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172«. den 11. octobr. früh , wie dieselbe »u Nürnberg ist ob-serviret worden, im XXXVIII. versuch, p. 428.
* Aosteuscher, (Christian ) ein Licenliat der Rechten, ge-bohren zu Dantzig an. 1620. den 4. jul. studirte zu Leiden undStraßburg , ward Professor der Historie und Inspector amGymnasio jll Dantzig, schrieb: I.) Exercitatt. ad Inst. 1 m-per. synopticas ; 2. ) Resolutionis Inst. Just. Exerc. VII. 3.)Disputati. a ) de Jure Personarum ; b ) de Servitutibus ;c ) de Admodiatione ; d ) de Advocatione Causarum ; e ) deColosso Danielis rtTga/jUToi^Ka IV. Monarchiarum Simula-cro 1678. Disputatt. II. 4.) Orat, de Pacificationibus,und starb den 2;. dec. an. 1681. im 6l. jähre. Witte, diar.biograph. Pratorius , Athen . Gedanens.
* Rosteuscher, ( Johann Christoph) ein söhn Wolfgangs,
von Dantzig , reisete in Teutschland , Holland und Engelland,ward zu Wittenberg , wo er an. 1678. unter dem Vorsitz M.Schwartzens von der frage : An Deo conveniat Scientia me-dia? und im folgenden jähre unter dem Vorsitz Professor Stvl-bergs über Match. II. iy. disputiret, Adjunctus der philoso-phischen Facultät, hernach an. 1683. zu Greyphswalde Pro-fessor der Logic, Metaphysic und Moral, und dann zu Dan-tzig nach seines vatters tode Professor der Griechischen spräche,solgends auch der Logic, Metaphysic und Moral, ingleichenBibliothecarius, auch endlich Prediger, schrieb: I.) Tu-gam Quaestionum Physicarum, Dantzig 1695. in 4. 2.) Dispp.z. e. a ) Dodecadem Thes. Politic. de Origine Civitatis &Majestatis, Rostock r68l. b) de Amore Dei ; c) deSepul-chris Calce notatis , ad Matth. XXIII. 27. Wittenberg 1679.Dispp. II. d) de Jure puniendi Delicta ; e ) de HypocrisiPolitica, Dantzig 169;. f) Utopiam Spirituum Cartesianam,Dantzig 1690. g ) de Judicio Zeli apud Hebraeos, ibid. 1692.h ) de immoderata Philosophi Curiositate , ibid. 1692. i )Novatianismum ; k ) de Subsistentia speciali, Rostock 1681.I) de Judicio Mentis recte formando, Dantzig 1686. m)quod Mens humana semper cogitet, Greyphswalde i68i.n ) de Silentio, Dantzig 1691. 0 ) de Origine Moralitatis
in Actionibus humanis , ibid. 1687. p) Conclusiones ali-quot selectas ex Philosophia Theoretica , ibici. i6g6. q) deAngelica Futurorum Praescientia, Wittenberg 1680. r) deDistinctione reali & Rationis, Rostvck 1682. /) de VisioneDei, ibid. 168?. t) de Causis essentialiter subordinatis ,ibid. 1684. « ) de Deo, ibid. 1684. x) de Homine inte-gro & corrupto, ibid. 1684. y ) de Origine Potestatis do-mesticae, Dantzig 1687. 2 ) Dissertationes in Renati Des-Cartes Physicam Divinam, ibid. 1688. ««) An Respublicamixta fit irregularis? ibid. 1689. bb) Probabiliimum mo-ralem circa Alapam Caede vindicandam , ibid. 1689. cc) dedivina Futurorum Cognitione, ibid. 1689. dd) de tempe-rato Proprietatis Jure, ibid. 1689. «O de Jejuniis veterumHebraeorum , ibid. 1691. ff) de oPKoXvisiet f. Causis dis-solvendi Obligationem Jurisjurandi, ibid. 1691. gg) de in-digna Philosopho Servitute, ibid. 1692. bh) de SyncretismoPhilosophico, ibid. 1692. /2) Trigam Qutertionum Physica-rum , an Aqua contineat Aerem , an Visio fiat per Receptio-nem , an dentur Qualitates occultae? ibid. 169;. und starban. 1708. den 27. dec. im 52. jähre seines allers. Pratorius,Athen . Gedanens. Nova Litteraria Maris Balthici.
