Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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2 gochuer:ꝛuͤmpter Teütſcher Perſonen

vs cheiſti ge tein in angeboꝛne ſpꝛaach gebꝛacht/ alß Weſtwind/ Oſtwind/ Jenner/ Hoꝛ-burt 800 jar. nung/ Mertz/ ꝛc.

Caroli Got-

tesforcht.

Wie er aber denn guten künſten/ alſo was er auch der Chꝛiſt enlich en KReli-

gion von ſeiner jnget an gantz geneigt. Deßhalben er auch die Biſchoff vndallerley ſtathpꝛieſter mit hoͤchſter and acht verehꝛet. Er hatt auch kein nam̃-hafftige Kirchen in Tentſchem land o der Frankreich vnbeg aabet gelaſſen/wie dann ſolliches der Cloͤſteren vnd Kirchen mancherley bullen/ vnd koſtliche kleynotẽ bezeugẽ. Er hat auch etliche Kirchen von neüwem erb auwen/vnd mit viel gůteren verſechen/ als man auch zu Aach erkoͤnnen mag. Dennarmen hatt er auch groſſe reichtum̃/ vnd vielfaltige allmuſen außgetheiletwie dann ſollich es auß(einem Teſtament/ fo er oꝛdenlich auffgerichtet/ inwelchem er den Kirchen vnd armen ein theil feiner gůͤteren vermachet/ har-noch offenbar woꝛdẽ. Er iſt auch zu dem fierdtẽ maal durch ein gelüpt ghenRom gezogen/ vnnd der Apoſtel Kirchen mit groſſer andacht heimgeſucht.Deßhalben wurden jhm von allen oꝛthen viel heiligthum̃ vnnd angenemergaabẽ harzu gebꝛacht/ vnder welchem auch die ſchlůſſel zu dem heiligẽ grab/vnd Paner fo man auff der Scha delſtatt bey dem Creütz gebꝛauchet/ gewe-ſen. Wie er aber die Religion vnd den waaren glauben ſehꝛ gefürderer/ alſohat er auch groſſe krieg gefůͤret/ alſo das man nicht erkoͤnnen/ ob er zu fridenoder kriegs zeytten herrlicher geweſen. Denn er hat ein ſtarcke mannliche geſtalt/ einen geraden leib/ groffe augen/ froͤlich angeficht langen bart/ vnndwas denn feinden foꝛchtſam/ wie man dann dieſes auß ſeiner ſtarcken bruſtvnd langen ſchinb einen/ ſo noch zu Aach vorhanden/ erkennen mag.

Brleg in. Den erſten krieg hat er mit den Aquitanieren gefuͤret/ welchen fein vatterquitanten. Pipinus angefangen/ vnd nicht gar außgemachet. Inn dieſem iſt er/ ſo bald

im alters halben gezimmet/ dem vatter nochgeuolger/ vnd mencklichem eingroſſe hoffnung gegebẽ/ was mit der zeit für ein mañlicher Fürſt auß m werden ſolte: er hat auch daſelbẽ den erſten zug loblich volbracht. So bald aberder vatter geſtoꝛben/ iſt er mitt der herꝛſchafft einmütiger wahl an ſein ſtattKonig worden. Da zumal lebet fein bruder Carolomannus/ mit welchem erdie Reich getheilet/ etliche feindſchafft mit groſſer gedult nit geachtet/ auchhiemit allen verbunſt vber wunden. Als dieſer allein zwey jar gelebet/ ſeindalle Reich mitt der vnderthonen bewilligung anff jhn gefallen. Deßhalbenhat er denn Aquitaniſchen krieg welchen der varter angefangen/ vnd er beyſeines bruders leben erneüweret/ noch deſſen abſterben mannlich wider znhanden genommen vnd glücklich vollendet. Inn dieſem hat er Hunolden/ ſoauff Wayfarum an das X eich kommen/ vberwunden/ vnd inn die flucht gerbꝛacht. Als aber ſich der ſelbig zu mehꝛ malen in der Gaſconier land gethon/warde er von Lupo der Gaſconier Für ſten veryagt/ leſtlich dem Carolovbergebẽ. Wie er dieſen ſig erlanget/ hat ſich Hertzog Lupus mit ſampt Gaſconĩa dem KRoͤnig Earle vnderwoꝛffen.

21amparti. Wie in Aquitanta alle ſachen befridiget/ vnd er(ein Reich bekrefftiget/ iſſchekrieg. der Longopartiſche krieg genolget/ welchen Carolus auß Bapſt Adꝛiani

bitt angefangen. Inn dieſem hatt er Deſiderium der Cangoparten Konigdurch ein lange belegerung gar ermůdet/ vnd leſtlich durch auffgebung/ zgnaden angenommen. Er hatt auch Adelglſen deſſelbigen Sohn/ auff welHen menckũch fein hoffnũg geſetzet/ nicht allein auß dem Reich/ ſon der auchauß gantzem Italien genoͤtiget 3zuziechen. Nach dieſem hat er den Koömerenwas hnen vochin entzogen wider zu handen geſtellet/ vnd Bapſt AdrianoItalien gantz gefreyet/ vnnd fridſam zu beſitzen verlaſſen. Denn wie er dieTangoparten vberwunden/ hat er Konig Deſiderium vnd feine kinder innein ewige ellend verwiſen. Alſo iſt Italia durch ſeinẽ feldzug in.

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