-
-
hobenen Streites. Seinen Weg nach Theben fortsetzend, besiegt erin der Nähe der Stadt ein Ungeheuer( Sphinx), auf dessen Tödtungdie The baner die Herrschaft ihrer Stadt und die Hand der Königinals Preis gesetzt hatten. Es erfüllt sich also bereits auch der zweiteSpruch des Orakels: Kreon , der Bruder und Vormund der ver-wittweten Königin, übergibt dem Oedipus mit der Herrschaft dieHand seiner Mutter! Vier Kinder entsprossen dieser Ehe, dasBrüderpaar Eteokles und Polyneikes, und die Schwestern Anti-gone und Ismene. Nach langjährigem Wohlstand bricht in Theben Hunger und Pest aus, und das Orakel verlangt, dass der in derStadt lebende Mörder des Laïos , als Ursache des Unheils, entferntwerden müsse. Oedipus muss also selbst die Untersuchung anheben,um endlich sich selbst als den Schuldigen zun zu erkennen!
Seine Mutter und Gemahlin gibt nach dieser grauenvollenEntdeckung sich selbst den Tod; Oedipus reisst sich die Augen aus.Er wird darauf von seinen eigenen Söhnen verbannt und findet end-lich, von seiner Tochter Antigone begleitet, in einem Tempel derdurch seine Leiden versöhnten Rachegöttinnen die Ruhe des Todes.
Aber seinen Söhnen hatte er, als sie ihn verbannten, geflucht;dieser Fluch wüthet, gemäss dem alten Orakel, in der Familie fortbis zu ihrer Vernichtung, und diese Fortsetzung und Vol-lendung des Verhängnisses ist der Gegenstand unse-res Stückes.
Eteokles und Polyneikes geriethen unter sich in Streit überdie Herrschaft. Polyneikes floh nach Argos, sammelte dort die Hülfebefreundeter Fürsten und zog mit dieser Streitmacht gegen seineVaterstadt heran. Diese wurde von Eteokles vertheidigt und derAngriff abgeschlagen, aber beim Sturm sind die feindlichen Brüderan einem der sieben Thore aufeinander gestossen und im Zweikampfebeide gefallen. Kreon hat in Theben die Zügel der nunmehr ver-waisten Regierung, als einziger männlicher Erbe seiner Neffen, er-griffen und seine erste Maassregel ist der Erlass eines Ver-botes, dass Niemand, bei Todesstrafe, den von denFeinden zurückgelassenen Leichnam des Polyneikesbestatten dürfe; er soll als Hochverräther den Hunden undGeiern zum Frasse dienen, während seinem Bruder Eteokles alleTodtenehren zu Theil werden.
oui de galden