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1889/90 (1889) Konzertprogramme 1889/90
Entstehung
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Ich fende euch; geht hin, ihr meine Zwölfe,Crobert mir die Welt;

Sch fende euch wie Schafe unter Wölfe Wehrlos zieht ihr ins Feld.

Doch wandelt muthig eure Bahnen,Dhr ziehet mit geweihten Fahnen;Steht wider euch des Satan ganzes Reich:Ich jende euch!

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Sch fende euch, ich bin8, der Herr und Meilter,Der euch vom Neß berief;

3 fende euch, ich bins, der Fürft der Geifter,Dieß euer Volmachtsbhrief!

Und fperrt man Thüren euch und Straßen,So jprecht: wir Fönnens doch nicht lafjen,Sott wills, drum Vlag, vo Welt, o Hölle feuch!Sch fende euch!

3Zu meiner Sabbathruh,

Der treue Knecht hHerzu;

Sch fende euch!

Abend ijt8, die Sonne ift ver[hwundenUnd der Mond{trahlt Silberalanz.

So entfliehn des Lebens fhönfte Stunden,Hliehn vorüber wie ein Tanz!

Bald entflieht des Lebens bunte Scene,Und der Vorhang rollt herab;

Aus ijt unjer Spiel, des Freundes Thräne

Sließet jhon auf unfer Grab.

Bald vielleicht mir weht, wie Wefjtwind lLeifeEine{tille Ahnung zu:

End ich diefes Lebens Vilgerreife,

Sliege in das Land der Ruh!

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Ich Tende Euch!

30h fende euch, fie merden euch verdammen,Sleich wie fie mir gethan;

Sch jende euch in Kerker, Blut und Flammen,Doch geh ich felbit voran,

Und fchlägt die Welt euch einft mit Ruthen,Dann denkt an eures Königs bluten;

Sch, der am Fluchholz blutig hing und bleich

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50h fende euch!

Sy fende euch; forat nicht, was ihr follt reden:3 geb euch meinen Geilt,

Der wunderbar die Zunge löft den Blöden,Und Thoren unterweift,

Cr gibt zu rechter Zeit und Stunde

Dem Geift ein Licht, ein Wort dem Munde;Zeuch, Heine Schaar, mit meinem Segen zeuch,Sch fende euch!

Sch fende euch und werd euch einftmals rufenDann fritt entzüct an meines Thrones StufenSo groß der König, dem ihr dienet,

So reich der Kranz, der für euch grünet;Hier Kampf und Kreuz und dort das Himmelreich;

(RK. Gerok.)

Abendempfindung.

Werdet ihr an meinem Grabe weinen,Trauernd meine Ajche feh'n,

Dann, o Freunde, will ich euch erfcheinenUnd will Himmel auf euch weh'n.

Schenf auch du ein Thränden mir, und pflückeMir ein Veilden auf mein Grab;

Und mit deinem feelenvollen Blicke

Sieh dann fanft auf mich herab.

Weih mir eine Thräne, und ach! fhämeDich nur nicht, fie mir zu weihn!

OD, fie wird in meinem Diademe

Dann die[hönfte Berle- fein.