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Cosmographei oder beschreibung aller länder, herschafften, fürnemsten stetten, geschichten, gebreüchen, hantierungen etc
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; c..Von den laͤndern Africe. MMDccrxi2 verbꝛent werden biß in das gebluͤt hinein/ zeigenan die Moꝛen ſo vnß haͤrauß kommen. Vonnjrem ertrich wie ongeſchlacht das iſt/ wirt vilden alten geſchꝛiben/ das es von der groſſen hitzaußgeloͤſcht vnd verwandlet in ſand/ deßhalben onfruchtbar wirt/ mer ein wonung iſt dergifftigen thieren weder der menſchen. Doch woes waſſer hat/ als am Moͤꝛe vnd Nilo/ vnd anderẽ flieſſe ndẽ waͤſſern/ do iſt es nit gar ongſchlacht.Ir fürnempſt künigreich iſt voꝛ zeitẽ geweſen dieinſel Meroe / fo von dem Nilo vmbgeben wirt/vnd do ghan die menſchẽ faſt nackend groſſer hitzhalb/ behelffen ſich mit viech. Ir viech iſt vil klei-ner dañ anderſtwo/ als ſchaff/ geiſſen vnd ſtier.

NUN ZZ SEI Sie haben auch kleine hünd/ aber die ſeind gar 2 biſſig vnd haͤdꝛig. Sie geleben vonn kaͤß/ milchvnd blůt/ vnd haben et wan jre künig geeret gleich wie die goͤtter. Nitt allein dieinſel/ ſuͤnder auch die haupſtatt wirt genent Meroe / vnd iſt ein birgig vnd waͤl-dig land. Man find darin veil ertz vnnd golt grůben/ auch veil ſaltz grůben-vnd item vilerley edel geſtein. Die ynwoner jagen loͤuwen vnda helffanten. Man findt auch dꝛachen darin/ die mitt den helfG fanten ein ewigen ſtreit haben. Die ſtatt Meroe hat von alT ten zeitẽ haͤr Saba geheiſſen/ iſt aber nachmals durch dennig Tambyſen Meroe genent woꝛden. Es ſchꝛeibt auch Pli-nius daruon/ das fie ein küniglicher ſitzonnd hauptſtatt des. sZantzen Moꝛlands ſey geweſen. In diſer ſtatt Saba hatt ſiche r,, ghalten den zeitẽ Sabomonis die künigin von mittag/ diemit groſſem bꝛacht vnnd mit herzlichen ſchencken kam in das

= Judiſch land/ do fie vernam die groſſe herlichkeit des künigsSalo monis/ daruon du gſchꝛiben findeſt im dꝛitten bůchzehenden capitel der KRünig. In nachgenden zeiten haben die weiber das kü-niglich regiment jnen zůgecignet/ vnd ſeind genent woꝛden Candaces/ daruondu auch etwas geſchꝛiben findeſt am achten capitel der Apoſteln geſchicht. Dißland wirt vnſern zeiten auch India genent/ wie man dann auch die rechtenIndianer/ ſo gegen Oꝛient ligen/ Moꝛen nempt, jrer ſchwertze halb. Es ſchꝛeibtdoch Herodot as/ das ein groſſe menge der Indianermen ſey in Moren land/vnd ſich do geſetzt haben/ vnnd als ſie mit der zeit in gewalt vnnd gůt überhandnamen, haben fie des lands namen verkert/ vnd auß Moꝛen land Indiam gesmacht. Dohaͤr es fileicht auch kommen iſt/ das ettlich den Oꝛetoian/ ſo wir ges

meinlich Pꝛieſter Johan nennen/ ſetzen in India gegen Clꝛient, vnnd die ande prieſter chliren in Mnꝛlannd/ wie er dann jetzundt vnſeren zeitenn do ſelbs(ein wonung wonunz.

hatt/ als ich auch haͤrnach ſchꝛeiben will. Neben diſem künigreich Meroe foman tie ff in das lannd Africam kompt/ findet man greülich groſſe wůſtenn/do groſſer hitz halb/ vnnd item mengel halb der bꝛunnenn wenig menſchennwonen/ ſunder werden do gantz groſſe ſchlangen gefundenn/ die man dꝛachennnempt/ vnd die ſelbigen verſchlagen nitt ein klein land das niemand darin wo-nen mag. Bey dem waſſer Aſam wonen auch leüt die werdenn genempt Ri-

zophagenn/ das iſt wurtzelen freſſer/ die machen vonn ettlicher roꝛenn wur?tzeln/ das

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