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1889/90 (1889) Konzertprogramme 1889/90
Entstehung
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An Phineus! zwei Söhnen

Schaute die grause Wunde,

Nachdem die ruchlose Gattin blendend

Der Augen Sterne beiden nicht mit dem Speere, nein,Ergrimmt ausstach mit blutgen Händen,

Mit ihres Webschiffes scharfen Spitzen.

Gegenstrophe 2.

Chor I und IlUnd es vergingen im Leiden die Elenden,? über ihrElend weinend, entsprossen dem Unglücksbund der Mutter,Die doch an dem uralten Geblüt desErechtheus Teil hatteUnd bei den väterlichenSturmwinden aufwuchs in fernen Grotten,

* auf steilen Höh'n,

Die rossereilende BoreadEin Gottkind. Doch auch sie bestürmteDie Macht der uralten Moira,* Tochter.®

Antigone wird von den Dienern Kreons fortgeführt.)

ı Phineus, König von Thrakien , verstiess seine Gemahlin Kleopatra; derenzwei Söhne blendete die zweite Gattin, sperrte sie ein und liess sie verhun

Dir zwei Söhne des Phineus , Kleopatra, Tochter des thrakischen K

Oreithyia, einer Tochter des

Boreas und der athenischen Königs EKErecl

zöttin. Anrede an Antigone.

* Die Tochter des Boreas , Moira, die Schicksal

VI

Doch sieh! Wer nahet dort aus Thebens Stadt,Indess des greisen Chores feuchte Blicke

Der Königstochter Todesgang verfolgen?

Ein rüstger Greis Ehrfurcht gebeut sein Scheitel;Des Barthaars Schnee wallt bis zum Gürtel nieder;Ein blühender Knabe lenket seine Schritte,Da längst der Augen Sterne ihm erloschen;Die Rechte aber führt den heilgen Stab.Die Lösung naht Es ist Teiresias ,

Der weise Seher, hochgeehrt in Theben.

Er kommt zum König, ihm des Vogelfluges,Des Opfers schlimme Deutung anzusagen,Der obern und der untern Götter Zorn.

Dess Ursach sei, dass Kreon sich vermessen,