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Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim : Für Junge und Alte beschrieben
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nicht dient, ist doch für das Vieh oder für andereThiere zur Nahrung dienlich, für welche Gott auchsorget. Man darf aber solche Kräuter, welche demGetratde im Acker den Platz nehmen und es amWachsthum bindern, gar wohl ausrotten, wenn mankann. Die besten Mittel dazu sind wohl, daß manreinen Saamen säet, tief pflügt und eggt, gut düngtund keinen Saamen vom Unkraut in den Mist kommenläßt, daß man zu rechter Zeit bestellt, und zwischendem Getraidcbau mit Gartengewächsen und Klee ab«wechselt, wie Wilhelm Denker; endlich daß man dasUnkraut, wenn es anfangt zu blühen, durch Rinderausjäten laßt. Vorzüglich muß man sie das Rlap-perkraut (welches auch Rlaffer, Hahnenkamm,Bettelläuse heißt), ferner den Lolch oder Sommer-trespe, den wind- oder Flughaber, das Ran-nekraiit (Randelwisch, Ratzenschweif, Roß-schwanz ), die Wucherblume oder gelbe Feldblu-me, die Rlatschrosen oder wilden Mohn- oderMagsaamen, die Raten oder Rornraden, dieblauen Rornblumen, auch den Ruhwaiyen oderWachtelwaitzen ausziehen lassen. Wider den He-drich oder Haddrich ist es gut, wenn die Gerste ge-säet ist, 4 bis 6 Tage zu warten, ehe man sie eineggt.Unterdessen kommt der Hedrich, der schon im Bodenliegt, heraus, und man eggt ihn mit hinweg. DieWucherblume kann allmählich vertilgt werden, wennman im Herbst bey warmen Wetter pflügt und eggt,und sobald das Unkraut aufgeht, es mit der Egge aus«reißt, und solches den folgenden Sommer 4 bis 5 malwtederhohlt. Wider die (Quecken ist das beste, rechttief zu ackern und die ausgezogenen Wurzeln zu ver-brennen.

Die Thiere, die man Ungeziefer nennt, find al.le auch Gottes Geschöpfe, und er will, daß es ihnen

Bb 2 wohl