Buch 
Der ander Theil Teutscher Nation Heldenbuch : Inn diesem werden aller hochberümpten Teutschen Personen, Geistlicher und Weltlicher, hohen unnd nideren staths, Leben unnd namhaffte Thaten gantz warhafftig beschrieben ... von dem Grossen Carolo ... har, in die siebenhundert jar, biss auff Keyser Maximilian den ersten ... / Erstlich durch den Hochgelerten Herren Heinrich Pantaleon fast auss aller voelckeren Historien ... fleissig in Latein zusammen gezogen, unnd mit sampt aller beschribener personen büldtnussen ... künstlich fürgestellet. Jetzmalen aber von dem ... Authore selbs verteutschet, reichlich gemehret, und gebesseret ...
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Beſchꝛeibung/ der Ander theil. 205

. Gott gepꝛiſen/ vnnd die jugend wol aufferzogen wurde. Dieſes ampt von Chriſt-at Mangoldus angenom̃en/ alles gantz fleißig angerichtet/ alſo daß er geburt 179

von meniglichen geliebet worden. Es iſt zu nachgehnden zeiten vm̃ das 200 lar.

jar diſe Pꝛopſtey in ein Aptey verenderet/ vnd Falco der er fit Apt erwehlet.

Als aber hernach durch ſchoͤne gelegenheit viel bꝛuͤder herzu kom̃en/ vnd ð

koſten zu groß worden, warde dieſes kloſter refoꝛmieret/ vnd auß der Aptey

ein Pꝛioꝛat in dem 1463 jar gemachet/ da dann auch Friderich der erſte Pꝛioꝛ

geoꝛdnet: wie mir ſolliches der ehꝛ würdig Herꝛ Leonhart dieſer zeit Pꝛioꝛ

auß deß Cloſters geſchichtrodlen oꝛdenlichen angezeiget. Wie nun Man-

golt ſein ampt wol außgerichtet/ vnnd auff ein hohes alter kommen/ iſt er

geſtoꝛben/ vnnd inn dieſem Cloſter ehꝛlich zu der erden beſtattet woꝛden.

Chron. Marpac.

Vꝛatislauts König in Boͤhem.D Ratislaus iſt Biſetis lai deß Hertzogẽ in Bö⸗ 1086.Ve Sohn geweſen. Wie nun der vatter ge-ſtoꝛbẽ/ iſt Spitignens der eltere Sohn an deßvatters ſtatt kom̃en/ vn Vꝛatis lao befolhen/ er ſoi-Ile mit ſampt den anderen bꝛuͤderen Merꝛhen regie-ren. Es was aber Spitigneus an(einem land nichtvernuͤgetr/ ſonder griff die bꝛůͤder mit krieg an/ vndvertreib fie, Deßhalben iſt Vꝛatislaus zu Andꝛeſendem Konig in Vngarẽ geflohen/ hat fein Doch-,, ter Adelheit zu der ehe genom̃en. Wie Spitigneus,, dieſes vermercket/ hat er ð Vngaren gewalt gefoꝛch.. tet/ ſeinen bꝛuder wider beruͤffet/ vnnd Merꝛhen zuhanden geſtellet. Bald hernach iſt Spitigneus geſtoꝛben/ vnd Vꝛatis ausdurch feine vielfaltigen tugend deß leibs vnd gemuͤts von den Boͤhemen jrFürſt erkoꝛen. Dieſer hatt von ſtun dan feine bꝛůͤder Conradten vnd OttenFürſten inn Merꝛhen geoꝛdnet/ auch Jaromirum feinen dꝛitten bꝛuder zuPꝛag Biſchoff erwellet/ vnd Gebhardtẽ genennet. Wie aber GebhardtJoannes der Biſchoff in Merꝛhen etliche geſpeen gefnret/ hatt wenig gefe-let/ es were Gebhardt von dem Biſtum̃ abgeſetzet woꝛdẽ. Es hat aber Mathildis der Lucaner Fürſtens Bonifacij Dochter darinnẽ gehandlet/ wel»che auß ð Boͤhemen Fürſtlichem ſtam̃en erboꝛen/ vnd damalen zu Rom gesweſen. Es iſt dieſe Mathildis/ welche von ð ſtatt Radicophan/ ſo in Senen-ſer land gelegen/ biß gehn Ceparan das gantze land ſo darzwiſchen iſt/ derRirchen zu Rom geſchencket/ welliches die nachkom̃endel als Aeneas Syl-uius bezeuget) S. Peters erbgut genennet.Hiezwiſchen hat Leopoldus der Marggrafinn Oeſterꝛeich durch ſeinen zhem eineinfal das land Merꝛhen ſehꝛ verherget. Deßhalben warde Vꝛatis lans Königreichfeinen gebꝛůderen Conrado vnd Ottone auffgemanet/ daß er mit ſeinem ge worden:zeug in Oeſterꝛeich gezogen/ alles wie ein grauſam vngewitter zu bodẽ ge-fellet/ auch Leopoldẽ fo jm begegnet in dem ſtreyt überwunden/ flüchtiggemachet. Wie er auch mit reicher pent geladen/ iſt er wider hinder ſich gezogen. Als Keyſer Heinrich iin dieſe tugendt an Vꝛatis lao vermercket/ hat erjhn auff dem Reichstag zu Mentz einen Konig erkleret/ vnd der Merꝛhenalt Reich gehn Boͤhem gelegt/ auch ein theil vo Poland/ Schleſien / Quſatz/vnd Merꝛhen zu dieſem Reich gethon/ vm̃ das 1086 jar. Es warde auch Gilbertus ð Ertzbiſchoff von Trier mit jm gehn Pꝛag geſender/ welcher jn vorallem volck ein König ſalben/ vnd mitt Koͤniglichen gezierden begabẽ ſol-len. Damalen warde auch Suatana fein andere haußfrauw mit jm zu einer% 8 Roͤnigin