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Jedermann §ach einem Gewitter an sich selbst spührenkann. Wenn daher in mehrern Jahren keine Gewitterwären, würde die Erde bald nichts mehr zur Reife brin-gen , und ein ungesunder Wohnplatz für uns werden. DieGewitter sind also eine Wohlthat von Gott, wie Thauund Regen, und wir sollten ihm für jedes billig danken;wenn auch einiger Schade dadurch geschehen wäre. Werhingegen meint, der Vater im Himmel zürne mit denMenschen, und wolle sie in Furcht jagen oder gar strafendurch die schönen Blitze und den prächtigen Donner: derkennt den Vater im Himmel nicht. Wen» auch einmahlein Mensch vom Blitz erschlagen wird, welches doch sehrselten geschieht: so muß man denken, daß die beste Stun-de zum Sterben für diesen Menschen eben gekommenwar. Und wenn er den Blitz nicht selbst durch Un-vorsichtigkeit auf sich gezogen, und vorher rechtschaf-fen und christlich gelebt hat: so giebt es fast keine schö-nere Todesart, als diese. Denn man ist dabey gewiß,daß der Verstorbene nicht selbst Schuld daran gewesen,und er verscheidet ohne Schmerzen so schnell, -aß ernicht weiß, wie ihm geschieht. Vernünftiger Weifesollte man daher einen solchen Tod eher für «ine beson-dere Gnade Gottes, als für ein Strafgericht halten.Ost sind aber die vom Blitz getroffenen Personen nichtwirklich todt, sondern nur betäubt. Man muß es da-her mit allen eben auf dieselbe Art machen, wie mitErstickten, nach S. ZZ9- Z4Z- dieses Büchleins.
Folgende Vorsichtsregeln sind bey Gewittern zubeobachten, wenn man den Blitz nicht selbst auf sichlocken will:
i) Wenn d» im Felde oder unter Weges bist, und eskommt ein Gewitter, so suche ja nicht Schutz unter einemBaume. Das elektrische Feuer fährt allezeit aus der Welktam liebsten nach hohen Dingen, als Bäumen, Thürmenund hohen Gebäuden, und an diesen läuft es hinunter, bisin die Erde. Darum ist es sehr gefährlich, unter Bäumen
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