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Cosmographei oder beschreibung aller länder herrschafften fürnemsten stetten geschichten gebreüchen ... / zuom offteren mal trefflich seer durch Sebastianum Munsterum gebessert ... und ietzunder aber biss auff das tausent fünffhundert drei und fünfftzigst jar gemeret. Jtem auff ein neüws mit hübschen figuren und landtaflen geziert ...
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; 59 l/ S8. 21 55Non den andern Aſie. QclxvijItem diß land hat tiger thier/ die ſeind zwei mal ſogroß als ein low. Man findt affen darin die groͤſſerſeind dann die groͤſten hund vnd ſeind gantz weyßon das ant lit das iſt ſchwartz. Vnd ſonderlichbey dem berg Emodus iſt ein onaußſpꝛechlich zalſolcher affen in einem wald/ daß auch der groß AleVander bei ihnen groſſem ſpot ward. Dann alser vnd feine höoͤꝛe in der oꝛdnung zugen/ hetten dasdie affen auff einem berg geſehen/ vnnd machtennauch ein oꝛdnung/ gleych als woͤlten ſie in krieg ziehen/ wiedann ihr natur iſt/ das ſie vnderſtõd zůthun was ſie ſe hendas die menſchen thůn. Als nun Alexander vnd fein hoͤꝛeſahen von ferꝛem ein ſolich gros hoͤꝛe ziehen auff den ber-gen/ meynten ſie es weren ihꝛe fyend/ vnd wolten ſte übersfallen darumb rüſteten fie ſich einer feld ſchlacht vnndEL zůgen wider ſie. Do kamen erlich ynwoner ſagten demef künig Alexandꝛo/ es weren nit leüt ſunder affen/ die er| kriegen wolt. Do erhůb ſich ein groß gelaͤchter/ vnnd zuZN geen mit ſpot ab. Wann man die affen lebendig fahenk an will braucht man darsü zwen liſt. Dañ ſitten mal diß thieralles das thůn will/ das es ſicht geſchehen von den menſchen/ ko mmẽ diejäger inwaldt/ vnd wo ſie ſehen die affen ſitzen auff den baͤumen nem̃en fie ein becken mittwaſſer vnd weſchen darauß ihre augen/ vnd an ſtat des ſelbigen beckens ſetzen fieein ander becken das voll vogellyms iſt vnnd gond ein wenig hinderſich/ ſo ſteigtdan der aff vonn dem baum herab vnnd will ſeine angen auch welchen, aber ver-kleybt fie das er ſich nit auff bꝛingen mag/ vnd dan Lauffen die jaͤger her ʒů vnd fahen in. Sie bꝛauchen auch ein andern liſt/ daß ſie in gegẽ wert i keit der affen anlegen enge niderkleider/ vnd gand da hinwegk/ vnd laſſen andere ligen die inwendig wol geſal bet ſeind mit vogelleym Und dañ kompt der aff vnd legt fie an vndſpañet im ſelbs feine bein das er nit entfliehen mag den henden der iaͤgern. Manfinde auch fo freüdig hund in India / daß zwen doͤrffen ein loͤwen anfallen vnd inſo ſtarck halten/ daß fie ſich ehe tod lieſſen ſchlagẽ/ ehe fie den gan lieſſen. Manfinde wetter ſchlangen dar in/ die hand ſchüpen die glitzern wie gold/ ſeind ahergantz gifftig/ daß der menſch ſtund an ſterbẽ můß wo er jnen gebiſſen wirt/er hab dan gleich bey ihm ein artz nei die fie dar wider brauchen. Es iſt auch hie mercken dz in Indta ein volck iſt dz heißt Bragmañt/ die fůͤrẽ gar ein ſchlecht Srazmani einvnd einfeltigleben/ vnd ſůchen nit weiter dañ ws notturfft der narur erforſchet. gerecht volckSie behelfen ſich gar mit ſchlechter narung/ vnd darumb wyſſen ſie nit ſagenVen der oder diſer kranckheit/ ſunder leben friſch vnd geſundt gar ein lange ʒeyt.Sie haben kein geſatz dann das geſatz der natur. Sie wermen ſich bey der ſonnenvnd leſchẽ den durſt mit dem kůlen waſſer. Die erd iſt ihꝛ beth/ bꝛicht kein ſoꝛgfeltigktit ihren ſchlaff. So ſie heüſer bauwen bꝛennen fie kein ſtein kalck⸗/ ſundmachen ihꝛe wonungen vnder dem ertrich oder nem̃en yn vnder dẽ ber gẽ tie ffenſpeluncken/ do ſie kein ſturm windt noch ander ongewitter doͤrffen foͤrchten. Siewermeinen/ die ſpeluncken mügen ſie baß beſchützen voꝛ dem ſturm regẽ dañ dieziegelen. Ste d auß ſolichen heüſeren ein doppelen nutz/ dan ſie mögen ſte bꝛau-chen in jrem leben einer behauſung/ nach ihrẽ todt ʒů einer begrebnüß. Bydem volck findt man kein koſtlich kletð/ ſun der fie bedecken jre leyber mit geflochtẽ roꝛ hletter. Ire weyber mutzẽ(ich nit das ſie in ge fallẽ/ vnderſtond ſich auch nithübſcher machen dann ſie von natur ſeind. Sie werden nit auß geil heit bewegt

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