6 WMerxvi Das ſechſt buchgroſſen ſümpffen vnnd vilen ſeen/ wie wol bey den alten ein groſſer ʒweifeliſt/wo er ſeinen erſten vrſprung nem̃e. Dan etlich woͤllen das er von mittag ſtracksabhaͤr fall durch das Moren land in Egypten / vnd er wachßt vꝛſprünglichennab dem ſchnee der bergen/ ſo man Mons lune/ das iſt Lünen berg nent. Die anderen ſprechen/ das fein erſter bꝛnñ werd gefunden hinder Mauritaniam in dẽſelbigen groſſen gebirg vn der meinung iſt der kunig Juba/ es ſtimpt im auchʒů Plinius der dann ſchreibt/ dae hinder dem ſelbigen gebirg gefundenn wirtein groſſer ſee/ den die inwoner Nidilem nennen/ vn daruß ſoll flieſſen Nilus/gibt des auch ein gůte vrkundt. Dan man findt im ſelbigen ſee vnd im Nilo hieauſſen einerlei fiſch/ dar zů finde ma auch Crocodilen in gemeltem fee gleich wieim Hilo do er durch Egypten fleüßt. Aber die anderen ſo do meinen das der Nilus komme von mittag/ haben für ſich diß argument oder vrkund. Ʒů ſummerzeiten wan die fun hoch bey vnd iſt vnd fer: von denen fo gegen mittag wonen/iſt der Nilus nitt gros ſunder hatt fein gemeynen gag oder lauff/ aber ſo ſich dieſuñ nach ſant Johans tag wendt gegen mittag wirt es ſummer in den mittaͤgigen laͤndern/ vnd was ſchnee auff den bergen gefallen iſt facht an abghon/ darvon der Nilus trefflich ſeer gros wirt vn ein groſſen laſt waſſer mit im bringt/ein ſolichen weiten weg/ ia nitt allein waſſer ſunder vil ſchlims vnd feißte/ dar-uon Egypten land alſo fruchtbar vnd gleich alle jar gemiſtet wirt/ wie ich haͤr-nach anzeigen wil. Diſer meynung iſt geweſen Ptolemens/ der dan in ſeiner casfeln anzeigt/ dz der Nilus kompt gar ferꝛ võ mittag gelauffen gegen mitnacht.Es mag dar neben auch wol fein/ das hinder Manritanig in Getulia oder innEibya cin gros gewaͤſſer ſich verſammel vnd lauff gegen Oꝛient biß ʒů dem Nilo/ bringt fiſch vnd andere thier mit im in den Nilnm/ vnd ein anzeigung geb/gleich als ſolt der Nilus feinen vrſprũg do ſelbſt hin den haben. Aber ich will hiePtolemeo gern glaubenn/ der in Egypten gen onet hatt/ vnnd on ʒweifel diſerdingen befundere achtung vnd erfarnuß gehabt.
Hie ſolt du nun mercken/ wann der erſt Neüwmonnn anfacht wachſen oderzůnemmen nach dem die Suñ in Krebs kompt( das dan ʒehen tag ongefaͤrlichvoꝛ ſant Johanns tag geſchicht) facht der Nilus an ʒů wachſen vnd nimpt fürvnd für zů bis die Sun mitten in Löwen kompt do iſt er am groͤſtenn/ das erin Egyptenn land allenthalbenn außlaufft vnnd das gantzertrich voll waſſerwirt. Und das gibt die natur diſem land fur ein regen/ dan es falt ſunſt kein re-gen über jar in diſſem land. Vnd ſo die Sunn in die Junckfraw kompt/ ſetztſich das waſſer widerum gleich wie es voꝛh: n zů genommen hat ⸗ alſo das es amhunderſten tag vnnd wan die Sunn anß der Wag kommen iſt gantz wider innſein geſt aden vnnd gang kompt. Die weyl aber das gantz Egyptenn landinden hunderten tagen ein einiger ſee iſt vnnd nichts dann waſſer/ doꝛffer vnndſtett darin geſehen werd/ mag weder vie ch noch leüt auff das feld kõmen/ ſunder mann ſchleüßt daß viech yn/ vnnd mann hat ſich mit fůter auff es verſchẽ/aber die leüt in den Stetten vñ Doͤꝛffern ſeind die weyl gůter dinge, ſchlemmẽvnd braſſen alle tag alſo mit freüden biß ſich dz waſſer wider geſetzt. Den Sttt-ten vnnd flecken beſchicht nichts dann fie ligenn auff hoch erhebtem ertrichdas ſie das waſſer nitt erꝛeychen mag. Ligen in dem waſſer gleich wie die inſelenim Moͤre/ vnd man mag von keinem flecken zů dem anderen kommen dan mitſchiffen. Nun merck/ wo das ertrich am niderſten iſt/ do hatt man ʒeichen ge-ſteckt/ dar bey man mercken mag/ ja gelert leüt dar zů veroꝛdnet/ die acht hab:wic hoch das gewaͤſſeꝛ vff wechßt/ daruß lic leicht lich erkennen moͤgẽ ʒůkünfftige fruchtbarkeit oder onfruchtbarkeit des ertrichs. Mann ſchꝛeibt c
recht