nen und an andern Orten, wo die Luft durchstreichenkonnte, dünn ausgebreitet und oft gewendet, bis sietrocken wurden. Das auf dem Felde gebliebeneStroh wurde bey bessern! Wetter, wenn es abgetrvck-net war, nachgehohlt, und gteng fteylich ein Theildavon verloren.
Manche Aecker haben eine solche Lage an Flüssenund Bächen, daß sie bey einer großen Dürre, wobeydas Gekraide in Gefahr kommt, gewässert werden kön-nen, wie die Wiesen. Wer einen solchen Acker hat,der thue es!
Entsteht nun durch einen oder mehrere der hier be-schriebenen Unglücksfälle, wirklich Theurung und Man-gel an Vrodkorn: so muß man doch nicht verzagen,sondern überlegen, was man anstatt des Brodes fürNahrungsmittel zu sich nehmen könne, um das Lebenzu erhalten: bis es wieder Brod giebt. Eine solcheSpeise ist ;>. E. der Reis. An einem Pfund Reiskönnen sich acht Personen satt essen, wenn man es mit8 Pfund Wasser ansitzt, es bey gelindem Feuer vierStunden, oder noch länger kocht, und wenn der RetSqutlll, immer noch mehr Wasser nachgießt.
Wie man ein gutes Rartoffelbrod bereitet, stehtin diesem Büchlein Seite 74. In der größten Nothkann man auch (Quecken-Wurzeln rein abwaschen,tm Schatten trocknen und klein schneiden, wie Korn,hernach tm Ofen oder an der Sonne dörren und einenTheil unter drey Theil Korn vermahlen, welches ei»gesundes Brod giebt. Vor alten Zeiten, da dieObrigkeiten noch nicht so gute Anstalten machten, alsjetzt, hat man bey Theurung an manchen Orten feine»Sand, der so fein und weiß wie Mehl ist, unter dasBrod gebacken, wovon schlimme Krankheiten entstan-den sind.
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