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wohnt gemacht; viele aber sind wieder nach Engelland zurückgekommen und haben sich sonderlich zu Cromwcls zelten weitausgebreitet. Arnolds kirchen- und ketzer-htstorie, P. II. lib.XVII. cap. 9. §. 27. HoorMbeck. summa controv. lib. X.P· 779·
* Hobtnson, (Nikolaus) ein Doctor der Medicin und mit.glied des Königlichen Collegii der Aertzte zu Londen , hat vonseinem Christlichen Philosophen, darinn er die lehren von desmenschen allgemeiner erlösung abzuhandeln gesonnen ist , daserste buch zu Londen an. 1741. unter folgendem titul ans lichtgestellet °. The Christian Philosopher ; or a divine Essay onthe Doctrines of Man’s universal Redemption, boock I. Dasgantze werck soll aus fünf büchern bestehen, darinn der Verfas-ser aus den gründen der natur, den Lehrern der Weltweiöheit,und der offenbarung Alten und Neuen Testaments zu zeigen be,mühet ist, daß die verschiedenen Veränderungen der menschli-chen natur, in so weil sich solche durch die schöpfung , den fall,und die erlösung zugetragen, in der ewigen einrichtung, undder sittlichen beschasscnheit der dinge vollkommen gegründetseyn. I" dem ersten buche wird die lehre von der vollkom-beit, ehre und Unsterblichkeit Adams, wie er in seinem erstenstände der natur von GOlt geschaffen worden, abgehandelt.Leipz. Gel. Zeit. 1741. p. 257. u. f. Weiter so hat man vonihm elnen tractat de Arenulis & Calculo ejusque Causis, Sym-ptomatibus & Cura , zu Londen 1721. in 8 . 19. bogen starck.jifiu Erud. Lat.
* Aobinson, (Raphael) ein Englischer Presbyterianischer
Theologus , gebohren zu Heswall M Cheshire an. 1614. waran der Marien-kirche zu Londen Pastor ; schrieb: 1.) navoirhiavseu Armaturam spiritualem, Londen *696. in 8. 2.) Pre-
digten von dem Leben Christi; 3.) Alluliones ad Christum;4.) Christum omnia in omnibus ; 9.) Predigten; ä) ausPsalm LXXH. 6. b) Cant. I. 2. c) Cant. 1.13. d) Es. XXXII.2. e ) Es. LIII. 7. f) Hagg. 11 . 7. g) Malach. IV. 2. und starbden I?. jun. an. 16;;. im 41 . jähre. Witte, diar. biograph.Wood, Athene Oxoniens .
Robogh, ein dorf in der Grafschafft Tyrone, an der sec.küste gegen Schottland über, in der provintz Ulster in Jrrland,welches das anbencken der Rhobogdiorum, einer alten Jrrlän-dischen Clan oder familie, noch bis hieher erhalten hat. DieseRhobogdii besassen die Grafschafften Antrim , Colrain und Ty-rone , in dieser provintz, von welchen dasjenige vorgebürge,welches anietzo von den Engelländern The fair soreland ge-lte» net wird, Rbobogdium benannt wurde; dieses vorgebürgeliegt in der Grafschafft Antrim .
