Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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18 gochterꝛumpter Tei tſcher Perſonenvs chriſtige in Rems geſalbet vnd mit der Keyſerlichen Cron bezieret. Als dieſer Bapſtburt 834 jar. allein ſiben Monat verharꝛet/ Paſchalis ohne deß Keyſers bewilligungan deß abgeſtoꝛbnen ſtatt kommen/ itt er gantz demuͤtig für den Keyſer kommen/ jhn gebettẽ er welle jm verzeichen. Es hatt der Keyſer dieſen durchBernhardten der Langoparten König/ vnd den Biſchoff zu Arelat ehꝛlichentpfangen/ vnd wie dieſer feinen irthumb erkennet auch verſpꝛochen/ es folte fürthin die Keyſerliche Mayeſtet nicht mehꝛ dermaſſen verletzet werden/wider laſſen fridſam gehn Rom ziechen.Keyſers mil · Hiezwiſchẽ iſt Bernhardus Pipini deß Keyſers bruder Sun/ auß etlichergefeit. rathſchlag dem Keyſer abgefallẽ/ die engẽ Clauſen in dem Alpgebürgdurch einẽ zuſatz beſtetiget/ damit er nit in Italiẽ kom̃en mechte. Als d Rey;fer diefes verſtandẽ hat er einẽ wolgerüſterẽ gezeug dahin abgefertiget/ vnddieſe ſo in dem bundtſchu geweſen dermaſſen er ſchꝛecket/ daß ſich Bernhardt jm ſebs ergeben/ vn(ich auff deß Reyſers miltigkeit ver laſſen: auff dieſeswurdẽ auch deß Keyſer s überige freünd bewegt/ vnder welchẽ Anßhelm derBiſchoff zu Meylãd/ Alphõſus der Biſchoff zu Cremona / Theodolphusder Biſchoff zu Oꝛliẽs geweſen/ daß fie ſich Cudwigẽ vnderwoꝛffen. Wienun das Recht über ſie gehn laſſen/ wurdẽ ſie alle durch die Ritterſchafftdẽ leben zu dẽ tod verurtheilt. Es hat aber Ludwig den Bernharden alleinſeines geſicht beraubet/ die Biſchoffe von ſhrer würdigkeit abgeſetzet/ hnendas leben geſchencket/ zum theil in die kloͤſter geſtoſſen/ zum thiel in das ellend verwiſen. Als aber Bernhart dieſe ſtraffen mit groſſer vngedult ent-pfangẽ/ v5ñ man einer groſſen entpoꝛung beſoꝛget/ warde er mit etliche(einesanhang mit dem ſchwert gerichtet, Auß den eingeſchloſſenen Biſchoffen iſtTheodolphus harnoch Apt zu Ligerẽ woidẽ. Wie ſich aber etliche groſſe herrẽ abermalen wider Reyfer Ludwig verb undẽ/ vnd dieſer vnder den ſelbigẽergriffen/ warde jm wol von dem from̃en Keyſer das leben geſchencket/ vnddoch gehn Angiers in die gefencknuß gelegt. Als nun der Keyſer mit ſamptder Pꝛieſterſchafft vn dem volck auff den Palmtag daſelbẽ noch gewonheitherꝛlich fürgezogẽ/ hat diſer Biſchoff/ welcher auch ein Poet vn guter Muſicus geweſen/ mit lauter ſtim̃ ein hymũ geſun gẽ/ welchẽ er gemachet/ vn hat-nach allethalbẽ in ð kirchẽ geſungẽ woꝛdẽ Gloria, laus& honor tibi fit,rex Chriſte redemptor,&c. Da verwund eret ſich alles volck ab jm/ alſo das der Keyſerdiefen Biſchoff auß der gefencknuß erlediget/ vnd fein ſchuld verzigen.Ludwig gei Es hat Ludwig zwo frauwen noch einander/ erſtlich Hermengardt/ Her-. vnd kin tzog Ingram von Sachſen Dochter/ von welcher er diey Sãahn erboꝛen Los; tharĩũ(ein erſtgeboꝛnẽ/ wel chem er harnoch an Bernhardtẽ ſtatt König inIt alien geoꝛdnet/ ſo auch dem Vatter in dem Keyſerthum̃ geuolget/ vonapſt Paſchali gekroͤnet woꝛdẽ. Demnach Pipinũ/ welchen der vatter in quitanien geſendet/ jm Gꝛaffen Thieterich von Matrich Dochter zu derche gegebẽ. Diſer Farbe voꝛ ſeinẽ vat rer verließ einen Sohn/ fo auch Pipinus geheiſſen. zu letſt Qudwigẽ/ ſo harnoch mit dẽ zunam̃en der elter geheiſ-fen darzu Konig in Teutſchẽ land/ Beyerẽ/ Oſtfrãcken worden. Zu dẽ an-derẽ hat er Judith/ Welphen def erſtẽ Gꝛaffen zu Altoꝛff in Schwabẽ Dochter Ethĩconis ſchweſter/ ein gantz ſchoͤne hochuerſtendige frauw: auß diefer bekame er ein Sohn Carolum/ ſo harnoch der Kaal geheiſſen/ vnd RomiBeyſers feld ſcher Keyſet worden. Keyſer Ludwig bekame in kriegen ein groſſes lobzeug. dañ er hat die Bꝛitannier welche von den Francken abgefallen über wundẽ/ jren Konig erſchlagẽ. Nach diſem hat er die Gaſ. conier durch feine SunLud wigẽ derma ſſengedem̃et/ daß fie verzeichung erlãger jre waffen hingelegt. Hiemit hat er auch der Pannonier Tyranen / welcher Aquilegiẽ mitrieg überzogen/ veriagt vnnd letſtlich vmgebracht. Wie auch die Meerau-ber auß Dacia in Aquiraniam gefallẽ/ vnd alles verherget/ hat er fie in demſtreyt üjberwundẽ. Es hat auch dieſer Keyſer mit den Bulgaren fridẽ ö.e

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