Beſchteibung der Ander theilCampertus Münch zu Hirßfelden. 2
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en art begaber/ iſt in das kloſter Dirffeldekskommen/ damit er deſter kom̃licher dem ſtu-dieren obligen/ vnd Gott dienen mochte. An dieſemoꝛth hat er viel geleſen/ vnd die Hiſtoꝛien ſeiner zeytzierlich beſch:iben/ welche noch auff heutigẽ tag voꝛhanden. Er iſt auch auß andacht gehn Hier ſalemgezogen/ vnnd ein groſſen eyffer getragen/ bey wel-chem doch kein rechtẽ verſtand geweſen/ wie er ſelbsA bezeunget. Wie er aber auff der ſtraaß vnd daheimenerfehen/ das viel jrthumb in die Kirche geſchlichen/— 2 lond der Kirchen voꝛſtender ſich zu laſteren gewen-det/ hat er an viel oꝛthen die gewonheiten bey feiner zeit beweinet/ vñ mencklich zu tugendten ermanet. Deßhalbẽ als der Bapſt zu Rom vnder ſtandender Pꝛieſteren ehe abzuſtellẽ/ welche doch bißhar nicht allein in Franckreickvnd Teutſchem land/ ſonder auch an etlichen oꝛthen Italte gebꝛench lich ge»weſen/ hat er ſich mit etlichen gelehꝛten vnd from̃en menneren diſem ernſt-lichen widerſetzet. Er meldet auch das ſich zu dem anderen mal in der Kir-chen zu Goßlar vmb den oberen Sitz zwiſchen Hetzelone dem Biſchoff zuHildeßh eim vnd Wederaden dem Apt zu Fulda ein groſſer Lerman zuge-tragen/ vnd dieſes in deß Keyſees gegen würtigk eit/ welcher es nicht abſtel-len moͤgen/ alſo das jhꝛen viel in der Kirchen vn vo: dem Altar erſchlagen/ſpꝛechende: Als der Kirchen zucht gar abgangen/ haben die menſchen angefangen blůt zůuergteſſen vnnd zuſtreyten/ nicht wie die alten für Chꝛiſtiſchafflein/ ſonder d amt ſie uber Chꝛiſti ſchafflein herſchen mögen: Er besklagt ſich auch offt/ wie die München ſhꝛe zucht verloꝛẽ/ vnd andere Geiſt-lichen voꝛab die Pꝛelaten alle Gottes foꝛcht vnnd ſoꝛg der Kirchen vnder-laſſen/ auch allein dem ehrgeydt/ ſchandtlichen gewün vnd andere laſterengar ergeben. Under anderen reden hatt er der Teutſchen Biſchoffen vnndBapſt Alexander Simoney vnd pfrůnden verkauffung alſo beſchiiben.Es ſeind die Biſchoff zu Mentz/ Coln/ vnd Bamberg von dem Bapſt be Giiſtlichenrůffet/ vñ gehen Kom kom̃en: dafelbẽ warde der Biſchoff zu Bamberg an, jrthumb-e erde er durch groſſe ſum̃a gelt/ vñ durch Simoney an das Biſtum̃om̃en. Da hader viel reicher gaben dem Bapſt gegebẽ/ auch hiemit deſſenzoꝛnmůtig hertz dermaſſen gegen jhm erweychet vnnd milt gemachet/ daseben dieſer/ welchen man vẽrmeinet in groſſen ſoꝛgen zuſtehn vnd fein Disſtumb verlieren/ nicht allein vngeſtraffet in(einem laſter verharꝛet/ ſonderauch eines Biſtumb Pallium vnd andere gezlerden von dem ſtůl zu Rom vmb gelt/ fur ein ſonderbaren ſegen vnnd glückwünſchung/ er lan get. Weildann dieſer fromme Lampertus voꝛ alten zeiten dermaſſen der Pꝛelatenjrthumb beſcholten/ was wurde der erſt harnach gethon haben/ da allge-mach alle Geiſtliche gaben vmb gelt feyl gebotten/ vnnd erkauffet worden:Dergeſtalt iſt offenbar das Gott zu allen zeiten etliche fromme leuth erhalten welche die tugendt gellebet/ vnd die laſter gehaſſet haben. Lampert.& M. Illyr. in Catal. Teſt. ueritatis,& Hiſt. EccleſMegalop.u.capes.
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