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Bauch, daß der Svitzßnger mit dem Daumen einen Winkelmacht, und daß jener oben vor dem Rückgrad und derDaumen hinter der letzten Ribbe liegt. Auf solche Art wirdman die Rappe des Wanstes, oder die sogenannte Hunger-grübe, (Hunger-lücke) im Winkel der beyden' Fingerhaben, und in diese geschieht der Stich, etwas schraa ein-wärts: entweder mit einem dazu erfundenen besondern Messer, welches ein Trokar genannt wird, oder mit einem ge-wöhnlichen Trschmesscr. Der Stich wird bey erwachsenemDich fast eine Spanne und bey jungem eine halbe Spannetief gemacht. Ist es mit einem gewöhnlichen Messer aesche-hen, so zieht man es nicht gleich wieder heraus: sond--"n manbewegt es ech'as hin und her und schiebt darneben ein Röhrevon Hollunder oder Blech in die Ocssnung, welche überall vieleLocher hat, und oben durch ein daran befestigtes Öueerbölr-chen gebindert wird, tiefer hinein zu fahren, alsdas Messer. Diese Röhre läßt man so lange darinne, bis allerWind herausgefahren und das Thier wieder seine natürlicheDicke hat. In,dre Wunde streicht man alsdcnn ungesalzeneButter und darüber etwas Wagenschmiere, davon sie wiederzuheilt. Die ersten Tage nach dem Stich giebt man lveniaFutter, und klystirt das Th-cr etlichemal. ^
Bekommt ein Stück Rindvieh von großer Hitze undDurst die Blatter oder plärre, welches auch die Pest-blatter und die Rröke genannt wird: so schneide die blcy-farbige Blase, welche an der Zunge oder am Ausgange d,sMastdarms sitzt, mit einem scharfen Messer auf, drücke miteinem Lappen das darinn befindliche Blutwasscr rein aus,und wasche die Wunde mit Eßig. Mache darauf dem Vieheinige Tage lang das Saufen mit Vilriolsolrirus ein we-nig säuerlich, oder koche ihm einen Trank von Sauerkleeoder Sauerampfer.
Den Schaafen dient zur Gesundheit folgendes Kräu-tcrpulvcr: Sammle «Quendel, Schaafgarbe, Majoran,Tuymian, wcinraure. Salbey, Rummel, Anis undandere wohlriechende Kräuter, wenn sie anfangen zu blü-hen, trockne sie im Schatten und mache sie zu Pulver.Davon mische den Schaafen erst ein wenig, bis sie es ge-wohnt werden, und hernach ein Drittel unter das Salzzum Lecken, und gieb ihnen recht oft Salz. Dabcn be-