) 22 43 6Mcecrrvnj. Das ſechſt bůchSarꝛa ſcheidt diß land von der Barbarei /ſo gegen Hiſpanien über ligt/ aber ge-gen mittag ſtoßt es an die Nigritẽ Es iſt ein mächtig weyt lãd/ aber ſands halblibel bewont. Mẽã ſchꝛeibt daruon daß mann es in ſechtzig tagen kaum mag durchreiten. Sechs tagreiß hinder diſſer weyſſen lendung ligt ein fleck d heißt Hodenũvnd iſt do ein niderlag der Araben/ die von Sambut kom̃en/ vnnd auch der Ni-gꝛiten die haͤrauß ziehen zů den Barbaryen/ ſo am mittellendigẽ moͤꝛe ligen. Dieynwoner diſes lands geleben von ger ſten vnd feygen/ vnd jr track iſt milch vonkamelth ieren vnd vo anderen thieren. Sie haben wenig kuůw vnd geiſſen/ vnnddie ſeind faſt klein gegen den vnſeren/ iſt kein ander vꝛſach dan daß der boden on-frucht bar iſt vnd magere weid do gefunden wirt. Sie vereerẽ den Mahumet vndhaſſen die Chꝛiſten. Sie haben vil kamelthier im land/ mit welche fie heim fuͤrenauß anderen lendern ſylber vnd ander er tz. Sie ſeind ſchwartz vnd tragen weyſſekleyder/ aber vnder dem rock trage fie kein hembd. Inn diſer ſandechtigen gegenheit lauffen vil lowen/ parden vnd ſtrauſſen Es iſt ein groß gewerb in der voꝛgemelt inſeln Dargin/ dan dohin kommen die Arabiſchen mit groſſen ſcharen/ vndbꝛingẽ dohtn jre war/ beſunder wůllen růcher/ lin wot/ ſyl ber/ teppich/ weitzẽ vndder gleichen/ vndempfahen dargegen golt Es kom mẽ auch do hin kauffleüt außGꝛanat/ item võ Thunis/ vñ fuͤren golt heim gegen jrer war. Es bꝛingen auchdie Arabẽ do hin ſchnelleroß/ vnd verkauffen fie vmb gold vnd vv diẽſt knecht.Nach diſer landſchafft kompt ein ander land gegẽ mittag zů/ des ynwoner wer-5.— den genent Azenagen/ vnnd ſtrecken ſich et was ferzin das land hynin gegen den Araben die man Ho-denen nent. Sie haben groſſen mangel an der ſpeisvnd behelffen ſich mit kleiner narung. Sie habenein bꝛauch daß fie ih: mund nit minder decken dandie ſcham oder den hindern/ außgenom men wannfie eſſen ſo enbloͤſſen fie jn. Der geſtanck fo zů mund
cken. Sie halten vil von den feißten weybern/ vnddie do groſſe turten haben/ die abher lampen gleichwie an den thiern. Sechs tagreiß hynin iſt ein ort/dz heißt Tagazʒa/ do iſt ein trefflich groß ſte ine ſaltzgꝛůbe/ daruon man weit vnd bꝛeyt ſaltz mit kaͤmelIM thieren hinweg fuͤrt/ vnd beſunder wirt vil gefuͤrt,, in das künigreich Melli/ das vnder die Nigꝛitẽ ge. hoͤꝛt. Diß oꝛt Tagaza ligt vonn Tambnt viertzigö oder fünfftzig tag reiſſe ferꝛ/ vnd von Tambut bißin das künigreich Melli ſeind dꝛeiſſig tagreiſſen.Von dem künigreich Melli tregt mã dz ſaltz noch
weyter in andere lender/ dañ do hin kom̃en ſtets leüt die tꝛagẽ vff jren koͤpffen das
ſaltz hinweg mit groſſen hauffen. Dañ dis ſaltz iſt jnẽ gleich wie ein artznei/ dz ſie
mit waſſer bꝛauchen wis die groſſe hitz vnd wider das gifft fo die wachſende dingauß dẽ heiſſen ertrich an ſich ziehẽ. Es regnet nüm̃er bei jnẽ dañ jm Augſt/ Herbſtmõ vñ Wein mö. Zwiſchen den Azanegẽ vñ Nigritẽ od ſchwartzẽ Moꝛen fleüßtein groß waller mit name Senega/ das ſcheidt dz onfruchtbar ertrich võ dem gůten land ð Nigriten By neüntzig oder hundt teütſcher meilen ferꝛ ligt vo diſem
waſſer die Weyſſe lendũg/ ſo ma Caput albũ ner. Vñ wirt do ein wũðbarlich ding
geſchen/ dz hie jhenet de waſſer ein ſandecht vñ onfruchtbar lãd iſt/ vñ ſeind die
menſchen
außhaͤr ko mpt/ vrſachet ſie dar zů daß fie ihn verde