Ziobortcllus, (Francifcus) gebohren zu Udino in Friaul ,war ein berühmter Redner, Criesous und Poet. Er war Pro-selsor Humaniorum, Rhetorices und Philosophie Moralis zuLucca , Pifa, Venedig , Bologna und Padua , allwo er an.1567. im zi. jähre seines alters starb. Zu Lucca wurde ereines todtschlages überführet, und deswegen auf ewig aus die-ser Revublick verwiesen. Er war sehr hochmülhig, und mach-te die berühmtesten leuthe seiner zeit auf das heftigste herun-ter. Erasmus von Rotterdam war bey ihm ein ignorant, Mu-reius etn pedant, und Henricus Stephanus ein betrüger. Ab-sonderlich schrieb er gar heftig wider Carolum Sigonium,Andream Alciatum und Baptistam Egnatium. Hierüberentrüstete sich der letztere so sehr, daß er wider den Robor-kellum einsmals zu Venedig den dcgen zog. In der that moch-te Roborlellus den meisten der obgemelbten Gelehrten wohlmit schwatzen und pralen überlegen seyn, an satter wissenschafftaber, vornemlich in der antiquität, warum es in selbigenstreitigkcilen zu thun war, kam er keinem aus allen bey; wiedann alles, was er von solcher malerie geschrieben, eben ge,ring zeug ist. Dieses ist von ihm merckwürdig , daß, als erdem Kayser Carolo V. eine leichen - rede halten wollen, ergleich im anfange zu grosser Verwunderung der zuhörer ste-cken geblieben, ohngeachtet er sonst der beste Redner aufden Universitäten war. «sein tractat de Historia ist sehr or-dentlich und accurat geschrieben. Wir haben auch unter-schiedliche von ihm verfertigte andere dergleichen tractate,als seine Commentarios über verschiedene Griechische und La-teinische Poeten; seinen tractat de Repubiica Romana ; de*Vita & Victu Populi Romani ; de Nominibus Romanorum ;Explicationes de Satyra, Epigrammate, Comoedia , Sali-bus, ac Ecclelia ; de Artificio dicendi; de Nominibus Arbo-rum &c. Die Teutschen auf der Academie waren ihm sehrgünstig, thaten ihm nach seinem rode viel ehre an, und mach-ten ihm zu ehren ein epiraphium , welches in der St. Anto-nii kirche zu Padua zu sehen ist. Tbuan. bist. lib. XL 1 . Teis. ßer , addit. tom. 1. p. 311. seqq. Jmperial. in museo. Ghi-lin't theatr. t'reberus &c. *
ROßUR , heißt eigentlich ein enges behaltnis von eichen-holtz, darein die gefangenen eingeschlossen wurden. Hernachnannten die Römer mit diesem nahmen einen besondern theilihres gefängnisses inner dem kercker, welches ein tiefes lochhatte, da man die maleficanten hinunter stieß, so daß sieentweder die hälfe gar brachen, oder, wenn sie mit dem le-ben davon kamen, Hungers sterben musten. Ais Iuqurtha dahinunter qestossen wurde, soll er daraus zurück qeruffen ha-ben : Euer bad ist sehr kalt. Ewige fügen dlesein Robur
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auch das beywvrt Tulliamim zu; woraus man schliessen möchrte, daß es vielleicht von Eervio Tullio erbauet worden. Varra,de LL. Sallujt. in Jug. IHut. in Mario. Dmatus , de urb.Rom . Sigonius, de judic. Nardinus, Rom. vet. Brodaus,miscell. Pttiscus. *
■ * 2 \obujtel, (Frantz) ein Valtelinischer Edelmann, lebtem der ersten helft« des 17. jahrhunderts, und also um die zeit,da im Valtelw die Catholischen einen aufstand wider die Grau.bundter, unter deren Herrschaft) sie stunden, erregten, undsich ihrem gehorsam entziehen wollten, deswegen weil sie meyn«ten, die Uncatholischen würden von den Graubündtern bessergehalten als sie. Und als die fache dem Papst zur entscheidungübergeben wurde, setzte sich gemeldter Rodustel an die spitzeder Römisch-Catholischen, fiel den Uncatholischen mit kriegs,volcke auf den leib, verübte erschreckliche grausamkeiten widersie, und brachte in dieser kleinen landschaffl mehr als ;oo. per«sonen auf allerhand abscheuliche art ums leben, worunter sichviele Lehrer befanden. Hierauf rufte Rodustel die Spanieraus Mayland, welchen er die landschafft Übergabe. Er wardauch an. 1627. bey einrichtung des Vellliner - regiments zu derhöchsten stelle eines Landes - Hauptmanns ernennet. Jedoch,da an. 16; i. bie Bündlner wiederum zu kräfften kamen, undden Veltlincrn anfienge nichts gutes zu träumen, wollte Robu,stel durch Verehrung etlicher fässer Veltliner-werns sich bey demBündtnerischen Obersten von Schauenstein in gunst setzen. Al-lein dieses fehlte ihm, und muste er sich endlich zum landehinaus machen. J*ger. bist. eccles. sec. XVII. Eauffer,geschickte der Schw. P. XIV. XV. XVI.