* )>osteuscher, ( Wolfgang ) von Hilpershausen, warProfessor der Griechischen spräche am Gymnasio zu Dantzig,und endlich Senior unter seinen coüegen , schrieb : I.) Tr.de Prosodia Graeca ; 2.) Compendium Gramm. Wellerianae,wie auch 3.) Disputationes ; 4. ) Orationes, und 5. ) Pro-grammata , und starb an. 1690. den 26. dec. im 76. jähre.Pratorius , Athen . Gedanens.
* Jvostgaard, (Friedrich) Königlich-Dänischer Hof-Rathund Archivarius; von ihm sind folgende schriften bekannt,als: i. ) Collectio seu Deliciae quorundam Poetarum Da-norum, Leiden 169;. in 12. 2.) Vita 01 . Borrichii, soin Christ. Gryphens vitis selectis stehet; 3.) Emendatio-nes Otfridinae, welche in Eccarbs legibus Francorum Sali-cis stehen.
Koflocf, lat. Rosarum urbs, Rhodopolis und Rostochium,ist eine grosse und berühmte Handel - stadt in der Mecklenburgi-schen landschafft , so von ihr den nahmen hat, ohngefehr einegute meile von der Ost - see an der Warne, welche sich daselbstm einen schmalen meer- busen ergießt, der bey seinem aussiusseeinen guten Hafen macht, wobey eine schantze, Warnemün-de, gebauet ist. Man theilet sie in die alte, neue, und mit-tet - stadt ein. In der allen stadt sind die kirchen St. Petri,St. Nicolai , und St. Catharinä, samt dem ruinirten Juri-sten - Collegio. Von ihr wird die mittlere durch einen arm derWarne unterschieden , darin» unserer Frauen» und St. Jo-hannis«kirche nebst dem Rathhause befindlich. In der neuenstadt ist St. Jacobs Stift, wie auch die kirche zum heiligenGeiste, St. Michael, zum heiligen Creutze, wobey ein Nonnen-kloster , und die übrigen Collegia von der Academie. In demkirch - Hofe zu St. Gertraud ausser der stadt mercket man an,daß von den begrabenen cörpern nach einem jähre weder stumpfnoch stiel gefunden, sondern durch das scharfe erdreich allesverzehret wird. Es sind ferner in der stadt drey grosse Plätze,der alte- mutiere - und Hopfen- oder rvß-marckl; der gassenLexiean V. Theil.
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werden 140. tn allem gerechnet, und sieben thore, ausser 14pfortgen, da man zur Warne gehet. Der grosse nach wird sieLübeck nicht ungleich gehalten. Ihr ansang wird bis auf dasjähr 329. hinauf gesetzt , da sie ein dorf gewesen seyn soll, wel-ches nachmals der Obotriten-Wenden König Godeschalck zu ei,nein städtlein gemacht, und endlich der letzte Ob olriten König,Pribislaus, an. 1160. aus der zerstörten stadt Kyßin, die nunein dorf ist, von neuem angelegt, und mit einer rechten mauekumgeben. Von den Hertzogen in Mecklenburg sind ihr grossefreyheiten gegeben , und absonderlich das müntz - recht vor geldüberlassen worden. Nachdem sie hernach in den bund der Han-see - städte eingetreten , hat sie den Hertzogen oftmal sich wider-setzt, dergleichen sonderlich noch bis an. 1373. geschehen, dasie mit gewalt bezwungen, und den eyd der treue abzulegen ge«nöthiget werden müssen. An. 1413. stifteten die Hertzoge Jo-hannes und Albertus IV. eine Universität allda, die jedocherst an. 14,9. zu rechter form kam , und nachmals viele gelehr-te leuthe, sonderlich Cranzium, Chyträum, Bvcerum, Pos-selium, Caselium rc. gehabt hat. Die Herrschafft , so vonder stadt Rostock benennet wird , begreift ausser dieser stadtnoch die Aemter, städte und klöster, Bizow , Dargun , Do«brau, Gnoicn, Laga, Marlow , Petzkow, Ribnitz , Sali-nas, Suite, Schwan, Teßin und andere, wirb zur rechtendurch die Ribnitz von Vor-Pommern unterschieden, undgrentzet oben an die Ost - see, zur lincken an das HertzvgthumMecklenburg und Fürstenthum Schwerin, unten aber an dasFürstenthum Wenden. Als nach dem tode des letzten KönigSder Obotriten und ersten Herrn zu Mecklenburg Pribislai, des-sen söhn Henricus Burewin I. und bruders söhn Niclotus umdie succeßion stritten, bekam der letzte um das jähr 1190. dieseHerrschafft durch hülffe der Dänen, als ein lchen von densel,ben. Nach seinem tobe an. 1184. fiel sie an gedachten Bure-win I. zurück, ward aber dessen jüngern söhn Burewin II. zutheil, unterdessen vier söhnen Burewin III. sie erhielte, dereine besondere linie daselbst stiftete, die in seines sohns Walde«mari söhn Nicloto, mit dem beynahmen das Rostockischekind, von dem auch ein eigener artickul, sich endigte. Die-ser Niclotus trat den Dänen die Herrschafft ab, die aber her-nach als ein lehen von Dänemarck dem Hertzoge zu Mecklen,bürg, Heinrich dem Löwen an. 1223. übergeben wurde. Derlehens-nexus ward endlich unter Hertzog Alberto II. der Königin Schweden worden, durch einen vergleich wieder erlassen.(Siehe Albertus , König in Schweden .) Von welcher zeit ansie frey und ruhig bey den Hertzogen zu Mecklenburg geblieben.
