. jul. ließ er wider die von den studenten zu Jena auf-gerichteten Nationes ein scharfes Mandat in druck ergehen, Id.ib. p. 521. half auch sonst dem justitz - und policey-wesen durchgute Verordnungen auf. An. 1678. den 18. mart. richtete erein testament auf, verordnete darinnen seine gemahlin zur vor-münderin seiner kinder, und starb noch in diesem jähre den;.may zu Jena an einem hitzigen fieber im 41. jähre-seines al-ters. Er hat mit seiner gemahlin folgende kinder gezeuget:1.) Wilhelmum, gebohren den 24. jul. an. 1664. starb den21. jun. an. 1666. 2.) Eine den 7. apr. an. 1666. todt geboh-rene Printzeßin. z.) Bernhardum, gebohren den 9. nov. an.1667. starb den 26. apr. an. 1668. 4.) Charlotte Mariam, ge-bohren den 20. dec. an. 1669. vermählt den 1. nov. an. 168;.an Hertzog Wilhelmum Ernestum zu Weimar , von welchemsie aber den 2;. august. an. 1690. gewisser urjachen wegen ge-schieden worden. Id. ib. p. 596. Glasey, kern der Sächs. ge-schichte, p. 659. seq. und ist an. 170;. zu Tonna in Thüringen ge-storben. 5. ) Johannem Wilhelmum, gebohren den 28. mart.an. 1675. von welchem an seinem orte wird gemeldet werden.Weilen aber Hertzog Bernhard mit seiner gemahlin auf dieletzte nicht in gar zu gutem vernehmen lebte, und sich gar vonihr scheiden lassen wollte, machte er inzwischen mit Aemiliavon Koßvot, so an seinem Hofe als Fräulein war, eine mariagede Conscience, wovon das diploma in Lünigs Reichs - archivzu lesen, und ließ sie unter dem nahmen der Gräfin von Alt-städt in den Grafen -stand erheben, zeugte auch mit selbiger ei-ne tochter, welche an Otto Wilhelm von Tumpling, zuerst Mer-seburgischen Hof-Marschalln, und hernach Königlich-PolnischenCammer-Herrn verheurathet worden , und ihm 2. söhne, Frie-drich Wilhelm und Christian Lebrecht, zur wett gebohren.Sächsische merckwürdigkeiten, p. 612. seqq.

* Bernhardus, der gottsförchtige, Hertzogs Ernestizu Gotha hinterlassener dritter söhn, m der ordnung aber dersechste Printz, war gebohren den 10. sept. an. 1649. MüllersSachs, annal. p. 575. Er hielte nach seines vatters absterbenerstlich in der Marienburg zu Jchtershausen Hof ; Id. ib. p.

