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Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim : Für Junge und Alte beschrieben
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bett mitnehmen und sie dort ungestört genießen und im-mcrfort vermehren werden. Diese Güter sind also nichteitel: Sturm und Wetter, Feuer und Wasser, ja selbstder Tod kann ihnen nichts anhaben. Und die Erwerbung,Vermehrung und Verbesserung dieser Seelenguter istes eigentlich, zu der uns Gott erschaffen hat. Alle Er«dengütcr, als Reichthum, Ehre, Vergnügen, jaselbst die Liebe und Freundschaft sind uns nur als Mitte!gegeben, durch die wir jene Seelenguter erlangen,vermehren und verbessern sollen. Durch den erlittenengroßen Verlust, find wir aber blos in den zeitlichen Gü-tern weiter zurück gesetzt: die Vorzüge der Seele, die wirdurch unser bisheriges Nachdenken und durch unsersFleiß erlangt haben, bleiben uns. Unsere bisherige Be-mühung, uns selbst und alles zu verbessern, ist also kek--yesweges eitel gewesen: wir dürfen nicht Jammer l übersie ausrufen. Ihre besten Früchte haben wir noch: diesind unvergänglich und ewig. Der gütige Vater im Htm,mel will uns durch diese wüsten Brandstätten und jene-leeren Felder nur die Lehre recht einyrätzeu: daß wir dasVergängliche um des Unvergänglichen , das Zeitliche umdes Ewigen willen suchen , und auf Erden Schätze für denHimmel sammeln sollen, die uns kein Dieb rauben; keineGewalt der Elemente zerstören kann. Die große Roth indie wir gerathen sind, zwingt uns nun gleichwohl, -Gwir unsern Verstand und unsre Kräfte anstrengen, unsiwieder heraus zu helfen. Dieses neue Anstrengen wird.unsern Verstand noch mehr schärfen; das Mitleid des ei»neu mit dem andern, und die Sorge, dem Bedrängtest^Immer zuerst zu helfen, wird uns gütiger und liebreichermachen: und so werden unsre Seelen durch dieses Un-glück wahrhaftig noch besser werden, als sie zuvor waren.Gott hat uns dadurch tu eine neue Schule geführt, wo eruns zu frommen und klugen Kindern erziehet, die er MErben seiner ewigen Glückseligkeit einsetzen kann.