////
Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 41
als Thieterich dieſe Gꝛaffſchafft wol verwalten/ vnnd ſterben ſollen/ hat er DS Chriſti gefeinem ſohn Theoderico fein land zu regieren befolhen/ welcher anch Frieß⸗ burt 881 jar.land an fein Gꝛaffſchafft gebꝛacht. Monſt. lib.. Coſmog.
Gartmut Apt zu S. Gallen.7 SGi. iſt auß liebe dergeſchꝛifft in S. Gal-
len kloſter gegangen/ an welchem oꝛth zu der-
ſelbigen zeit die fürnemſte ſchul in Hochteut-
A ſchen landen geweſen. Deßhalben weil er einen gu-
ten kopff erlanget/ iſt er inn kurtzer zeit ein ſehꝛ ges
lehꝛt man woꝛden/ welcher alle ſachen mitt groſſer
weißheit kennen außrichten. Alſo hat ſich begeben
wie Gꝛimoaldus vnder Konig Lud wigen in dem
841 jar daſelben Apt erwehlet/ das Hartmut durch
der München befelch fein Statthalter verordnet.
){U Den Gꝛimoaldus was deß Koͤnig Caplan/ volget
n,. A Dial gemeinlich dem Hoff noch/ vnnd hatt noch nie kein
kutten angelegt. In dieſer zeit gebꝛauchet ſich Hartmut der beſten ſchꝛeibe
ren dienſten/ vnd lieffe viel guter Authoꝛes vnd bůcher abſchꝛeiben/ vñ viel
exemplaren zubereiten/ damit die nachkommende an guten bůcheren/ voꝛ-
ab in Heiliger geſchꝛifft/ kein mangel hetten. Dergeſtalt ſich auch begeben
daß er vmb alle guten künſt ſehꝛ wol verdienet. Es haben auch durch feine
fleyß viel ürſten vnd Adelsperſonen groß gut in dieſes kloſter gegeben/ da
mitt diß lobliche werch moͤchte einen fürgang haben. Wie aber Gꝛimoald
geſtoꝛben/ iſt armut durch fein weißheit vnd fromkeit/ mit aller wahl zu
einem Apt erkoꝛen. Damalen hat er erſt das Teſtament vnnd den Pſalter
laſſen mit guldenen buchſtaben beſchꝛeiben/ auch den einbund mit Perlei-
nen vnd Edlem geſtein bezieret/ ſo noch an dieſem oꝛth vorhanden. Hiemit
hat er auch ſein kloſter wol erbauwen/ vnd mit ſchoͤnem gemaͤld bezieret/ al
ſo das ſein nam̃ daſelben noch in friſcher gedechtnuß. Auß diſem iſt auch er-
uolget daß Carolus der feiſte Keyſer dieſes kloſter mit viel freyheitten vndvmligenden gůteren begabet..
Als nun Hartmut die guten künſt zu S. Gallen wunderbar ſehꝛ gefür-deret/ hat er zu letſt bey ſeinem lebẽ der Aptey verwaltigung Bernhardenübergeben/ damit er deſter komlicher moͤchte dem ſtudieren obligen. Baldharnoch iſt er geſtoꝛben vnnd in S. Peters Kirchen begraben woꝛden/ daman zalt dz jar. lohan. Stumpff lib.) Heluet.
Heinrich Suelph Graffe zu Altoꝛff.3 ö 8. iſt Etticonis eines Schwaben vnnd as.
Gꝛaffen zu Altoꝛff ſohn geweſen/ welchẽ Lud
a wig der Koͤnig in Teutſchemland nach Caro-
S lomanni feines bruders tod gegen Occident denn
, Beyeriſchen grentzen fürgeſetzet. Es hatt Ludwig
dieſes Heinrichen ſchweſter zu der ehe. Deßh alben
weil er mit groſſer weißheit begabet/ hat er von ſei-
nem ſchwager in einem ſchimpff begeret/ er welle jm
|(NM ſouiel lands in Oberen Beyerẽ vergoͤnnen/ wie viel8 ,, DI“ SM er von moꝛgen an biß zu Mittag zeit mit einem gul.; ,, denen wagen vm fahren megen. Da vermeint Koͤ-nig Ludwig es were feiner haußfrauwen bruder
viel ermer denn daß er ein guldenen wagen vermochte/ vnd hatt jn fein an-iij foꝛderung