Koc, der Brasilianer zugenannt, war von Gröningen inden vereinigten Niederlanden gebürtig. Seine anvcrwand»ten nahmen ihn mit in Brasilien , als sie sich daselbst nie,derlaffen wollten, zur zeit, da die Holländer dieses land be,fassen, welches sie an. 1623. den Portugiesen abgenommenhatten. Allein da die Portugiesen wieder hinein kämen, re«tirirle sich Roc auf die aüiirte insuln, welche den Franzosengehörten, und worauf die Holländer damals einen grossen han»del trieben. Allhier lernte er gar bald die Französische spra,che vollkdmmlich. reden; weil ihm aber diese insuln nichtwohl anstunden, gieng er von dar nach Jamaica , allwo erin kurtzer zeit Engelländisch lernte, und sich vornahm, einsee-räuber zu werben. Kaum hatte er drey reisen gethan,als eine einzele Person sein glück zu versuchen, so geschahe es,daß eine gantze compagnie von Wagehälsen , welche von ihremCapitain abgefallen warsn, ihn^zu ihrem Obersten erwehltc.Einige tage hernach nahm er ein sehr reiches Spanisches schiffhinweg, und setzte hernach seine see - räuberey glücklich fort.Endlich aber wurde er von den Spaniern gefangen, welcheihn ohne zweifel würden getödtet haben, wofern er nichtden Gouverneur von Campcsche durch einen brief, welchendemselbigen ein gewisser sclave brachte, in schrecken gesetzthätte. Roc hatte diesen sclaven abgerichtet, und ihm einenbrief an den besagten Gouverneur gegeben, gleich als ober von einem berühmten see-räuber geschrieben wäre, wel-cher dem Gouverneur dräuete, daß er kommen, und seine stadtplündern wollte, wofern er nicht dem Roc das leben schenck,te. Da ihm nun diese list glücklich angegangen, wurde er aufeine flotte galltonen, so dem König in Spanien gehörte, ge-bracht. So bald als er in Spanien angelanget war, wurdeihm nicht allein seine freyheit geschenckt, sondern auch nochüber dieses eine gute bedienung angetragen. Hierbey stellteer sich» als ob er solche annehmen wollte, suchte aber immtt-telst alsosork eine bequeme geleqenheit mit nach Engellanb zugehen , so daß er ihnen entwischte, ehe sie sich dessen versahen.Nachgehends gieng er wiederum zurück nach Jamaica , allwoer seine courage in vielen verwegenen Unternehmungen sehenließ, und unterschiedliche Spanier gefangen bekam, gegenwelche er einen unversöhnlichen haß trug. Oexmeli», bist.des Indes Occident.
^ocaberti, (Johann Thomas de) Ertz-Bischoff zu Valen»cia, ist im XVII. secuIo eine besondere zierde des Dominica-ner - ordens gewesen. Er war Professor Theologie zu Valen»cia, Provincial der Dominicaner in Aragonien , nachgehend-General ihreö ordens, und zu zweyen malen Vice. Konig inValencia , auch endlich General-Inquisitor von Spanien . Ertrug einen ungemeinen eifer vor die authorität des Papstes,und schrieb nicht nur selbst wider die schlüsse der Französischen Clerisey, sondern sammelte auch alle andere schriften, so vonder Hoheit und macht des Papstes handelten, zusammen, die erhernach auf seine kosten zu Rom in 20. voluminibus in sol. un-ter dem titul: Bibliotheca maxima Pontificia drucken ließ. Ekstarb den 13. jan. an. 1699. seines alters 74. jähr. Buyte.
Kocctö, (der Graf von) war Regent des Königreichs Cy«pern, als Petrus I. mit seinen Egyptischen und Syrischen er,vbernngen zu thun hatte. Allein Rocas mißbrauchte die vonseinem Könige ihm gegebene macht, wollte selbst König seyn,und schändete auch die Königin. Dieses nöthigte den König, daßer wieder zurück nach Cyper» kommen muste, allwo er diesen ver.räthcr gefangen nahm , und gerichtlich mit ihm verfahren ließ,um ihn nach verdienst und nach den geftyen abzustrafen. Al»lein der Königin schütz, seine eigene authorität und sein gros.ser reichthum, erhielten ihm sein leben. Denn die von ihm de,
stocheue