Petrus Lindebergius , in topograph. Rostoch. item in chron.Rostoch. Frider. Lindexbregii chron. Rostoch. Poßeiius, inorat. de Rostoch. &c. Zeiterus, topograph. Saxon. infer. p.203.Wtrdenbagen. de Rebusp. Hanseat. Ponton, hift. Dan. lib. VII.390. 404. 406. 412. 413. 418. 433. lib. VIII. p. 497. Lünigseichs - Archiv, tom. VII. p. 498. Europäischer Herold,tom. I. p. 468.
t Aostock, (Universität zu) Academia Roftochiensis, ist eineder berühmtesten Universitäten in Teutschland, welche von Jo-hann und Albrechten IV. Hertzogen zu Mecklenburg ist ge,stiftet worden, nachdem sie dazu die vollmacht vom Papst Mar,tino V. im jähr 1419. zu Ferrara in Italien erhalten, wohinauch vom Rath zu Rostock Gesandten verschickt worden, wel-che ihren gehorsam und einwilligung auf hochgedachter Her.tzoge begehren dem Papst erdfnet, dabey caution geleistet, daßdie Academie innerhalb jahres. frist zu Rostock sollte aufge.richtet und dotiret werden. Worauf den 12. novembr. alsden tag vorMartini, im jähr 1419. solche auch durch den Bi-schoff zu Schwerin , als den dazu verordneten Cancellariumder Academie, Heinrich Wangelin,eröfnet und eingeweyhet wor,den. Und sind im jähr 1427. die Bischöffe zu Schwerin alSperpetui Academiae Cancellarii durch ein besonder privilegiumvon dem Papst ernennet. Es ist diese Universität gleichsam einecolonie von der zu Erfurt und Leipzig , als aus welchen beydenorten die Professores nach Rostock beruffcn worden. Nachdemnun alles veranstaltet, so ist die Rostockische Academie von ge-dachtem Bischosse mit grosser solennität eröfnet, der, nachdem erdas hohe Amt in der kirche gehalten, und hernach die Päpstli-chen briese samt den privilegien der Academie, und was dieDurch!. Hertzoge von Mecklenburg dazu geleget und geschencket,öffentlich verlesen, zum ersten Rectore Magnifico der Academieaufgeführet, Peter Steinbecken, der Philosophie Magistrum,und der Theologie Baccalaur. Es sind im ersten jähre des Re«ctorats nü. studenten, und im folgenden 328. immatriculiretworden. So haben auch die Durch!. Hertzoge, als Patroneder Academie, nebst dem Rath verabredet, zusammen zweyCollegia zu erbauen , und 800. gülden jährlich zu ben Universi«täts-ünkofien zu legen. In den ersten 18. jähren war sie zieiu«lich glücklich, daß weit und breit die studirende jugend gen Ro,stock zusammen stoß, und da sie nur anfangs in den dreyen Fa«cultäten , als in der juristischen , medicinischen und philosophi»schen Doctores und Magistros zu creiren macht hatte, haben dieDurch!. Patrone, als Hertzog Heinrich und Hertzog Johannzu Mecklenburg nebst dem Cancellario der Academie, Her-mann III. Bifchoff zu Schwerin , vom Papst Eugenio auch dietheologische Facultät erhalten. Dieses war also die erste zar-teste jugend der Rostvckischen Universität, darin» sie blühete,aber in folgenden zeilcn sahe sie schlechter aus, und war wieeine rose unter den dornen. Denn als im jähr 1437. grosseM m m m m % inner-