Beſchꝛeibung/ der Ander theil.
HGalderiaus J. Apt zu S. Truthrecht.—— Alder cus iſt von ehꝛlichen elterẽ erboꝛen vñA Y We allen künſten vnd tugeten aufferzogẽ woꝛ, ZI den. Deßhalben er auch durch fein weißheitvñ vn ſchuldig lebt in dem Bꝛeyßgauw groſſen nammen bekom̃en. In dieſer zeit haben Luithfrid derN Gꝛaffe von Habſpurg vn ſeine haußfrauw Irmen€“. rrudt/ auch feine ſohn Hum fridus/ Luith frĩd/ vnd%) Hugo Gott zu lob vñ ehꝛen an dẽ oꝛth da voꝛ zoo ſa-ren S. Trutpꝛecht ein Engellẽder ermoͤꝛdet/ vñ jhꝛee altuordere Othbertus vñ KRampertus ein Kirchen
ſi, gebauwen auch dar innen begraben/ cin namhaft,, Aptey geſtifftet/ vnd S. Benedicter Oꝛden überge-bẽ/ als Ludwig; Keyſer Arnolphi ſohn das RSmiſche Reich geregiert im
vos jar. Diefes haben fie Walderichẽ zu verwaltẽ befolhen/ vnd jn zu einemerſten Apt darinen veroꝛdnet. Es habẽ auch jre nachkommen de wie fie dasHertzogthumb Oeſterꝛeich erlanget/ dieſes kloſter mit viel freyheittẽ bega-bet/ vñ in jhꝛẽ ſonderbarẽ ſchirm angenom̃en/ wie ich ſolliches auß Ertzher-tzog Albꝛechtẽ bꝛieff verſtandẽ fo zu Wien in dem 1337 jar gegeben/ ſo mir derEhꝛwürdig ber: Geoꝛgius Helle der zeit Apt in dẽ 1567 jar mit ſampt ande-ren antiquitetẽ diſes oꝛth angezeiget. Es hat Waldericus diſes ampt angenommen/ vnd mit hoͤchſter treüw verwalten/ alſo daß er von mencklichemgeliebet: Er iſt auch letſtlich an diſem oꝛth verſ cheiden/ vnd ehꝛlich zu der erden beſtattet woꝛden. Auent.
Sigmund Biſchoff zu Halherſtatt.
zw Igmund iſt auß groſſer liebe der gütẽ Fünfte in dz kloſter Hirßgauw oc
©)
Dis vnd durch fein fleyſſig ſtudierẽ ein ſehꝛ gelehꝛter man woꝛdẽ.Deßhalben als der Biſchoff zu Halberſtatt geſtorben/ iſt Sigmunddaſelben der ſechſte Biſchoff erwehlet. Er was mit viel tugetẽ bezteret/ vndhaſſet den muͤſſiggang über auß. deßh alben hatt er zu dieſen ſtunden/ wennman in der Kirchẽ weder geleſen oder gebettẽ/ etwas geſchribẽ oder gema-let. dañ er hat gar nit von Kirchẽ gůterẽ brauchen oder die ſpeyß entpfahẽwellẽ/ er habe dẽ vorhin mit eigener hand ſein narung gewunnen. Alſo hatſich begebẽ daß er Keyſer Arnolphẽ ſehꝛ lieb woꝛdẽ. es hat auch Keyſer Eudwig derz von diſes mans wegen die Kirchen zu Halberſtatt mit viel frey/heittẽ begabet. Under anderen was auch difes das die Thumherꝛẽ zu Hal-berſtatt ohne aller anderen bewilligung doͤꝛffen einen Biſchoff erwehlenvnd beſtaͤrjgen/ welches damal ein ſeltzame fach geneſen. Wie er alſo feinerKirchen zo ſar loblich vorgeſtanden/ vnnd(einen nachfaren Bernhardumvorhin geoffenbaret/ iſt er geſtorben/ vnd ehꝛlich zuder erden beſtattet wor
den/ da man zalt 926 jar. Crantz in Metrop. Anon.
Ettitfrid Sraffe zu Habſptirg.
3 Vithfrid iſt Cuithardtẽ deß Graffen zu Habſpurg vñ Erentrandtl? der Graffen in Francken land ſohn geweſen. Als diſer mit viel tugetẽbezieret warde er noch ſeines vatters tod der achte Graffe zu Hab-ſpurg vnnd Altenberg . Hiemit warde auch ſein bruder Orto Siſchoff zuStraßburg erwehlet. Dieſer Luithfrid was in kriegen gantz glückhafftig.Deßhalbẽ hat er vnder Keiſer Arnolphẽ dẽ hauffen ange fůret/ vñ ein großanſechẽ bekom̃en. Wie er aber in de krieg mañlich/ alſo wz er auch daheimẽein ſonderbarer liebhaber ð gerech tigkeit vñ Religion. Deßhalbẽ hat er andiſem oꝛt da feine altuorderẽ vor zoo jarẽ dẽ Martyr Trutbrecht ein Capell, gebauwen/
DS Chriſti geburt oz jar.
9.0 7