Mehrbändiges Buch 
Neuer Zeitungen von Gelehrten Sachen auf das Jahr MDCC XLIII. ...
Entstehung
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von gelehrten Sachen, 1743. Jan. 5

gentliche Heilkunſt in ein philoſophiſches Licht geſetzet wordenſey, und glaubt daher Urſache zu haben, dieſes ſein Buchden Leſern deſto mehr anzupreiſen, je weniger man ein ande-res aufweiſen koͤnne, in welchen alle Krankheiten nebſt ihrenZufaͤllen aus mechaniſchen Grundregeln erklaͤret, und ausdenſelben auch die Mittel, ſolche zu heben, angezeiget wor-den. Denn D. Morgan s bhilofophical Principles of Mede-eine hält er für einen ſchlechten Verſuch. Gleichwohl verslanget er auch nicht, daß man ſein Buch für ein volllommenWerk halten ſoll, und, ungeachtet er auf nichts mehr drin-get, als daß man die Arzneykunſt zu einer Wiſſenſchaftmachen mögen, ſo ſaget er doch, daß er es in feinem Buchezu keiner mathematiſchen Gewißheit habe bringen wollen.In dem Eingange des Buches handelt der Verfaſſer von demUrſprunge der Krankheiten des menſchlichen Körpers uͤber-haupt und ſaget, daß man zwar in allen Krankheiten auf dieveränderten Eigenſchaften der feſten und flüͤßigen Theile desKörpers, jedoch beſonders auf die Urſachen dieſer Veraͤnde-rungen, acht zu geben habe, unter welche die ſogenannten un-natürlichen Dinge hauptſaͤchlich zu rechnen waren. Die meiſteSchuld giebt er den Abſonderungen und Anſetzungen derSaͤfte, und den Unordnungen, welche dabey vorgehen/ alswodurch das Gleichgewichte zwiſchen den feſten und fluͤßigenTheilen des Körpers, und inſonderheit die gehörige Propor—tion unter den Theilchen des Blutes aufgehoben werde. ZuEnde des Eingangs gieht er einige Mittel an die Hand, wo-durch man dieſes Gleichgewichte erhalten koͤnne, welcherman ſich aber ſchwerlich gebrauchen kann. In der Abhand-lung von jeder Krankheit ins beſondere, Halt er ſich ſehr langemit Beſtimmung ihrer wahren Beſchaffenheit und darausflieſſenden Abſichten auf, welche man hey ihrer Heilung habenmuß, ſaget aber deſto weniger von den verſchiedenen Metho-den, deren ſich der Arzt bey dem Gebrauch feiner Hilfs.mittel bedienen kann. Uebrigens erhellet beſonders aus denAbhandlungen von einzelnen Krankhelten, daß der Verfaſſerſich zu ſehr geſchmeichelt, und feinen Leſern mehr verſprochenhahe, als er wirklich geleiſtet hat.

Herr Rüſſel hat eine Umſchreibung der Pſalmen Davidsin Griechiſchen Verſen heraus gegeben, wovon dieſes derTitel iſt: Pſalmorum Dauidicorum Metaphräſis GræcisvVerlibus contexta: cui acceſſit Paraphraſis Poetica latinaGeorgii Buchanani, cura R. Ruſſcl. A. M. 8.

A; Paris .