dingunWAchfai.
der Coſmography. xlyijhoͤchſt vnd erꝛeichen den oͤberſten grad. Sie werden mit waffen/ mit geſatzũgenvnd mit raͤd befeſtiget/ aber werden dannocht alt vnd fallen ʒzů letſt gar darni-der. Es hat das keyſerthumb zů Aſſyria gar ein alte gedechtnuß/ vnnd iſt grosvnd langwerig geweſen/ iſt aber dannocht zergangen. Dan man findt/ das dieſelbige Einige haben tanſent vnd dꝛeihundert jar weit vnd bꝛeit regnicrt. Var-nach verꝛuckt(ich die mo narchy oder diß gewaltig Reich in das land Mediam/vnd blib do dꝛeihũdert vnd fünfftzig jar. Aber es zergieng auch vñ kam aller gewalt vnder die von Perſig. Die Perſen mochten den groſſen gewalt auch nit vilhundert jar bchaupten/ ſunder das glückradt keret ſich bei jnen auch haͤrumb/
vnd kam der gros Alexanð von Macedonia auß dem Gꝛiechen land vñ bꝛacht Der gros Alcavnder ſich das gantz Aſiam mit allen künigreichen/ pꝛouintzen vnd land ſchaff ander.
ten. Er het ſolich gros glůck/ das jm nie kein angriff mißried/ wie wol er von künigen /fürſten vnd mechtigen ſtetten groſſen widerſtandt hett/ wie jch hernachin den ſelbigen land ſchafften anzeigen wil. Aber als ſchnell der gewalt bei jm zznam/ alſo ſchnel fiel er wider darnider. Dan do er zwoͤlff jar im gantzen Aſia bißin Indiam regniert hat/ ward jm zů Babilonia vergeben/ vnd erſtůnden nachim ſieben künige/ die vnder ſich theileten die eroberten länder. Ʒů der ſelbigen
zeit fiengen an die zwo ſtett Carthago in Africa vnd Rom in Italia auch gewel Carthago vntig werden/ vnnd bꝛachten vnder ſich vil andere künigreich. Boch mocht Rom Rom.nit ſehen vnd leiden/ das Carthago jr gleich würd/ vil min der das ſie hoͤher in
dem gewalt auffſtige vnd in zeitlicher glorijr fürgieng/ darumb dempt ſie vndtilckt gar auß Carthaginem mit dꝛeien groſſen vnd herten kriegẽ/ wie jch an ſei-nem oꝛt ſagen wil/ do mit ſie allein allen gewalt zů jr bꝛecht/ vnnd es hat jr auchgelungen. Dan ſie iſt alſo fer kommẽ/ daß fie vnder ſich bꝛacht hat Europam/Africam/ vnnd ein gros theil von Aſia biß ghen Perſiam/ Mediam/ Hircani-am etc. wie jch weiter ſagen wil wan ſch zů der landſ. chafft Italiam kõme. Aber
ſie hat zů letſt auch entpfunden/ das ſie menſchlicher wanderbarlichkeit eſt vn-
derwoꝛffen geweſen. Dan wie ſie ander voͤlcker hat überwunden, alſo iſt ſie auchzů letſt von den Gothen überwunden/ beraubt vnd verbrennt woꝛden. Diß ſindnun die vier groͤſten monarchyen oder keyſerthum̃en geweſen/ die je auff ertrichkommen ſind/ das Reich von Aſſyria / das Reich von Media/ das Reich vonnPerſia/ vnd das Roͤmiſch reich. Aber es iſt nie keins ſo mechtig woꝛdẽ/ das es diegantze welt vnder ſich het moͤgen bꝛingen. Du findeſt nit daß die Roͤmer vnderinen haben gehabt das eüßer Moꝛland in Africa/ Indiam in Oꝛient/ vnnd vilinſeln/ ja diſe land find do zů mal noch nit recht oder auch gar nit bekãt geweſenden Roͤmern. Zů vnſern zeiten haben wir vonn dem Roͤmiſchen reich kaum einſchattẽ/ alſo hat es ſich geſchmelert/ vñ iſt zůbeſoꝛgen es werd ein mal gar darnĩder fallen. Dan wir ſehen wie naͤben jm andere mechtige keyſerthummen erſtanbey den Soldaniſchen/ bey den Tartern vnd bey den Türcken. Wie aber dz Roͤmiſch reych vnder dem keyſer Conſtantino ghen C onſtantinopel kommen ſey/vnd darnach durch den groſſen künig Carolum in das Teütſch land gebracht -vnd alſo der Koͤmiſch adler ein zweyſpaltigen kopff überkommern/ wiljch haͤrnach ſagen wan jch zum Teütſchen land komme. Vndhie mit wil jch beſchloſſen haben das erſt bůchder Coſmography.
End des erſten bůchs der Coſmography.