decccl Das dꝛitt buͤch
chus hertzog Boleßlai ſun/ võ dem jetz iſt gefagt. 17. Biſetißlaus oder Bꝛzerißl
ein ſun e, Vlrich s. Es hett ʒů ſeiner ʒeit keiſer Ott ein tochter ʒů öcloſter mit namen Jutha/ die hett diſer fürſt nie gefi ehen ſunder als er vil võ jr hoꝛtſagen/ ward er bewegt zů jrer lieb vñ erdacht ein liſt dz er zů jr kam vnnd ſie mit gemaſhinweg fůrt on alle geferlich keit/ vßgenom̃en dz fein mitreüter võ keiſer ergriffen vndertoͤdt wurden/ dañ fie mochten H. Bꝛzetißlaum vnd die geraubte rochternut afſ-gen. Und als Bꝛzetißlaus hett in Maͤrhern hoch zeit gehalten mit der geraubtẽ toch-ter/ wolt der keiſer on gerochen die ſchmach nit laſſen. Er zog mit eim groſſem hözeinBehem/ do kamen jm entgegen H. Vlrich mit ſeim ſun vnd mitt eim groſſen zeüg.Es was auch des keiſers hinweg gefuͤrte tochter Ju tha foꝛnen am hoͤꝛe/ vñ als fe jivatters Böse erſach/ ʒerſpielt fie jr hat/ zerkratzt mit den naͤglen jr an geſicht/ vñ mit onerſchꝛocknem hertzen lieff fie hinfür an ſpitzen des kriegs/ vnd begert ein geſpꝛech zůhaben mit jrem vatter. Als ſie das erlangt/ kam ſie für den vatter/ vnd thet ein ſolcheredvor jm. Vatter ich erkeñ das du billich zů diſem krieg bewegt witſt/ vnd das der wolſteaff wirdig were/ der dich verachtet hat. Aber ſittenmal ſolchs auß ynbꝛünſtigtr liebe beſ aͤhen iſt/ die ſich im zaum nit halten mag/ vñ deßhalben auch oſſt verzehũgin jreꝛ uͤbertrettung erlangt hat/ bitt ich dich/ du woͤll eſt doch dich bedencken wen vñwelchen menſchen du durch aͤchteſt. Sihe ʒů/ er iſt din tochter man/ vñ mein gemahil-diſen veruolgſt du. Und wiltu jn nit an ſehen/ ſo(ehe doch an deinen enckel der in mei-nem leib empfangen iſt. Des vatter iſt er/ laß jn mir zů einem gemahel. Er iſt mit deree halb nit ongemeß/ da:zů mag nach goͤttlichem geſatz diſe ee nit geſchaden werdẽ.Du haſt wol ein groſſen ʒeüg/ aber es ſtath gegen dir auch ein wol gewaffneter zeüg/vnd hangt der ſieg auff beiden ſeiten am glück. Hertz lieber vatter/ gib nit inn tod einſolchen hauffen leüt von meinet wegen. Verzeich dem/ dem ich verzigẽ hab/ vñ vondem ich zům erſten bin geſchedigt woꝛden. Der vatter ward durch diſe red der tochter bewegt zů weinen/ vnd hett ſich gern jrem will en begeben/ wann jm der geſchwo-ren eydt dis übel ʒůrechen nit jn weg were gelegen. Do ſpꝛach Jutha. Es hat meingemahel auch geſchwoꝛen das Teütſch land zů beſchaͤdigen/ aber nach meiner ach-tung iſt es ein on noͤtlich ſchwůr/ der do reücht zů nachtheil ð ere Gottes/ vñ iſt ſtrack-wid er des naͤhſten lieb. Gott haßt den der etwas übels gelobt zů thůn. Do mut du a-ber nit als ein übertretter deins ſchwůrs geſcholten moͤgeſt werden/ will ich verſchaffen das mein gemahel ſampt feinem vatter/ für dir erſcheine/ dir zů fůſſen falle/ dentgnaden begere/ dich als jren herꝛen vnd künig bekennen/ ja dir vergoͤnnen on alleswider ſpꝛechen/ das du deinen ſitz habeſt mitten in Behem/ vnd do dein recht vnndgericht halteſt. Es gefiel dem keiſer der tochter rath wol/ vnd ward nach jren wonenein frid gemacht/ vnd vereinbarten ſich die zwey hoͤꝛ/vnd ward mitt in Behem in der ſtatt Boleßlawein keſerlicher ſtůl von feinen auffgericht vnd zů einer ewigengedaͤchtnuß keiſerlichs gewalts der Roͤmiſch adler dar3zů gemacht. Nach dem aber diſe onrůw ward geſtil -let/ ward Bꝛzetislaus dem land Maͤꝛhern voꝛgeſetzt/vnnd er regiert es auch wol. Er trib darauß die Porlender/ die ein groß theil darin jnen ʒůgeeignet hettenn.es gebar diſer fürſt mitt Jutha fünff ſün/ nemlich Spitigneum/ Vratißlaum/ Conradum/ Jaromitum vnOthonẽ. Vnd als er nach feines vatters abgang herꝛin8 Behem ward/ nam er zů hertzen die ſchmach ſo ſeinmn
anherꝛen in Poland begegnet was/ an dem Ereisw DDglaub bꝛochenn warde/ darumb zog er mitt feinen ſunen gehn Crakow/ 9V