ccclxvii Das Ritt bůüch
Alſo wirt kein adel auff erden befunden/ der nitt anfenglichs an neSol auch pauersleuten entſpꝛoſſen ſey. Exempel haſt du in..Remo vnd Romulo/ die alle hirten fein geweſen. Als aber mit der zeit die lun,.gewaltig wurden/ haben ſie auch jre kin der vnd angeboꝛen blůts freünd ʒů r 9ben vnd nachfolgenden regenten erwoͤlt vnd dar bey gehandhabet ff alſo nr:.der zeit auß dem gemeynen ampt ein eigenthumb woꝛden vnd ein küniglich ge Aſchlecht vnnd erblich adel erwachſen. Die keyſerlich würde hatt ſich erheptr voKoyfer, zeiten Julij voꝛ Chꝛiſt geburt/ der ſich ſelbs mit gewalt yndzang vnnd ei 39ward über das gantz Roͤmiſch reich. Es hetten vormals die Römer künig ge-habt/ die aber von jnen vertriben wurden vnnd der nam eins künigs bey jnenverhaßt was/ darumb ward diſem neüwen her: en ein neüwer tittel /nemlich aiImperatoꝛ/ das iſt/ ein gebieter/ geſchõpfft. Vnd die weyl er vom geſchlecht alizůgenent was Ceſar/ wolten auch alle ſeine nachkommende Roͤmiſche gebieter vngenent werden Ceſares oder keyſer. Vnd von diſes Julij nachfolgendemke⸗ nAugnſtus m ſer/ der das Reich trefflich gemert hat/ vnd darumb auch Auguſtus ʒůgencnt unrer. ward/ wolten auch alle nachfolgende keyſer den tittel haben/ daß ſie Augufti/ inedas iſt/ merer des Reichs genent wurden/ ob gleich wol etlich es mer gemindert udañ gemeret hetten. karirſten. Für ſten zů latin pꝛincipes werden gemeynlich genent die ſo dem gemeynen srvolck fürgeſetzt ſeind als fürſtender/ vnd iſt ein gemeiner nam/ do mitt benent mnwerden keyſer/ künig/ hertzogen/ landgrauen/ marggrauen vnd auch etliche amipꝛelaten/ ob ſie ſchon nit vom adel erboꝛen ſein.Chirfürßen. Chůrfürſten haben ein beſunderen ſtand vnd würde/ zů denen ſtat ein Ag, nchmiſchen keyſer zů erkieſen. Diſe würde iſt durch keyſer Otten den dꝛitten ynge⸗ gtſetzt/ vnd werden die geiſtlichen Chůrfürſtẽ geadlet durch das ampt vnd nit a ⸗ iywegen durch die geburt/ dañ man nimpt zů zeiten ſchlecht edel leut darzů. 2mKergogem Hertzogen zů latin Duces/ hatten bey den alten jren namen vnd tittelven dmdem ampt. Dañ ſte waren fuͤrer oder hauptleüt von den kuntgen geoꝛdnet iber rrdas volck/ genant Duces exercitus NHoͤꝛe fuͤrer/ Duces militum/ fuͤrer dern Haterſchafft/ Duces pꝛouinciarum/ hauptleüt der landſchafften/ die woꝛden nit iunach dem geſchlecht erkoꝛen/ ſunder auß den geſchickteſtẽ perſonen nach des kĩ-
nigs gefallen.arenen. Eomites zů Teütſch Gꝛauen/ fein mitregierer geweſen der künigen vnndfürſten vnd jr nachgeſetzten richter. Diſe haben jr tittel vnd namen nitt geheptvonn eignen landen oder geſchlechten als bey vnſeren zeiten ſunder vonn demampt/ waren nachgeoꝛdnete richter der keyſeren/ künigen vnd fürſten. Undwie jre aͤmpter vnderſcheiden/ alſo waren jre tittel mit zůnamen von einandervnderſcheidenn/ als pfaltzgrauen waren richter des küniglichen hoffs oder pa-laſts/marggrauen waren marckrichter/ landgrauen lanndrichter/ wnrggra-uen burg voõgt. Soliche aͤmpter wurden auch voꝛ zeiten verſehen durch die ſonit geboꝛen von grauen ſunder alleyn die edlen oder frey herꝛen waren. Derenſeind doch vil mit der zeit graͤfft worden. Ettliche meynen/ das woͤꝛtlin grauekom von den alten vnd grauwen maͤnnern, die einer gemeyn mit hoher veyß⸗*heir furſtan ſollen. Die anderen verſt ann bey dem grauen ʒů latin Comitem|ein mit geſellen vnd mitrhaten des keyſers. Es haben auch ſoliche grauen mitder zeit durch mancherley kriegiſche verenderung/ vnd beſunder nach abgang oder alten Carolen künigen zů Franckreich vnd Germanien ſoliche graueſchafftin erblich beſitzung erholet.*Als nun bey keyſer Otten zeiten das keyſerthum̃ auff die Teütſchẽ beſtetigtward/