Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil.

ſich feiner eignen geſatzen bꝛauchen zu friden oder kriegs zeit beyd er Rei⸗ Chriſti ge

chen gute freünd ſollen ſein..

Als nun Carolus Keyſer erwehlet/ vnd über volgemeldte krieg auch denScſauoniſchen/ Noꝛdmañiſchen/ Deñiſchen/ vnd Behem̃iſchen glücklichenvollendet/ hat er ſeines Reichs grentzen weit bꝛeit außgeſtrecket. denn erhat zu ſeines vatters Reich auß Aquitanien/ Gaſconien/ vnd das gantz Py-reneiſch gebürg biß zu dem fluß Hiber gebracht/ deßgleichen gantze Italien von Auguſta Pꝛetoꝛia biß in minder Calabꝛien/ da die Gꝛiechen vnd Bene-uenter mitt einanderen gegrentzet. Demnach Sachſen / welches ein groſſertheil Teurſchen land iſt/ mit ſampt Oberen vnd niderẽ Pannonia. alſo auchHiſtriam/ Ciburniam/ Dalmacien/ daß er den Gꝛiechiſchen Keyſerẽ ſehꝛnoch geweſen. Zu letſt hat er auch die Barbaren vnd vngleubigen voͤlcker fozwiſchen dem Rhein vnd der Weyyel/ auch zwiſchen der Thonauw vnd demgroſſen meer gewonet/ under ſich gebꝛacht. Diſe krieg hat der gewaltige Reyſer in ſechsunduiertzig jaren zum theil durch ſich ſelbs/ zum theil durch feineSoͤhn/ oder Feldherꝛen mannlich vollbꝛacht/ alſo daß er billich von allen volckeren mitt dem zun am̃en der groſſe Keyſer geheiſſen. Denn er hatt fein lobdermaſſen gemehꝛet das alle Koͤnig vnd Fürſten feiner fründtſchafft bege-ret. Es warde auch Aaron der Perſier Konig durch deſſen namen bewegt/daß er jhm durch feine Legaten koſtliche gaben zugeſendet/ vnnd bündtnußmit jhm gemachet/ welches denn auch die Gꝛiechiſche Keyſer durch jhꝛ viel-faltige bottſchafft volibꝛacht. er hat auch der ſelbigẽ verbunſt durch gedult/vnd jhꝛ harrneckigkeit durch großmuͤtigkeit leicht lich vberwunden.

burt 8 o o jar.

Es hat Carolus nach einanderẽ fünff ehefrau wẽ/ erſtlich Galien am wel; Caroli che:che Galaſtrien deß Konig zu Toleten Dochter geweſen/ von welcher er keine weiber vndkinder gezeunget. Zan dem anderen Hermingarden Deſtderij der Langopar⸗ kinder.

ten König Dochter. dieſe hat er nach einem jar wider von jhm gethon/ wel»ches ſeiner muter Bertha ſehꝛ miß fallen/ wiewol erin allen anderen dingenjren gern will fahꝛet. Zu dem dꝛittẽ name er Hiltegarden/ Hiltepꝛanden deßHertzogen in Schwaben Dochter / welche an foꝛm geſtalt ein ſchoͤn weib/darzu mit viel tugendten bezieret/ alſo das er dieſe inniglichen ſehꝛ geliebet.Auß dieſer gebare er dꝛey Soͤhn/ namlich Carle den Konig in Fꝛãckreich/ Pipinum den Koͤnig in Italien / vnnd Qudwigen den König in Aquitanien /welcher noch jm Keyſer woꝛden. Er hat auch dꝛey Döͤchteren von jren/ nam̃lich Rhotruden/ welche Conſtantino der Gꝛiechen Keyſer vermechlet/ wie-wol Irene ſein muter dieſe ehe verhind eret. Deßhalben beleib dieſe Rothꝛu-dis vnuermechlet dieweil fie keinẽ/ ſo eines minderẽ ſtath/(ich verheuradtenwellen. die andere Dochter was Bertha/ die dꝛitte Giſela welche jr junck-frauwſchafft verlobet keüſch zuhaltẽ. Zu dem vierdten name er Faſtrud amGꝛaffe Katolij Dochter/ ſo auß der alten Teutſchen Francken ſtam̃en erbo-ren/ dieſe was von natur vnmilt/ vnd bꝛacht jhꝛen herꝛen/ fo von natur milt/daß er auch etwann ſehꝛ ſtreng geweſen. Von dieſer hatt er zwo DöchterenTheodoꝛam vnd Hiltruden. Zu dem letſten name er Lüthgarden ſo bey denSchwaben von Edlem ſtam̃en erboꝛen/ von welcher er doch keine kinder ge-habt. Als aber dieſe geſtoꝛben/ erbielte er etliche Kebsweiber bey ſich/ dannweil er offt groß leid erfahꝛen/ wolt er ſich nit mehꝛ in den ehelichẽ ſtand begeben. Die erſte hieſſe Gerſſuinda/ ſo bey de Sachſen von Edlem geſchlecht er-boꝛen/ vnnd gar ſchoͤn geweſen. Von dieſer zeuget er ſein Dochter Adelthru-dim. Nach dieſer hat er Reginam/ von welcher er Dꝛogonem vnnd Hugenzwen Sohn erboꝛen. Demnach Adelinden/ auß welcher er Theodeꝛicum be-kommen. vnd letſtlich die Himmelthiuden/ welche jhm Pipinum geboꝛen/ ſomit dem zun am̃en der hoger geheiſſen. Dieſer warde ergriffen daß er wider

a ii Konig