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Cosmographei oder beschreibung aller länder herrschafften fürnemsten stetten geschichten gebreüchen ... / zuom offteren mal trefflich seer durch Sebastianum Munsterum gebessert ... und ietzunder aber biss auff das tausent fünffhundert drei und fünfftzigst jar gemeret. Jtem auff ein neüws mit hübschen figuren und landtaflen geziert ...
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lccrriü⸗j. Das fechlic büch

ſammẽ. Die kleinere haben ein rote haut/ groͤſſere ein gelbe/ beſpꝛẽgt mit gꝛatz

aber kein edel gemuͤt/ vnd ſpꝛingen nit dan ſo ſie verwundt werden.

Don dem Strauſſen.

Iſer vogel halt ſich faſt in Africa / iſt wol gefidert/ aber feine groſſen federn

moͤgẽ jm nit helffen fliege ſunð ʒů lauffen. Dañ er mag ſich nit erhebẽ

ð erden/ wirt aber mit den auff gethanen flüglẽ trefflich ſere gefürðt z lauf- fen. Er legt vil eyer/ vnnd die

ſeind groß/ wie man fie dan hinvnd haͤr im Teütſchland in dẽkirchẽ finde auff gehenckt/ aberſie ſeind nit alle frucht bar/ vnddas erkent der vogel/ darumbſündert er die gůten von de onfruchtbaren/ wan er fie auß bꝛitten will. So er von den jaͤgernver folgt wirt vnd mag ihnennit entr iñen/ ſunð ſicht das derfyẽd jm auff dẽ hals iſt⸗ nimpter ſtein mit fuͤſſẽ/ wirfft diehinderſich in die fyẽd/ das er ſteauch ſchedigẽ mög. Gleich wieder helffant vnd den vier fůſſi-gen thieren/ der crocodil inde waͤſſerigẽ thieren auß einemkleinẽ iungẽ mecht ig groß wer-dẽ! alſo vnder den voͤglen wirt$ ſtrauß ein groß thier eimleinen ey. So diſen vogelab thůt/ findt gemeinlichin ſeinẽ magẽ ein et eyſe die ſoll er verzerẽ fo fie langbey ihm geligen Sein aꝛt iſt dzer ein neſt macht im ſand in ei-ner grůben/ vnd die vm̃legt er -macht circkel weiß darumb ein= bollwerck wie ein maur/ da mitK 1 er dem regenn waſſer were/ das

es nit darin fließ/ vnd ſeinẽ junge ſchaden thů Viſer vogel iſt ſo groß/ das er aufffeine bꝛettẽ rucken tragen moͤcht ein jung kindt Er hat gar gerad vnd hoch ſchen-ckeln/ die ſeind etwas gleichfoͤꝛmig den ſchenckeln eines kaͤmel st hiers/ vnnd überzogen mit vielen ſchiepen/ darumb er auch von den alten Struthiocamelus wirtgenant Er hat ein langen hals/ ein klein koͤpflin vnd gros augen darin/ ein kur-tzen vnd ſcharpffen ſchnabel/ weich pflum federn vnd geſpalten klauwen darinnJ er ertwas faſſenn mag als ein ſtein vnnd der gleichen/ wie geſagt iſt. So er ne-! ben einem reüter ſtaht/ mag er ihm dem kopff reichenn/ ſo ein groſſes thier iſt

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. er. Etlich ſchꝛeiben auch das er ſeyne eyer nit auß bꝛuͤte/ ſunder laß fie denn war-. men ſand auß ſchleiffen vnd wan dann die jungen Streüßlin herfür lauffen/ er-| ö. neren

wen flecken blůmen. Man findt diſe thier auch in Lycia / vnd C aria/ habenn

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