Hilerun Das fůnfft bücß| Von der infeln Zaylon.;
Siſt Ʒaylon ein faſt groſſe inſel/ vnd gefallen vil Helff anten darin. E z
Y iſt auch ein berg darin ein halb nteil von dem moe gelegen/ i dem find
mann vil ſchoͤner Rubin . Saphyr/ vnd Jacynt. Es wachſen auch
baͤum in diſer inſeln daruon die Zum met roͤꝛen kommen/ vnd iſt ei ge-
wechß alſo. Der baum vergleicht ſich einem oꝛber baum/ dann dar er
groͤſſer bletter bat/ vñ ein frucht bꝛin gt die et was kleiner iſt weder die Coꝛbieren.
Zimmet. Die Jinumet roͤꝛen ſeind die rinden von diſem baum/ vnd die nimpt man von dem
baum in ſoͤlcher weiß wie haͤrn ach folgt. All dꝛey zar ſchneidt man erlich aͤſt von di
ſem baum vnnd ſchelet die rinden daruon/ aber dem rechten ſtammen thůt man
nichts. Wird ſo nian die rinden erſt abgezogen hat/ haben ſie die krafft vnd wirdslich zeit noch nit /diß erſt iiber ein monat.
Von der ſtact Tarnaſſeri.
; 2 Jerzehen tagreiſen zů; M waſſer von dem künig-reich Narſinga gegenauffgang der ſonnen/ligt die ſtatt Tarnaſſe-ri hat ein beſunderen künig der ſtfaſt mechtig vnd rych an landen/ lu
ten vnnd gůt. Es wechßt bey diſer Jſt att gůt koꝛn/ baum woll/ ein groß hſum̃ ſy den vnd pꝛeſilien holtz/ auch fvil gůter baum früchten. Es iſt vi$— vichs vnd allerley gefoͤgels in diſer dſtatt/ kü/ ochßen büfſel geiſſen/ haſen füalcken habich/ weiß papigeien/rappen ſo ngroß alß geyren hie zů laud/ auß welcher ſchnebel man meſſtr hefft macht/ ennen ftvnd hanen dꝛy mal groͤſſer weder hie zů land. Das volck ißt auff der erden on auß⸗ bgeſpꝛeite tucher auß hültzin geſchirꝛ. Ir tranck iſt waſſer vñ zucker darin geſotten/vnd jre bett ſeind von baum woll gem. icht vnd die decke von ſeyden. Es hatt der ikünig vnd auch die edlen in diſer in den bꝛauch/ fo ſie ein ungfraw ʒů der ee ne⸗ ymẽ/ nemẽ ſie ein man der nit pfaff oð edel ſey/ der die erſt nacht bey der bꝛant lige/ 9vnd gilt gleich er ſey ein Chꝛiſt oder ein head/ jrer oder einer ander ſpꝛachen. Aber eſolt einer nach der erſten nacht bey ir gefunden werden ſo hett er das leben ver⸗ rwürckt. Es iſt auch gewonheit in diſer jet/ fo der künig oder die pfaffen ſterben/ Jverb ꝛent man jre coͤꝛpel zů aͤſchen vnd behalten die in ver glaſiert irden ge e e, nvnnd machen groſſe opfferung dem tüfel von der ſeelen wegen. So man aber den dcoͤꝛpel verbꝛent/ wirfft man vil koſtlicher ſpecirey in das fen w: als wyrach aloe ⸗ emyrꝛen vnd der gleiche darnon in der gantzen ſtatt ein gůter geſchmack auffghat dvnnd ſtan zůge gen vil leüt mit allerley feiten ſpilen vnd nſtru menten/ die m ichen lein ſo lich gethön das Feiner fein eigen wort hort. Darn ach in den nechſt funffzehentagen ruſt ſich des geſtoꝛbne han ü ran w bernifft jre vnd jres mans freünt ſchafft-thůt ſich Soſclich n halt ein groſſe wyrtſchafft/ vnnd rüſt ſich auch auff die fart.Dann man nacht jr eim rieff loch an dem oꝛt do jr mann verb: ent tſt vnnd machtdarin ein fei wꝛ/ wir fft vil ſoeceryen darin das ein gůter geroch do ſy/ vñ die frawißt viel berole dar aõ fie gar nahe tobig wirt im haupt. Dãrnach fuͤrt mã ſy herlichmit pfeiffen vnd ſeiten ſoil hinauß zů der grůben/ vnd do ſeind zůge gen vil weibervnd man ta 1zen ond ſo in gẽ vmb das fewꝛ/ biß ʒů leſt dz die fraw mit vnerſchꝛock
nem hertzen ſpꝛingt in die grůben vnd in das fewꝛ/ vnd wirt do zů aͤſchen verre