ber

558. Tentzel, im Ernest. medaillen-cab. 9.952. als er aber durchgetroffenen vergleich unter denen sämtlichen gebrüdern Meinun-gen nebst andern stadten und ämtern zu seiner landes-vvrtivnerb - und eigenthümlich mit samt der Lands - Fürstl. Hoheit,Regalien, Herrlichkeit und Gerechtigkeit, wie die nahmen habenmögen, überkam, bezöge er den 25. jun. an. 1680. die neueresidentz zu Meinungen, und ordnete daselbst eine völlige re-gierung und Hofhaltung an, ließ auch im folgenden jähre ei-ne policey - ordnung in druck ergehen. Müller, I. c. p. Ii4 .An. 1684. ließ er nebst seinem bruder Hertzog Alberto zu Co-burg das ihnen von dem ältesten bruder, Hertzog Fridericocedirte Coburgische votum auf dem Reichs-tage zu Regenspurgzum erstenmal ablegen. Id. ib. v. 551. Historische stemaiquezan. 1706. p. 155. An. 1691. übernahm er nebst Hertzog Alber-to zu Coburg , die vormundschafft über seines bruders, HertzogFriedrichs des ältern zu Gotha , hinterlassene unmündige kinder.Müller, I. c. p. 599· An. 1692. den nov. ließ er die vonihm erbaute schloß - kirche zur H. Dreyeinigkeit auf der neuenElisabethenburg zu Meinungen, worzu der grundsiein den 26.jun. an. 1682. geleget worden, feyerlichst einweyhen, nnd einegedächtnis-müntze darauf prägen, die unter das volck auSgeworf-fen wurde. Tentzels Sächf schloß-kirch-einweyhungs-medail-len-beschreib. in fol. an. 1699. den 6. aug. Nach Hertzogs Alder-ti zu Coburg absterben fiel ihm das Veniorat und Directoriumin dem Fürstl. Gothaischen samt-hause nebst dem zur ergvtzlich-keit davor ausgesetzten amte Oldisleben zu, und nahm er wievon diesem, also nicht minder krafft eines unter dem s. apr.vorher getroffenen Vergleichs von dem gantzen Fürstenthum Co-durg vor sich und im nahmen seiner drüder und vettern besitz,stellte auch, als Hertzog Ernestus zu Hildburghausen , und Her-tzog Johannes Ernestus zu Saalfeid ermeldten receß nicht gut-heißen wollten, einen rcvers an selbige aus, Lünig, im Reichs-archiv, P. spec. II. n. 151. 157. seqq. vermöge dessen er beyde indie compofseffion des Hertzogthums einnahm, und sich zur güt-lichen Handlung erbot; es entstund aber diesem allen ungeach-tet nach der zeit wegen der einem jeden versprochenen salisfa-ction so viel diftmt, daß endlich die Häuser Gotha , Hildburg­ hausen , Saalfeld rc. von dem receß von an. 1699. gar abgiengen,und ersteres sich mit gemalt in die compoiseffion setzte, welchesaber Sachsen -Meinungen vor turbationes und attentata aus-gab , und deswegen zu behauptung seiner gerechtsame Giovan-ni Germania Pririceps p. 160. seq. der Juristen - Facultät zuGiessen rechtliche approbation vor Meinungen in der Coburrzischen succeßions-sache rc. an. 1700. ein mandatum S. C. denon turbanda posseffione wider Gotha und Consorten von demKayser auswürckte , worauf an. 1702. zwischen Gotha undMeinungen ein neben-vergleich erfolgte, deme jedoch Hildburg-hausen und Saatfeld widersprochen, bis endlich das ersterean. 1705. sich mit dem amt Sonnenfeld abfinden liesse , dahingegen letzteres auch nach des theuren Hertzogs Bernhardtam 27. apr. an. 1706. beschehenen ableben den proceß so lan-ge fortgeführet, Electa Juris pulst. tom. II. p. 706. tom. III.p. 509. Bücher - cabinet 10. eingang p. 860. Hönns Co-burg. chron. bis endlich an. 1720. im jan. ein vergleich , des-sen innhalt bey dem Lünig im Reichs-archiv befindlich ist, ge-troffen worden. Es hat sich unser Hertzog zweynial vermähltgehabt, a) mit Maria Hedwig, einer tochter Landgrafens Geor-gii II. zu Hessen-Darmstadt , den 22. oct. an. 1671. und fol-gende kinder mit ihr gezeuget, als : 1.) Ernestum Ludvvicum»gebohren zu Gotha den 7. oct. an. 1672. dero glorreichen Nach-folger an der Coburg -Meinungischen landes - regierung, vondem unten an seinem orte in einem besondern artickul. r.)Bernhardum, gebohren den 25. oct. an. 1675. gestorben den25. oct. an. 1694. zu Brüssel , darinnen er mit seinem unter-habenden regtment zur besatzung gelegen, an einem schlagffusse.3.) Johannem Ernestum, gebohren zu Gotha den 29. dec. an.1674. gestorben den 8. febr. an. 1675. 4.) Mariam Elisabe-tham, gebohren zu Jchtershausen den u. aug. a». 1676. gestor-ben den 22. dec. besagten jahres. 5.) Johannem Georgium,gebohren zu Jchtershausen den 5. oct. an. 1677. gestorben imdarauf folgenden jähre den 10. oct. 6.) Fridericum Wilhel-mum, gebohren zu Jchtershausen den 16. febr. an. 1679. sonach abgedachten Hertzogs Ernesti Lndovici an. 1724. crfoigtcmtode, die regierung der Coburg - Meinungischen landen in ,ge-meinschaffl mit dero stief-kruder, Hertzog Antonio Ulrico fuh-ren. 7.) Georgium Ernestum, gebohren zu Jchtershausen den29. mart. an. 1680. gestorben ven 1. jan. an. 1699. b j mitElisabetha Eleonora, einer tochter Hertzogs Antonil Ulrici, zuWolffenbüttel, und wittwe Hertzogs Johannis Georgii zu Meck­ lenburg-Schwerin , den 25. jan. 1681. Die kinder von diesergemahlin find : 1.) Elisabetha Erncstina Antonia, gebohrenden ;. dec. an. 1681. Aebtißin zu Gandcrshelm vom oct. an.171;. an. 2.) Eleonora Friderica, gebohren den 2. mart. an.168;. 3.) Anton. Augustus , gebohren den 20. jun. an. 1684.estorben noch in diesem jähre dkii 7. dec. 4.) Wilhclmineouise, gebohren den 19. jan. an. 1686. vermählt den 20. dec.an. 1703. mit Hertzog Carolo zu Würtemberg - Bernstadt inSchlesien in Juliusburg . 5.) Anton. Ulricum, gebohren den22. oct. an. 1687. ietzo gemeinschafftl. regierende» Hertzog zuCoburg -Meinungen, wie bereits oben erwehnt. So gesegnetnun beyde ehe» gewestn, so gut hat auch das leben unftrs Her«tzvgs mit seinem symbolo, in vulneribus Christi triumpho, über»eingetroffen, daß er auch den beynahinen des gottsförchligen

erlanget,