der Coſmography. lv
,. ben zeichen mer geſehen werden/ iſt kein andere vꝛſach/ dann das die alten faſt. mitt holtz haben gebauwen vnnd nit mitt ſteinen wie ʒů vnſeren zeyten/ vnnd. darumb fo das feüwer in ein ſtatt kommen iſt/ iſt fie darnider gelegen vñ nichts, überbliben/ man hab ſie dan wider auffgericht. Es ſeind auch voz zeiten ge we-, ſenetliche Länder/ die mercklich ſeer in jrem gewalt haben zůgenommmen„vnnd: jre künigreich weyt außgebꝛeytet/ die doch jetzundt zů vnſeren zeiten gantz vndk, gar erläͤgen/ oder gar onachtbar worden ſeind. Des magſtu zů einem exempelte. nemen Babyloniam/ Perſiam/ das Judiſch land/ ja Italiam vnnd Macedo-ix, niam vnd andere vil laͤuder/ die zů vnſern zeiten auch anderen laͤndern vnder-. woꝛffen ſcind. Und dar gegen wo voꝛ zeiten kein gewalt vnnd her:ſchafft iſt ge-. weſen/ do wirt zů vnſeren zeiten groß macht vnd bꝛachtt gefunden. Vnd alſoö ghat es in der weldt auff vnnd ab, daß es je ware iſt. Es iſt nichts ewig vnderun, dem Mo vnnd nichts be ſtend g ouder der Sonnen. Es verenderen ſich dieje künigreich vnd furſtenthum men/ es ghat ein ſtatt ab vnnd die andere auff/ esl werden die voͤlcker verzucitt von einem land in das ander/ do zer felt das landt/un, do verdirbt die gegenheyt/ do i berfalt das fürſtenthumb ein groß onglück/. vnd der verenderung ſeind ſo vil in der weldt/ daß niemand ſie erzelenn mag6 vnd das noch erſchꝛoͤcklicher iſt/ wir verfallen mit der verfallende weldt vnnde verderben mit jrem verderben. Dar bey wir erkennen ſollen/ das wir vn ſer zoss die zer.ge hertz nit ſchlahen ſollen auff die weldr noch jren anhangen/ ſunder ſůchen die gecklich weltö. ſtatt vnnd wonung Chꝛiſti/ die auff einen ſtarcken felſen gegründt iſt/ do wir vns manẽ ſoltder in ewigkeyt nit verfaren mögen. Gemelte zergengnuß der länder vnnd ſtett/geſchicht etwan durch die fyend/ etwan durch feüwer oder andere onglück/ et-wan auch verfallen ſie von dem erdbidem oder ander heymliche vnd verboꝛg-nen ſachen/ wie wir dann in den hiſtoꝛien finden/ daß in den erdbidmungen vilmenſchen vm b jc leben kommen ſei nd. Es find auch durch den erdbiden ctrlicheinſeln zů dem erorrich gewachſen/ vnd dar gegen etliche inſeln von dem erdtrichabgeriſſen/ wie dan kundtpar iſt von Sicilia /1Euboea vnd etlichen mere/ dasjch an ſeinen oͤꝛtern nit verſchweigen wil. Es iſt auch etwan geſchehenn/ dasgroß: vnd weyte felder verwandiet ſeind in groß waſſer ſee. Tin exempel haſtdu in der Bibel / bey dem Todten moͤꝛe. Es ſeind auch in etlichen laͤndern ab-gangen etliche natürliche ding/ vnd dar gegen auffgangen etliche ding/ derenman voꝛ zeiten do ſelbſt mangel hatt gehabt. Nim ein e vempel bey dem Bal-ſam/ der voꝛ zeiten ʒů Jericho alleyn in aller weldt gewachſen iſt/ aber nach derzerſtoͤrung Jeruſalcm nice mere do hat woͤllen wachſen/ wie oſephus ſchꝛeibt.Soliche verenderung komptt auß neüwer gelegenkeyt vnd zůͤſammen fuͤgungder himliſchen coͤꝛper. Ja do haͤr kompt es/ daß jetzundt in einem lannd wein
wachßt do er voꝛ zeitenn nit hat woͤllen wachſen/ oder an einem oꝛt gefalt jetzũdne lber vnnd ertzt/ do man es voꝛ zeiten nit het mögen finden. Dan dic himliſchẽ7 eeinflüß/ die dem erdtrich zů diſem oder jhenẽ crafft geben/ verenderen ſich nachCm dem die himmel durch jre ſtate bewegung anderſt vnnd anderſt ſichnt zůſammen fuͤgen. Verenderung der voͤlcker von einem
land in das ander geſchicht gemeynlich vmbzweyer vꝛſachen willen.
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