‚ep*r 8 4
Melviij Das fünft bůch
vnd let zů dẽ Indian iſchẽ künig der Poꝛus hieß/ der fein nit warten wolt. Aer
was geſchah Es wart die weg fürer dem k. Pozo geneigter dañ dem landfremb
den Alexandꝛo/ vnd darum b fůrtẽ ſie künig Alexandrum in gefaͤrl iche oͤꝛter/ die
voll ſchlangen vnd andern ſchedlichẽ thieren liefen/ vnd do kein trinck waſſer ge
funden ward. Sie vergiengen ſich gar ferr in ein wůſte/ vnd do funden fie ein
groß waſſer/ das was vmbgeben mit eim ſolchẽ großen roꝛ gewechß/ das auch einRor als dan roꝛ in der dicke vnd lenge übertr aff groß thañen baͤum/ dar auß die vöͤlcker des ſelvenbaum. bigen lands ihꝛe heüſer bau weten Als nun Alexanð zů diſe m waſſer kam/ ſchlů
er ſein laͤger darzů/ das leüt vnd viech ſich erlabten in ihꝛem großen durſt/ dañ fie
waren weit on trincken gezogen. Als ſie aber von dem waſſer trinckẽ wolten/ was
es bitterer dan kein nießwurtz/ das weder leüt noch viech on ſchaden vñ grim menEingiflig des leibs das trincken mochten. Das nun künig Alexandꝛo ein groſſer kummerwalſer. was/ beſunder des viechs halb fo er bey ihm hat/ dañ er hat vil helfantẽ/reißwaͤ-gen vnd karꝛen/ die nun die pferd zie hen můſten/ er hett auch bey dꝛeiſſig tauſentreüter/ vil tauſent manl eſel die do naher bꝛachten die waffen vnd ander plũder/
ſpeiß vnd pꝛofiand/ on ander viech das man taͤglich metz get/ die litten alle groſ-
ſen vnd ſchweren durſt/ das auch die kriegß leit on macht halb lecktẽ eiſen waffen
vnd tupfften an das oͤle darmit ſie nit gar erlegen. Do wurden vil gefunden/ die
in der lerſten not ihꝛen eignen harn truncken/ ſich do mit zů er laben. Es merer
ihnen nitt ein wenig ihꝛe onmacht/ das ſie inn den frembden landen ſters tragenmůſten ihꝛen harneſch/ wapen vnd waffen/ vnd das nit allein der fyẽd halb/ ſun
der auch der gifftigen ſchlangen vnd ander wilden vnd grim migen thieren halb/
mit denen fie vmbgeben waren. Do fie aber am gemelten waſſer hinauff zugẽ/ ka
men fie zů eim flecken der lag wie ein inſel im waſſer/ ſahen auch darin lelit die was
ren nur halber gekleidt/ vnd die ver ſchloffen ſich in ihꝛe heüſer die auß den großẽ
roren gezimmert waren. Do hett Ale xãder gern von ihnen erfarẽ wo fie ſůß waſ-
fer moͤchtẽ ankoffien/ vñ als keiner ſich wolt haͤr für thůn/ ſ chuß Ale vader ettlich
pfeil hinyn/ do mit fie ſich lieſſen ſehen/ aber es wolt keiner haͤrfür kom̃en. Nach
diſem ſchickt er zwei hũdert knecht mit leichtẽ waffen durch das waſſer zů de m fle-
= cken/ die můſten mitt einander hinzůſchwim̃en/ aber che ſie den vierdtẽ theildes waſſers überſchwuſſſen/ kamen vßder tieffe des waſſers haͤrfür grauſam-me thier/ die mann Hippopotamosneñt/ das ſeind waſſer roß/ deren manauch vil inn den waſſern Gange vnndNilo findt/ iſt ein groß vnd granſamthier/ hat klauwen wie ein ochs/ ein ru* cken vnd harecht igen half wie ein roß/9 krur̃ zen wie ein eber/ vn die erſchnapten die ſchwiſ̃ende Macedonier/ zogẽſie hinunder vnd verſchluckten ſie. Als.. diß Alexander ſahe/ ergrimt er widerfeine weg geleiter/ die jn in diſe geferlichkeit bꝛacht hattẽ/ ließ ſie mitein anð/ nemlich 150, in das waſſer wer ffen/ do Fame der erſchꝛoͤcklichẽ thier vil mer dann vorhin haͤrfür/ vñ ver ſchluckte die yngewoꝛffen gleits leüt. Nach diſem zog Alexander fürbaß/ vñ über langeſt finde er ett lich menſchen in rorechtigen ſchiffen/ dieließ er frage wo er trinc waſſer möcht ankom̃en. Do zeigte ihm ein gelegenheiteines groſſen ſees/ gabẽ jm auch zů( doch mit einẽ boͤſ'n gemůt)hetlich ge leit s leüt/die jm weg vnd ſteg zeigte, Venach můſt der gãtz eig die gantze nacht*großem