Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. IIonder die Geiſtlichen Fürſten deß Romiſchen Reich gezellet/ alſo das man Ds Chriftigeſhꝛen inn gemeinen pompen ein bůch fürtragen ſolle. Es hatt auch dies a 810 ferfer Adelberg Gott zu lob vnnd danck in Lind auw den armen einen reichen,Spital geſtifftet welcher nach daſelben vorhanden. Als er dergeſtalt gantzloblich in dieſen oꝛthen gelebet/ hat in zu letſt Keyſer Lotharius mit einemhauffen in Khetiam geſendet/ damit er verhutet das Caroli deß RKaalen geszeug von Burgund nicht zu Ludwigen dem KRoͤnig Teutſchẽ lands kom̃enmöchte. Wie er ſich daſelben mannlich gehalten/ iſt er letſtlich in dieſem Butgundiſchen krieg von König Ludwigẽ hauffen nicht weit von dem Bodenſee/ an dem zehenden tag Meyen da man zalt d 4 jar/ erſchlagen woꝛdẽ. Caſp.Bruſch. in Monaſt. Germ.

Bitto Biſchoff zu Rrehſſingen..EL Bis was mit fromkeit verſtãd dermaſſen a0

Wbegabet/ daß jhm zu feiner zeit kein anderer imWg ganzen Beyerland zu vergleichen. Deßhalbẽals Otto der Biſchoff zu Freyſſingen geſtorben/ iſtdieſer Hitto mitt gemeiner wahl in dem 812 jar anſein ſtart Biſchoff erkoꝛẽ. Als dieſer vermercket dasder Bibel dolmetſchung an vielen oꝛthen gar dun-ckel/ vnd der Hebꝛeiſchen warheit nicht gemaͤß/ hatter jhm zu erſt nach S. Hieronymo fürgenommen/dieſe zu corꝛigieren vnd verbeſſeren/ welches wercher auch letſtlich mitt groſſem lob vollbꝛacht. Nach

e E dieſem hatt er auch ſechs Choꝛherꝛen auff dem Thetberg inn irchen Weychenſteffan/ welche gegen ſeinem Thům fürübergelegen/ geoꝛdnet/ vnd in(einem Biſtumb alles wol angerichtet. Wie er viervnnd zwentzig jar gantz loblich dergeſtalt ſeiner kirchen fürgeſtanden/ iſt erzu letſt geſtoꝛben/ vnd Erchenbertum ſeinen bruder zu einem nachfaren be-kommen. Monſt. lib.

S. Reinulph ein Sachs.j Einulph iſt auß dlem ſtam̃en bey de Sachs 1

0) I Cſen wolgeboꝛen. Deßhalben in auch der GꝛoßD, Keyſer Carolus/ als er die Sachſen zu demglauben gebꝛacht/ auß dem heiligen Tauff gehaben/ond Vlfuſſen geneñet. Wie aber deſſen muter Wich-traut ein wittfrauw woꝛden/ vnd ſie jhꝛes mans bruder wider der C hꝛiſt en geſatz gern zu einem weyb gesy habt/ begeret dieſe von dem Keyſſer er welle fie mitt. ſampt jhren Sohn in feinen ſchutz vnnd ſchirm an-* nemen. Da warde jhren Carolus zu willen/ vnd voll-.©. bꝛachte alles nach höoͤchſter billigkeit. Dann er hattl dieſen knaben ſelbs aufferzogen/ vnnd allzeyt beyſich behalten. Es was dieſer knab dem Keyſer ſehꝛ lieb/ deßh alben behiel-te er jhn vmb ſich vnnd ruͤffet ihm nur Mein vlph/ Mein vlph komme har.Auß dieſem warde er harnoch Meinulph genennet. Er hatt viel heiligergeberden/ vnnd einen hochen verſtand an jhm. Deßhalben warde er nachdeß Keyſers abſterben ein Thumherꝛ: vnnd Ertzpꝛieſter zu Padelboꝛn.Weil er aber ſehꝛ reich/ vnnd keine andere erben voꝛhanden/ hatt er inndem flecken Bodickon ein nammhafftig junckfrauwen Kloſter geſtifftet/vnnd dieſes mitt viel gůteren begabet/ da man zalt 830 jar. Zu letſt iſt dies

ſer heilig