Chor.Vorschreitend bis zu des Muthes Ziel,Stiessest du an Dike’s!) hohen ThronGewaltig an, verweg’nes Kind!
Du kämpfst wohl aus den Kampf des Vaters!
Antigone.
(Melodram.)Du regest herzkränkende Qual mir auf im BuseıDas Jammergeschick des Vaters,Kundbar in allerWelt, und das ganze Loos,Das uns, Labdakos’ Stamm, fiel.Weh! Weh!Fluchvoll, schuldvoll Eh’bett, woDem leiblichen Sohn die Mutter,Ach, unserm Vater beiwohnte,Aus welchem ich entspross, die Unsel’ge,Die fluchbeladen, unvermählt, nunmehr zu diesen niedersteigt.O weh! UnseligWar mir, o Bruder, dein Eh’bund auch!
Ein Todter schon, mordest du mein Leben!)
Chor.Fromm handelt, wer die Todten ehrt,
Doch dessen Macht, dem Macht gebührt,Zu verachten ziemt sich nimmermehr:Ja, dich stürzt eig’ne Wahl in’s Unheil!
Antigone.
(Melodram.)Unbeweint, ohne Freund, unvermähltDahin werd’ ich geführt, schon bereit ist der Pfad!Nimmer das heilige Auge der himmlischen Leuchte darf ichseh’n, ich Arme!
Meinen Tod ehren die Freunde nicht mit Thränen noch mit Klage.
Kreon. Antigone. Der Chor.