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Zu Ehren der reichen, der niedlichen Braut.‘Der Graf im Behagen des Traumes:„Bedienet euch immer des Raumes!“
Da kommen drei Reiter, sie reiten hervor,
Die unter dem Bette gehalten;
Dann folget ein singendes, klingendes ChorPossierlicher kleiner Gestalten;
Und Wagen auf Wagen mit allem Gerät,Dass einem so Hören als Sehen vergeht,Wie’s nur in den Schlössern der Könige steht;Zuletzt auf vergoldetem Wagen
Die Braut und die Gäste getragen.
So rennet nun alles im vollen Galopp
Und kürt sich im Saale sein Plätzchen;
Zum Drehen und Walzen und lustigen HoppErkieset sich jeder ein Schätzchen.
Da pfeift es und geigt es und klinget und klirrt,
Da ringelt’s und schleift es und rauschet und wirrt,Da pispert’s und knistert’s und flüstert’s und schwirrt.Das Gräflein, es blicket hinüber,
Es dünkt ihn, als läg’ er im Fieber.
Nun dappelt’s und rappelt’s und klappert’s im Saal.Von Bänken und Stühlen und Tischen,
Da will nun ein jeder am festlichen Mahl
Sich neben dem Liebchen erfrischen;
Sie tragen die Würste, die Schinken so klein
Und Braten und Fisch und Geflügel herein;
Es kreiset beständig der köstliche Wein;
Das toset und koset so lange,
Verschwindet zuletzt mit Gesange.
Und sollen wir singen, was weiter geschehn,
So schweige das Toben und Tosen.
Denn was er so artig im kleinen gesehn,
Erfuhr er, genoss er im grossen.
Trompeten und klingender, singender Schall
Und Wagen und Reiter und bräutlicher Schwall,Sie kommen und zeigen und neigen sich all’,Unzählige, selige Leute.
So ging es und geht es noch heute. J. W. Goethe.