ein Trauerspiel. 117
als du verlangen kanst; Schlaf ohne Furcht
die ganze Nacht; Laß nun die Furien
um deine Ruhstätt schwärmen; Schlaf nun sicher ;
Dein Schlummn so saust, so süß , ja süsserals eines Kindes Traum.
Was hat die Seele
von allen meinen Freuden vor? Jokafta,du bist entzücket,'du bist ausser dir
Jokafta.
O ja, ich könnte nun die Lügentempelund das Gewölb zerstören, aus dem jenergrundfalsche Ausspruch des Orakels fuhr,
-er meines Ehgemales Ruhe störte.
Wenn wir je beten müssen, so befihl,daß man den Götteren auf offner StrasseAltare baue; Laß durch Jungfernhändedas Opfer schmücken; Laß nicht einen alten,graubärtigen, betrügerischen Priesterdas Eingeweid des Opfertiers durchwühlen:
Sie dienen sonst, mit ihrem Narrentande,zu nichts, als nur die Dohren zu betrügen. —
Schau, hier kömmt das Orakel, dem ich glaube;so wahrhaft als die Götter, so holdseligals wie die Menschen.
H;
Sechster